headerphoto

VLW-Kader holt den 6. Platz beim Regionalen Bundespokal Süd in Lohhof

Die männliche VLW-Auswahl beim Bundespokal in Lohhof - hinten v.l.: Co-Trainer Jörg Bregler, Nico Bloching, Marcel Vogel, Cedrik Holzwarth, Nicolas Hornikel, Johannes Lelle, Felix Roos, Marian Epple, Trainer Andreas Elsäßer - vorne v.l.: Physiotherapeut Michael Streicher, Daniel Schön, Daniel Schlipf, Marc Günter, Niklas Lichtenauer, Boris Deininger (Foto: Dörr)

Wie nah Freud und Leid beieinander liegen – das bekamen die Volleyballer des VLW Kaders am eigenen Leib zu spüren. Mit einem etwas enttäuschenden Rang 6 kam die Auswahlmannschaft vom Bundespokalturnier, das in Unterschleißheim stattfand und vom heimischen SV Lohhof vortrefflich ausgerichtet und organisiert wurde, zurück ins heimische Württemberg.
 
Mit großer Freude, vor allem Vorfreude trafen sich die jungen Volleyballer schon einen Tag vor Beginn des Turniers im Leistungszentrum in Friedrichshafen. Verbandstrainer Andreas Elsäßer wollte damit auch die erfolgreichen Rituale, die das Team in der zweijährigen Kaderzeit initiiert hatte, auch für das Turnier nutzen. In gewohntem Umfeld sammelte sich das Team Württemberg, trainierte nochmals einige Abstimmungen innerhalb der Mannschaftselemente und stimmte sich mit einer kurzen Videoanalyse auf die anstehenden Gegner ein. Am nächsten Morgen reiste die VLW Delegation dann nach Unterschleißheim.
 
Mit großer Freude ging das VLW – Team auch das erste Spiel gegen Titelverteidiger Bayern an, obwohl die Erinnerung an das letztjährige Spiel gegen den gleichen Gegner nicht gerade rosig war. Nach einem verhaltenen Start (2:8) fand der VLW immer besser ins Spiel und die Dominanz der Bayern schien nur noch auf dem Papier, nicht aber in der Halle vorhanden zu sein. Immer mehr setzte sich der starke Württemberger Block durch und die Angriffe fanden häufiger ihr Ziel. Im ersten Satz konnte der Rückstand nicht mehr aufgeholt werden und der Satz ging mit 17:25 an Bayern. Im 2. Satz geschah dann das Unerwartete: Der VLW konnte das Spiel offen gestalten, lag immer in Führung und gewann schließlich verdient den Satz gegen den Titelverteidiger mit 25:23. Auch im dritten Satz zeigte der VLW Kader das gleiche Bild. Beim Stand von 11:11 dann die Entscheidung, drei unglückliche Entscheidungen lenkte den Satz in Richtung der Bayern. Der VLW kam durch einen krachenden Angriff nochmals auf 12:14 heran, doch den zweiten Matchball ließen sich die Bayern nicht entgehen.
 
Im zweiten Gruppenspiel musste der VLW dann gegen die Mannschaft aus Südbaden ran. Zwei Wochen zuvor beim Länderpokal konnte man die Südbadener noch klar distanzieren. Zu keiner Zeit konnte die VLW Auswahl an die zuvor gegen Bayern gezeigten Leistungen anknüpfen und das Spiel geriet zur Zitterpartie. Ständige Führungswechsel, aufeinanderfolgende Fehlerketten, aber auch starke Aufschlagserien waren von beiden Teams zu sehen. Am Ende hatte der VLW die Nase vorn. Mit 29:27, 20:25, 15:10 gewann das Team von Verbandstrainer Andreas Elsäßer. Damit zog man als Gruppenzweiter in das für die Endrunde entscheidende Qualifikationsspiel gegen Nordbaden ein. Dieses Spiel konnten die Württemberger immer dominant gestalten und ein klarer 2:0 Sieg (25:21, 25:17) war die Folge.
 
In einer erneuten Dreiergruppe ging es nun um den Einzug ins Halbfinale und dem VLW wurde nun die Auswahlteams aus Sachsen und Thüringen zugelost. Genau das, das Halbfinale, war dann auch das Ziel der Württemberger gegen die starken und großen Sachsen, die schon mehrfach bezwungen werden konnten. Wieder gelang es dem VLW Team Akzente zu setzen und bei der zweiten technischen Auszeit lag man mit 16:14 in Front. Doch nun begann das oben schon angesprochene Leid der VLWler bei diesem Bundespokalturnier. Schritt für Schritt gab man die Initiative aus der Hand und Sachsen zog unweigerlich vorbei. Bis zum Satzende (19:25) gelangen gerade mal noch drei Punkte. „Ich kann mir nicht erklären, wie wir dermaßen einbrechen konnten. Ich glaube wir hatten ein wenig Angst vor dem Gewinnen und der eigenen Courage.“, versuchte Trainer Elsäßer die Niederlage in Worte zu fassen. Auch der zweite Satz musste im gleichen Schema deutlich abgegeben werden (13:25). 
 
Nun musste das VLW Thüringen klar schlagen, um noch die Minimalchance auf das Halbfinale aufrechtzuerhalten. Kein leichtes Unterfangen gegen den Mitfavoriten. Doch auch hier zeigten die Württemberger ein beherztes Spiel. Das Match konnte zu jeder Zeit offen gestaltet werden und einem knapp verlorenen ersten Satz (23:25) konnte ein knapp gewonnener zweiter Satz entgegengestellt werden (25:22). Wieder einmal musste ein dritter Satz ein VLW Spiel bei diesem Bundespokal entscheiden. „Die Tatsache, dass wir so viele Tiebreaks vor allem gegen die Favoriten gespielt haben und dabei auch noch richtig gute Siegchancen hatten, zeigt uns wie knapp wir bei diesem Bundespokal an einer durchaus möglichen Medaille dran waren.“ analysierte Co-Trainer Jörg Bregler nach dem Turnier enttäuscht. Denn auch dieser Satz ging an Thüringen.
 
Damit hatte man das Halbfinale verpasst und das Spiel um Platz 5 erreicht. Gegen die Auswahl aus Rheinland-Pfalz zeigte der VLW dann nochmals das gleiche Gesicht. Stark gewonnener erster Satz, plötzlicher Einbruch im zweiten Satz und so wurde auch dieses Spiel mit 1:2 (25:19, 13:25, 8:15) aus der Hand gegeben. „Wir waren besser als letztes Jahr, haben uns in diesem Jahr gesteigert, konnten mit jedem Gegner mithalten und hätten das Turnier aber noch besser abschneiden müssen.“, resümierte Verbandstrainer Elsäßer und ergänzte „Freud und Leid sind oft ganz dicht beieinander.“

Jörg Bregler

Endplatzierung Bundespokal Süd U17 männlich
1. Hessen
2. Bayern
3. Sachsen
3. Thüringen
5. Rheinland-Pfalz
6. Württemberg
7. Südbaden
8. Saarland
9. Nordbaden
 
Für den VLW spielten: Nikolas Hornikel, Daniel Schlipf, Nico Bloching, Johannes Lelle (alle VfB Friedrichshafen), Felix Roos (TSV Mutlangen), Cedrik Holzwarth, Marc Günter (TV Murrhardt), Marian Epple, Marcel Vogel, Daniel Schön (TSV Kleiningersheim), Niklas Lichtenauer (TV Rottenburg), Boris Deininger (TSV Freudenstadt)

Für folgende Spieler geht nun der Weg bei Landestrainer Michael Mallick im BaWü-Kader weiter: Nikolas Hornikel, Daniel Schlipf (VfB Friedrichshafen), Felix Roos (TSV Mutlangen), Daniel Schön, Marian Epple, Marcel Vogel (alle TSV Kleiningersheim)



Partner des VLW


VOLLEYBALL ERGEBNIS APP

Spielergebnisse und Ergebnisübermittlung in einer App - jetzt abholen und als Ergebnismelder registrieren!

PHOENIX II

Vereinsaccount, Meldung Kleinfeldmannschaften, ePass, Meldebogen, Zugang Staffelleiter
>>> https://vlw.it4sport.de

Newsletter abonnieren

Der VolleyNewsletter ist der offizielle Newsletter des Volleyball-Landesverbandes Württemberg e.V (VLW) und bringt wichtige Informationen aus der Volleyballwelt zeitnah und aktuell an alle Abonnenten.

JETZT ABONNIEREN

Veranstaltungen


Zum Event-Kalender

Rahmenspielplan

Hier geht es zum aktuellen Rahmenspielplan:
Spielbetrieb/Termine/Rahmenspielplan