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Männer-EM: Deutschland verpasst Halbfinale

Der deutsche Block konnte den bulgarischen Angriff nur selten stoppen (Foto: CEV) 
 
Deutschland hat den ersten Halbfinaleinzug bei einer Europameisterschaft seit 1993 verpasst und musste sich im Viertelfinale Gastgeber Bulgarien wie schon in der Vorrunde mit 0:3 (19-25, 23-25, 23-25) geschlagen geben. Aufgrund der Niederlage schließt die deutsche Mannschaft das Turnier auf dem achten Platz ab und verfehlte damit auch die direkte Qualifikation für die EM 2017 in Polen.
 
In die Partie startete Vital Heynen mit einer Änderung und schickte Christian Fromm, Denis Kaliberda, Marcus Böhme, Georg Grozer, Lukas Kampa, Tim Broshog (für Michale Andrei) und Markus Steuerwald in die Hölle von Sofia. Im Gegensatz zur Vorrunde entwickelte sich zunächst ein enger Schlagabtausch, bei dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte (5-5), zwei Fehler in der deutschen Annahme - alle bulgarischen Aufschläge wurden auf Denis Kaliberda serviert - brachten den Gastgebern bis zur zweiten technischen Auszeit allerdings einen minimalen Vorsprung von zwei Punkten (6-8), der aufgrund leichter Fehler auf deutscher Seite noch bis auf 6-11 vergrößert wurde. Heynen reagierte mit einer Auszeit, die sich als wertvoll erweisen sollte. Mit Kaliberda am Aufschlag wackelte die Annahme der Bulgaren mächtig und ermöglichte Deutschland den Ausgleich (darunter drei Blocks) zum 11-11. Doch wieder schlichen sich einfach zu viele Fehler im Angriff ein, und auch im Aufschlag kaum noch zu wenig (16-20). Trotz der Hereinnahme von Sebastian Schwarz (für Christian Fromm) änderte sich nichts am Ergebnis. Die bulgarische Auswahl gewann Durchgang eins mit 25-19. 
 
Auch im zweiten Satz zeigte sich die DVV-Auswahl kaum verbessert und schenkte gleich zu Beginn einfache Punkte mit Fehlaufschlägen her (7-8). Auch wenn der Spielstand auf einen engen Schlagabtausch hindeutete, hatte man nicht das Gefühl, dass die deutsche Mannschaft wirklich im Spiel war. Zu einfache Fehler in allen Elementen brachten Bulgarien nach einem Ass zum 21-18 auf die Siegerstraße (25-23). Mit einem Wechsel auf der Liberoposition (Tille für Steuerwald) starteten die DVV-Männer in den dritten Durchgang, der auch erfolgreich begann (10-6). Doch mit einem weiteren Ass von Nikolov war die deutliche Führung wieder dahin (12-13). In einer spannenden Endphase, in der den deutschen Spielern noch der Ausgleich gelang (23-23), sorgte ein Aufschlagfehler für den ersten Matchball, ein bulgarischer Block entschied schlussendlich die Partie und ließ die ausverkaufte Halle vor Freude explodieren. 
 
Bundestrainer Vital Heynen: „Wenn man zweimal klar gegen Bulgarien verliert, dann hatten wir einfach nicht das Niveau, um bei dieser EM eine Medaille zu holen. Es wurden in jedem Bereich einfach zu viele Fehler gemacht, daher haben wir nicht gut gespielt und nicht das gezeigt, was wir eigentlich können. Jetzt sind noch drei Monate Zeit, um uns bis zur Olympia-Qualifikation zu verbessern. Natürlich hätte ich hier gerne eine Medaille geholt, um auch ein besseres Gefühl im Hinblick auf die Qualifikation in Berlin zu bekommen.“
 
Denis Kaliberda: „Wir haben zu viele Fehler gemacht, ich muss auch besser spielen, wenn wir gewinnen wollen. Ich habe es nicht geschafft, meine Leistung zu bringen und nehme das auch auf mich. Normalerweise hilft es, dass man vor so einem Publikum spielt. Heute war das leider wieder nicht der Fall.“
 
Sebastian Schwarz: „Wir haben das gesamt Turnier über nicht unsere Leistung gebracht und nicht zu unserer Form gefunden. Das reicht dann auch einfach nicht, um weiter zu kommen. Bulgarien war heute besser und hat verdient gewonnen.“
 
Quelle: DVV



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