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Mit guten Leistungen trotzten BaWü-Teams dem Wind an der Küste

Die BaWü-Delegation um Landestrainer Sven Lichtenauer und Michael Mallick reiste am vergangenen Wochenende zu einem sehr hochklassig besetzten Bundespokal-Turnier ins Schleswig-Holsteinische Damp. Erwartungsgemäß windig, teilweise verregnet, aber auch sonnig spielten die Landesauswahlmannschaften bei allen Witterungsbedingungen um den Titel des Bundespokalsieges Beach 2015. Mit zwei fünften Plätzen, einem 9. und 20. Platz kehrten die vier BaWü-Teams aus Damp zurück.

Team BaWü – Sara Marjanovic, Felix Roos, Emily Roos, Marian Epple, Lena Günther, Daniel Schlipf, Anna Schupritt, Philipp Oster, Hanna Arnholdt, Daniel Schön, Pia Buttgereit und Boris Deininger (Foto: Andreas Burkard)
 
Die meisten der Teilnehmer/innen des BuPo haben sich letzten November zur Nationalmannschaftssichtung in Kienbaum präsentiert und seitdem auf Sand und Halle trainiert und gut vorbereitet. Erstmals nahmen an diesem vor Jahren etablierten Bundespokal im Sand alle Landesverbände teil, so dass leider nur zwei Baden-Württembergische Teams pro Geschlecht teilnehmen durften. Für die Mitgereisten Nachrücker Sara Marjanovic/Pia Buttgereit und Daniel Schön/Philipp Oster bedeutete dies, dass sie Trainingseinheiten in der Vorbereitung und Trainingsspielen gegen weitere Nachrücker vor Ort nutzen konnten. Doch weiterhin unterstützten sie die beiden Co-Trainer Eckhard Bay und Andreas Burkard bei der Gegnerbeobachtung vor Ort tatkräftig.

Lernen und Überraschen
Unter diesem Motto starteten Anna Schupritt und Emily Günter als zwei Jahre Jüngere ins Turnier der Großen. Wenig beeindruckt von den teilweise sehr groß gewachsenen Gegnerinnen konnten sie sehr erfolgreich - mit deutlichen Siegen über Bremen (15:5, 15:11) und Mecklenburg Vorpommern (15:6,15:5) - ins Turnier starten. Nur gegen die Mädels aus Nordrhein-Westfalen mussten sie sich ebenfalls deutlich mit 0:2 (5:15,7:15) geschlagen geben. Im anschließenden Zwischenrundenspiel gegen Nordrhein-Westfalen 2 (Hoja/Müller) konnten die beiden Jüngsten leider nicht die entscheidenden Akzente setzen. Besonders Hoja war es, die auf der Gegenseite durch besonders große Ballsicherheit und Übersicht immer wieder gut platzierte Angriffe entschärfte und ihrerseits verwandeln konnte. Durch dieses 9:15, 10:15 verpassten Anna und Emily leider die Qualifikation für den Double-out Baum der Plätze 1-16. 
 
In den weiteren Spielen im zweiten „Baum“ konnten sie sich mit drei Siegen, bei nur einer Niederlage, für das „Halbfinale“ und somit für die besten 20 Plätze qualifizieren. Bei böigem Wind konnten Anna und Emily ihre Erfolgsserie jedoch nicht fortsetzen und mussten sich leider mit 0:2 dem Team aus Sachsen-Anhalt geschlagen geben. Letzten Endes steht für die beiden Youngsters der gute 19 Platz (von 32 Teams) zu Buche.
 
Das Team BaWü I Lena Günther und Hanna Arnholdt wollten beim Bundespokalturnier ihrer Altersklasse hoch hinaus. Und konnten sich an den ersten beiden Tagen nahezu souverän durch die Konkurrenz schlagen. Besonders im Aufschlag überzeugten beide Auswahlspielerinnen. Dabei gelang Hanna, durch sehr gezielte Aufschläge und Lena durch (für diese Altersklasse ungewohnt) konstante Sprungaufschläge gegen den Wind - der notwendige Aufschlagdruck. Doch auch im Spielaufbau wussten die beiden bei ihren Siegen über Bremen, Nordrhein-Westfalen II und Mecklenburg-Vorpommern zu überzeugen. So mussten sie in der Gruppenphase nur in einem Satz mehr als 10 Gegenpunkte hinnehmen und qualifizierten sich sicher für die Runde der besten 16 Teams Deutschlands.
 
Im Double-Out Baum konnten sich Lena und Hanna mit Siegen über Barke/Barke (Niedersachsen II) und Barthoholme/Greskamp (Thüringen) bis zur wetterbedingten Spielunterbrechung am Samstag ungeschlagen bis zu Platz 5 vorspielen. Im Viertelfinale folgte dann in einem heiß umkämpften Spiel die erste Niederlage 1:2 (19:17, 10:15, 12:15) gegen die späteren Finalteilnehmer aus Niedersachsen (Luker/Viehmann). Die zweite Chance auf den Einzug ins Halbfinale folgte für die beiden BaWü-Mädels am Sonntagfrüh auf dem Center-Court. Gegen die für die Europameisterschaften nominierte Blockspielerin Cyris mit Abwehrspezialistin Schultz aus Sachsen-Anhalt entstand ein wahrhafter Krimi. Lena Günther konnte in diesem Spiel im Blockspiel überzeugen und einige Schläge entscheidend entschärfen oder gar zu eigenen Punkten verwandeln.  Letzten Ende mussten die Löwinnen sich in beiden Sätzen nur sehr knapp geschlagen geben 0:2 (14:16, 17:19) und landeten auf einem erfolgreichen 5. Platz.
 
Nur gegen Halbfinalteilnehmer unterlegen
Das männliche BaWü Team II Felix Roos und Daniel Schlipf starteten erfolgreich in die Vorrunde und konnten mit drei Siegen bei starkem Wind durch ihre Ballsicherheit und gut gesetzten Shots überzeugen. Gerade im Spiel gegen die Lokalmatadoren Klaua/Rüterhenke (Schleswig Holstein I) konnten sie vor zahlreichen Zuschauern in der Damp-Aena überzeugen. Mit 16:14, 15:13 konnten sie beide Sätze knapp für sich entscheiden und somit den Gruppensieg perfekt machen. Durch diesen Erfolg konnten die beiden Mallick-Schützlinge sich frühzeitig für die Runde der besten 16 qualifizieren. Dort starteten Sie mit einem weiteren ungefährdeten Sieg über Moede/Theel (Sachsen-Anhalt). 
 
Doch schon im zweiten Spiel des Winenerbaums folgte nun die Partie gegen die favorisierten Burggräf/Werner aus Thüringen. Dabei konnten sie beim 10:15, 12:15 den späteren Turniersiegern besser entgegenhalten, als dies der Spielstand ausdrückt. Nach diesem guten Spiel war klar, dass man sich nur noch über die Looser-Runde weiter nach oben spielen kann. Doch mit den beiden groß gewachsenen Lehmann/Lohrentz (Sachsen I) standen wiederum zwei starke Gegner gegenüber. Im ersten Satz legten Daniel und Felix los, wie die Feuerwehr. Mit platzierten Aufschlägen zwischen die beiden Gegner und mit viel Druck im Angriff konnten sie die beiden Sachsen oftmals in Bewegung halten und daran hindern einen guten Spielaufbau hinzubekommen. Im zweiten Satz drehte sich jedoch das Spiel. Auch, weil es nicht mehr gelang, den gegnerischen Angriff durch ausreichend druckvolles Spiel frühzeitig zu stören. Mit 1:2 (15:9, 8:15, 12:15) mussten sich Felix und Daniel letzten Endes den späteren Halbfinalteilnehmern geschlagen geben. Das Endergebnis von Roos/Schlipf ist ein toller 9. Platz. 
 
Knapp gescheitert
Auch das Team BaWü I Boris Deininger und Marian Epple starteten souverän durch die Gruppenphase. Mehrmals lautete das herausragende Satzergebnis 15:8, wobei Boris und Marian in der gesamten Gruppenphase selbst gegen die späteren Halbfinalteilnehmer nur einmal 10 Gegenpunkte innerhalb eines Satzes abgeben mussten. Mit diesem 1. Gruppenplatz in der Tasche stand die direkte Qualifikation für die Plätze 1-16 zu Buche. Am Samstagmorgen starteten sie gegen die sprunggewaltigen Nationalspieler Lübke/Schneider aus Nordrhein-Westfalen mit einem verdienten 2:0 (15:12,15:6). Zur Qualifikation unter die besten sechs Teams mussten die beiden gegen die mittlerweile besser eingespielten Schleswig-Holsteiner (Klaua/Rüterhenke) gewinnen. 
 
Mit absolut fehlerfreiem Spiel konnten sie den ersten Satz noch mit 15:5 deutlich für sich gestalten. Doch dann drehten die beiden Norddeutschen auf und konnten den einen oder anderen Angriff der beiden BaWü´ler ablaufen. Trotz des guten Starts in den zweiten Satz konnten sie diesen leider nicht für sich entscheiden und mussten nach einem knappen 14:16 in den entscheidenden dritten Satz starten. In einem spannenden Tie-Break auf dem Center-Court konnten Boris und Marian, vor den Augen der mitfiebernden Zuschauern, das Spiel mit 19:17 für sich entscheiden.
 
Den Einzug ins Halbfinale über die Winnerrunde verpassten die beiden denkbar knapp. Gegen die schon im letzten Jahr erfolgreichen Sagstetter-Brüder aus Bayern konnten sie sehr lange Paroli bieten und mussten sich nur mit minimalen Abstand 17:19, 13:15 geschlagen geben. Die zweite Chance auf den Einzug ins Halbfinale hatten Deininger/Epple am Sonntagmorgen gegen die bekannten Sachsen, die sie noch in der Gruppenphase deutlich bezwingen konnten. Doch an diesem Morgen gestalteten Lehmann/Lorentz das Spiel ausgeglichener und zeigten vor allem im Element Annahme eine deutlich bessere Leistung. Durch die große Nervosität kamen die bis dahin sehr stark aufspielenden BaWü´ler dieses Mal nicht zu ihrer Höchstleistung und mussten sich mit 0:2 (10:15, 15:17) geschlagen geben. Mit einem starken 5. Platz musste sich somit auch das letzte baden-württembergische Team aus den erwartet spielstarken Teilnehmerfeldern verabschieden.
 
Landestrainer Lichtenauer resümierte: „Ich bin mit den gezeigten Leistungen unserer Schützlinge sehr zufrieden. Ich denke, dass alle Spieler und Spielerinnen wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht haben und sich bei schweren Bedingungen sehr gut verkauft haben.“

Andreas Burkard



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