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Silber und Bronze für ARGE BaWü beim Bundespokal

Mit zwei Medaillen für die ARGE-Teams ist der Bundespokal in Ibbenbüren zu Ende gegangen. Die U18-Mädels von Landestrainer Sven Lichtenauer unterlagen erst im Finale der favorisierten Auswahl aus Nordrhein-Westfalen knapp mit 1:2 und sicherten sich so nach einem starken Turnier die Silbermedaille. Die Jungs von Landestrainer Michael Mallick mussten nach hartem Kampf im Halbfinale, im wohl besten Spiel des Turniers, dem Team aus Mecklenburg-Vorpommern den Vortritt lassen, durften sich am Ende aber über Bronze freuen.


 
Auftakt nach Maß
Gut sortiert und konzentriert begann die weibliche U18-Auswahl von Landestrainer Sven Lichtenauer gegen das junge Team aus Sachsen-Anhalt, bei dem etliche Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs zum Einsatz kamen. So war die BaWü-Auswahl in allen Spielelementen überlegen. Lichtenauer nutze die Chance auch den Wechselspielerinnen Spielpraxis zu verschaffen. Am Kräfteverhältnis auf dem Feld änderte das nichts und so ging das Match mit 25:16 und 25:11 an das ARGE-Team.

Im zweiten Match des Tages revanchierte sich die Mädels aus Baden-Württemberg dann beim östlichen Bundesnachbarn für die Niederlage beim Bundespokal im Vorjahr. Dort musste sich die ARGE trotz gutem Spiel am Ende den Bayerinnen mit 0:2 geschlagen geben. Diesmal sollte es besser laufen und so begann BaWü motiviert und engagiert. Immer wieder sorgten die Aufschläge von Lena Große-Scharmann für Problemen in Bayerns Annahme. Im Zuspiel setzte Julika Hoffmann ihre Angreiferinnen variabel ein, so dass Lilli Werscheck und Julia Wenzel auf den Außenpositionen für viel Druck sorgten. Nach anfänglichem Rückstand kam Bayern zwar zwischenzeitlich nochmal etwas heran, musste sich zum Satzende aber mit 18:25 deutlich geschlagen geben. Den Start in den zweiten Durchgang verschlief die ARGE zunächst und zeigte Unsicherheiten in der Annahme. Doch die stabilisierte sich nach dem 3:7 Rückstand und so folgte schon beim 11:11 der Ausgleich. Auch danach blieb BaWü am Drücker. Die Feldabwehr um Libera Sophia Bodlée hatte sich nun besser auf Bayerns Angreiferinnen eingestellt und im Block packten Merle Weidt und Antonia Steinbach kräftig zu. Schritt für Schritt baute BaWü den Vorsprung aus und sicherte sich nach dem 25:15 Satzgewinn auch das Match mit 2:0. Lichtenauer zeigte sich zufrieden von der Leistung seiner Mädels. "Wir hatten einen guten Start ins Turnier und haben dann gegen Bayern konsequent den Druck in Aufschlag und Angriff hoch gehalten," sagt der Trainer.


 
Ebenfalls makellos fällt die Bilanz am ersten Tag bei den U19-Jungs aus. Im ersten Spiel gegen Sachsen-Anhalt gelang der ARGE ein konzentrierter Turnierauftakt. Vor allem Diagonalspieler Marius Hauser war mit einer bestechenden Angriffsquote unterwegs und vom Gegner kaum zu stoppen. Das gelang den Mittelblockern Adrian Schuhmacher und Johannes Schief dafür mit den Angriffen der SA-Auswahl umso besser und so ging der erste Satz mit 25:13 an BaWü. Am Gesamtbild änderte sich im zweiten Durchgang nichts. Am Ende stand nach dem 25:10 der 2:0 Matchgewinn. Deutlich höher hingen die Trauben gegen Niedersachsen. Weil das Team sein erstes Spiel gegen Hamburg verloren hatte, musste nun ein Sieg gegen die ARGE her, um noch Chancen auf den Gruppensieg zu haben. Entsprechend umkämpft ging es zur Sache. Die BaWü-Jungs knüpften an die gute Leistung im vorigen Spiel an und agierten im ersten Satz weiter auf hohem Niveau. Das wurde mit dem 25:19 belohnt. Ein Leistungsabfall kam dann im zweiten Abschnitt der Partie und so blieb es bis in die Schlussphase ausgeglichen. Dass Niedersachsen einen möglichen Satzgewinnn nicht verbuchen konnte, lag am stabilen Sideout-Spiel der ARGE-Jungs. Hier tat sich auf der Diagonalposition vor allem Oliver Hein hervor, der mit cleveren und sicheren Angriffen für die wichtigen Punkte auf dem Weg zum 25:23 sorgte.
 
Im dritten Spiel des Tages ging es gegen Hamburg. Ein Gegner, vor dem Mallick seinen Schützlingen Respekt eingeschärft hatte. "Hamburg hat auf Außen und Diagonal drei starke Angreifer, die sehr hoch und hart abschlagen können. Darauf mussten wir uns einstellen," so Mallick. Das gelang seinem Team. Moritz Rauber kratzte in der Abwehr immer wieder starke Angriffe vom Boden. Am Netz avancierte BaWüs Sven Winter zum Top-Scorer mit zehn Punkten aus elf Angriffen. Nach 25:17 und 25:18 stand auch hier der 2:0-Sieg für die ARGE fest. Entsprechend zufrieden war der Landestrainer. "Wir haben heute sehr fokussiert angefangen und dabei unser Leistungspotenzial abgerufen", freute sich Mallick über die Vorstellung seiner Jungs.
 
Bundestrainer Vital Heynen zu Gast
Prominenten Besuch bekamen die deutschen Volleyballtalente am Freitagnachmittag. Bundestrainer Vital Heynen ließ es sich nicht nehmen, einen genaueren Blick auf den Nachwuchs zu werfen. Dass seine Nationalmannschaft am Abend zum Länderspiel gegen die Slowakei in Münster erwartet wurde, hielt ihn davon genau so wenig ab, wie die gut 120 Kilometer, die er vom Trainingslager der Nationalmannschaft in Bochum nach Ibbenbüren fahren musste. "Ich sehe die Jugendspieler sonst nur selten, deswegen versuche ich beim Bundespokalen vorbei zu kommen und mir die Talente in Deutschland anzuschauen", sagt Heynen. Und der Weg nach Ibbenbüren hat sich für ihn offenbar gelohnt. "Es sind eine Menge junge, talentierte Spieler mit viel Potenzial dabei", zeigte sich Heynen erfreut. "Wenn es nur danach ginge, sollte ich meinen Vertrag als Bundestrainer in Deutschland für die nächsten zehn Jahre unterschreiben", fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.


 
Das ist richtig stark - Halbfinaleinzug perfekt
Mit einem überzeugenden Start legten die BaWü-Mädels im ersten Satz des Viertelfinalspiels gegen das Team aus der Landeshauptstadt los. Doch Berlin fing sich schnell, stabilisierte die eigene Annahme und war in der Block- und Feldabwehr nur schwer zu knacken. Nach dem 2:5 glich Berlin beim 10:10 aus und behielt auch danach das Heft mit starken Aufschlägen in der Hand. So wuchs die Führung zwischenzeitlich auf 18:13 an, weil die ARGE-Auswahl mit Ungenauigkeiten in der eigenen Annahme und einem dadurch gut positionierten Berliner Block zu kämpfen hatte. Die Aufholjagd für BaWü läutete dann Julika Hoffmann mit ihren starken Aufschlägen ein. Auch im Angriff lief es danach fast fehlerfrei. Allen voran war es Diagonalspielerin Lena Große-Scharmann, gegen die Berlin einfach kein Mittel fand. Hinzu kamen die Schnellangriffe von Merle Weidt, die mehrfach sicher verwandelte. Der Lohn für den gemeinsamen Kampf war die Führung beim 20:19. Eine kurze Schwächephase zum 22:22 konnte Berlin am Satzende nicht nutzen und so gelang der ARGE schließlich der 25:22 Satzgewinn.
 
Das brachte den BaWü-Mädels zu Beginn des zweiten Abschnitts Sicherheit. So stand es nach dem 2:2 zur ersten technischen Auszeit schon 8:5. Diesen Vorsprung baute die ARGE sogar auf 12:8 aus, bevor eine erneute Schwächephase in der Annahme bei der ARGE das Berliner Team mit 13:12 in Front brachte. Beide Mannschaften lieferten sich in Folgenden einen offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem Libera Sopia Bodlée sich mit einer sicheren Annahmeleistung und starken Abwehraktionen in Szene setzte. Doch Berlin drängte auf den Ausgleich und erzwang ihn schließlich beim 22:22. In der Endphase waren es dann die platzierten Aufschläge von Lilli Werschek und der starke Block vom Merle Weidt und Julika Hoffmann, die die wichtigen Punkte zum 25:22 und damit dem 2:0-Sieg sicherten. Lichtenauer lobte seine Mannschaft für eine starke Leistung in einem schwierigen Spiel. "Endkämpfe erfolgreich zu bestreiten und zu gewinnen ist ein wichtiges Attribut einer Mannschaft. Wir haben heute sehr kämpferisch und emotional agiert, das alles aber in einem geordneten Ablauf gehalten, das ist gut so."
 
Mit dem Team aus Sachsen stand den ARGE-Jungs im Viertelfinale ebenfalls ein starker Gegner gegenüber. Für Mallick war das aber keine Überraschung. "Sachsen hat eine sehr starke Mitte und ist auch auf Außen und Diagonal stark besetzt. Wenn sie ins Laufen kommen können sie sehr viel Druck machen." Das gelang dem SSVB-Team schon von Beginn an, auch weil die Aufschläge der BaWü-Truppe zunächst ohne Wirkung blieben. Zugleich hatten Mallicks Schützlinge mehr Probleme in der eigenen Annahme als in den Spielen zuvor, was aber auch dem guten Service der Sachsen geschuldet war. So lag die ARGE zunächst im Rückstand, konnte sich aber über 13:13 heran kämpfen. Bis zum 18:18 war das Match eine ausgeglichene Angelegenheit mit sicherem Sideout-Spiel auf beiden Seiten. Erst danach machten die druckvolleren Angriffe der BaWü-Jungs den Unterschied. Hier stach besonders Moritz Rauber heraus, der sich in Annahme und Angriff Bestnoten verdiente. Nach dem 22:20 für die ARGE leistete sich Sachsen zudem einige Angriffsfehler und so ging der Satz mit 25:21 an die Mannen aus Baden-Württemberg. Der knapp verlorene erste Abschnitt beeindruckte Sachsens Auswahl nicht. Die Mannschaft agierte in Abwehr und Angriff weiter auf hohem Niveau und machte bei eigenem Service noch mehr Druck. Damit kam BaWü zunächst nicht klar und musste den Gegner von 44: über 7:10 und 12:16 ziehen lassen. Bereits in der Satzmitte forderte Mallick seine Spieler in der Auszeit auf, sich Variationen vor allem in Angriff zu überlegen und das eigene Spiel zu optimieren, um Sachsen in Bedrängnis zu bringen. Das klappte so zogen die Jungs aus Baden-Württemberg beim 19:19 gleich. Doch diesmal behielt der SSVB die Initiative und war auf der Zielgeraden nicht mehr um den Satzausgleich beim 25:21 zu bringen.
 
Mit neuer Aufschlagstrategie agierte die ARGE dann im entscheidenden dritten Satz. "Die Vorgabe an die Jungs war, die einheitliche Strategie zuvor, auf ein individuelles Aufschlagmuster umzustellen, bei dem jeder Spieler seinen Service an den immer wieder variierten Annahmeriegel der Sachsen anpassen sollte", sagte Mallick. Das setze sein Team erfolgreich um. Nach dem 5:3 folgte beim 8:6 der Seitenwechsel. Die BaWü-Jungs wirkten jetzt deutlich sicherer also zuvor. Da lag auch an der nach wie vor sicheren Annahme von Rauber, der viel Raum auf dem Feld abdeckte, um anschließend sogar selbst den Angriff erfolgreich abzuschließen. BaWü-Zuspieler Sascha Kaleck war es, der nach dem 9:6 mit einer Serie starker Sprungflatteraufschlägen den Sachsen endgültig den Zahn zum 15:7 Satzgewinn zog. Mallick sprach von einem hart erarbeiteten und erkämpften Sieg seiner Jungs. "Gegen eine starke Auswahl aus Sachsen können wir froh sein jetzt im Halbfinale zu stehen. Bei der Ausgeglichenheit der Teams in Deutschland ist die sichere Bronzemedaille schon ein echter Erfolg."


 
Halbfinale männlich
Besonders dramatisch verlief das Halbfinale bei den U19-Mannen die sich einer bärenstarken Auswahl aus Mecklenburg-Vorpommern gegenüber sahen. Im ersten Durchgang ergab sich für die ARGE durch Fehler im Angriff früh ein Rückstand, der sich nicht umgehend egalisieren ließ. Beide Teams spielten einen sicheren Sideout, doch BaWü blieb geduldig. Das wurde in der Endphase des Satzes belohnt. Mit fast fehlerfreiem Spiel kamen Mallicks Schützlinge heran. Insbesondere Oliver Hein zeichnete sich in dieser Phase durch sein flexibles und erfolgreiches Angriffspiel aus, bei er immer wieder zwischen harten und überlegt platzierten Schlägen variierte. Am Ende stand der knappe aber verdiente 26:24 Satzgewinn für seine Mannschaft. Mallick war zufrieden. "Wir haben gut serviert und die Jungs haben die Vorgaben gut umgesetzt. Der Block stand dann oft gut. Die halb scharf geschlagenen Bälle haben wir aber erst nach Mitte des Satzes gut im Griff gehabt."
 
Mit einer Führung für BaWü begann auch der zweite Teil der Partie. Die Mannschaft schien das Spiel des Gegners jetzt im Griff zu haben. Erst zwei Netzroller mit dem besseren Ende für VMV brachten die ARGE-Jungs aus dem Rhythmus. "Meine Spieler haben sich geärgert, dass der Vorsprung schmilzt und haben diese eigentlich kaum vermeidbaren Punktverluste nicht einfach abhaken können", resümierte Mallick diese aus seiner Sicht entscheidende Phase des Matches. Tatsächlich bekam der Gegner nun wieder mehr Zugriff aufs Spiel. Zwar ging es ausgeglichen weiter, doch immer wieder bestraften die Jungs aus dem Nordosten auch kleine Fehler der ARGE. In der entscheidenden Phase am Satzende waren es dann die starken Aufschläge des Gegners, die BaWü nicht in den Griff bekam und so ging der Satz mit 23:25 knapp verloren.
 
Spannend und hart umkämpft mit vielen langen Ballwechseln war auch der dritte Durchgang. Zum Seitenwechsel hatten sich die Jungs aus Mecklenburg-Vorpommern eine minimale Führung erspielt. Mit großem Kampfgeist und vollem Einsatz egalisierte BaWü schließlich zum 13:13 den Rückstand, war dann aber im entscheidenden Moment im Sideout minimal schwächer. Am Ende war es ein einfacher Blockpunkt, der den Unterschied ausmachte und die schmerzhafte 13:15-Niederlage für BaWü besiegelte. "Für mich war es das Match mit dem besten Niveau im ganzen Turnier. Am Ende entscheiden eben zwischen zwei gleich starken Mannschaften einfach Kleinigkeiten, fasste Mallick das Ergebnis zusammen, der mit der Bronzemedaille für seine Jungs zufrieden war.
 
Halbfinale weiblich
Im Halbfinale der ARGE-Mädels kam es zu einer Neuauflage des Gruppenspiels gegen die Landesauswahl aus Bayern. Dem Team aus dem Südosten waren die Schützlinge von Lichtenauer bereits am Freitagnachmittag auf dem Feld gegenüber gestanden. Dort hatte sich BaWü gegen den Dauerrivalen überraschend deutlich mit 25:18 und 25:15 durchgesetzt. Für Lichtenauer umso mehr ein Grund, von seinem Team volle Konzentration und Einsatz zu fordern. "In einem Turnier gegen die gleiche Mannschaft zweimal zu spielen ist, vor allem nach klarem Sieg im ersten Duell, nicht ganz leicht. Diesmal geht es ums Ganze und entsprechend fokussiert wollen wir das angehen", sagte Lichtenauer. Das klappte insgesamt gut, auch wenn es immer wieder stärkere und schwächere Phasen auf beiden Seiten gab. So wechselte die Führung mehrfach und so gelang es bis zum Satzende keiner Mannschaft, sich den entscheidenden Vorsprung zu erarbeiten. Zum Satzende hin wurden die Ballwechsel immer härter umkämpft und manche durchaus korrekte Entscheidung des Schiedsgericht traf nicht bei allen Fans beider Seiten auf Verständnis. Beide Teams mussten einen Satzball abwehren, bevor die BaWü-Mädels sich am Ende mit dem durchschlagstärkeren Angriffspiel per 28:26 durchsetzten.
 
Der zweite Abschnitt war zwar dem Ergebnis nach klarer, aber in seinem Verlauf keinesfalls eine einseitige Angelegenheit. BaWü erspielte sich mit Vorteilen im Angriff und Block immer zwar eine kleine Führung, doch jeder Fehler und jedes Nachlassen im Angriffsdruck wurde umgehend bestraft. Nach und nach erarbeitete sich die ARGE einen Vorsprung, der auch trotz einiger unnötiger Fehler in der Schlussphase nicht mehr einzuholen war. Der Satz ging mit 25:20 an das BaWü-Team, das danach ausgelassen den Einzug ins Finale feierte.


 
Finale weiblich
Dort wartete mit Nordrhein-Westfalen der erwarte Turnierfavorit, der zuvor gegen Mecklenburg-Vorpommern voll gefordert war, sich aber schließlich in zwei spannenden Sätzen durchsetzte. Gegen die WVV-Auswahl, die mit mehreren Jugendnationalspielerinnen, darunter Hannah Orthmann auf Diagonal, Esther Spöler in der Mitte und Pia Leweling auf Außen vor allem im Angriff und Block stark besetzt war, gab es von Lichtenauer beim Aufschlag eine klare Vorgabe. "Die Mädels sollten aggressiv servieren und Fehler in Kauf nehmen, damit wir nicht von der Angriffskraft des WVV überrollt werden." 

Nach anfänglicher Führung der ARGE ging es beim 8:7 für NRW ausgeglichen in die erste technische Auszeit ging. Danach leistete sich die BaWü-Auswahl etliche Annahmefehler und konnte aus dem eigenen Spiel nicht mehr genug Druck aufbauen um das Angriffspiel des Gegners zu stören. Dennoch griff die Aufschlagtaktik und so offenbarte auch NRW immer wieder Annahmeschwierigkeiten. Letztlich blieb es aber dabei, dass BaWü vor allem im Außenangriff zu wenig Punkte machte und auch der Schnellangriff nicht so effektiv war wie sonst. So ging der Satz ungefährdet mit 25:20 an den WVV. Trotz Satzverlust hatten die ARGE-Spielerinnen nun gemerkt, dass sie besser dagegenhalten konnten als erwartet. Und so steckte BaWü nie auf, sondern nutzte konsequent die sich immer wieder bietenden Chancen. Als dann NRW vermehrt Fehler produzierte war der Vorsprung beim 23:20 auf einmal dahin. Mit starken Aufschlägen und ohne Fehler im Angriffspiel machte die ARGE jetzt Druck und zog ohne weiteren Punktverlust zum 25:23 Satzgewinn vorbei.


 
Im entscheidenden Tiebreak brachte das den ARGE-Mädels aber keine Stabilität. Vor allem die Annahme wackelte erneut und so stand es beim Seitenwechsel schon 2:8 aus BaWü-Sicht. Kaum Punkte aus eigenen Angriffen und ein hoher Anteil an Eigenfehlern machten es dem Gegner leicht. Entschieden war aber noch nichts, denn Aufgeben war keine Option für BaWü und so wurde der gemeinsame Kampf vor allem in den Abwehraktionen belohnt. Hinzu kamen erneut gute Aufschläge und Probleme damit umzugehen auf Seite der WVV-Mädels. Beim 11:12 war die ARGE fast wieder dran, verlor dann aber den Faden. Hier hätte dem Spiel vielleicht der eine oder andere technische Pfiff des ansonsten souveränen Schiedsgerichts gut getan. Beide Mannschaften gaben vor allem in den Abwehraktionen jetzt alles und es ergaben sich lange und spannende Ballwechsel. Nach einem Aufschlagfehler von BaWü war die Vorentscheidung zum 13:11 und später dem 15:2 für den WVV gefallen, der sich damit den Titel des Bundespokalsiegers 2015 sichert.
 
Dazu einen herzlichen Glückwunsch an die Mädels aus NRW. Ebenfalls gratulieren wir den Jungs vom VMV zum Titel in der männlichen Konkurrenz.
 
Auch wenn sowohl den Jungs, als auch den Mädels nach ihren Niederlagen im Halbfinale bzw. Finale verständlicherweise zunächst Enttäuschung in den Gesichtern zu lesen war, wich diese schnell der Gewissheit, zum Ende der eigenen Landeskaderausbildung nochmal einen tollen Erfolg mit dem Team eingefahren zu haben. Mit der Silber- und Bronzemedaille belegt die ARGE in der Teamwertung (männlich und weiblich zusammen) den zweiten Platz hinter Mecklenburg-Vorpommern (Dritter Platz weiblich, erster Platz männlich).
 
BaWü (w): Sophia Bodlee, Jenny Böhler, Alessia Di Rosa, Lena Große-Scharmann, Lena Günther, Julika Hoffmann (alle MTV Stuttgart), Pauline Kemper (TG Biberach), Toni Kopp (VC Mönsheim), Antonia Steinbach (MTV Stuttgart), Merle Weidt (VC Offenburg), Julia Wenzel, Charlotta Werscheck (MTV Stuttgart)
 
BaWü (m): Marius Hauser (TV Rottenburg), Oliver Hein (FT 1844 Freiburg), Sascha Kaleck (VfB Friedrichshafen), Tim Knaus (SSV Wilhelmsdorf), Robin Leber (TV Rottenburg), Moritz Rauber (VfB Friedrichshafen), Johannes Schief (TV Rottenburg), Mario Schmidgall (VfB Friedrichshafen), Peter Schnabel, Adrian Schuhmacher (beide FT 1844 Freiburg), Tin Tomic (MTV Ludwigsburg), Sven Winter (FT 1844 Freiburg)
 
Bericht und Fotos: Malte Missoweit 



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