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Allianz MTV Stuttgart flattern die Nerven

Beide Mannschaften hatten sich am Samstagabend Einiges vorgenommen: Die Gastgeberinnen von Allianz MTV Stuttgart wollten mit den heimischen Fans im Rücken in der Finalserie gegen Dresden ausgleichen, sich für das verlorene Spiel am letzten Sonntag revanchieren und das Rennen um die Meisterschaft so offen wie möglich halten.

„Es ist weiterhin alles drin für uns“, gab Kapitänin Kim Renkema in der letzten Woche noch die Richtung für ihr Team vor. Die favorisierten Dresdnerinnen ihrerseits wollten mit dem zweiten Sieg in der Best-of-5-Finalserie schon an diesem Abend den entscheidenden Schritt in Richtung Meistertitel machen, erklärte Trainer Alexander Waibl wenige Tage vor dem Spiel: „Wir haben viel zu gewinnen und das ist eine Ausgangslage, die wir nutzen wollen.“ Die über 2000 Fans in der ausverkauften Halle hielten sich mit ihrer bereits berühmt-berüchtigten und ebenso lautstarken Unterstützung auch an diesem Abend nicht zurück und versuchten ihrem Team immer wieder Flügel zu verleihen. Nach dramatischen Schlussminuten konnten sich jedoch die 80 mitgereisten Fans aus Dresden mit ihrer Mannschaft über einen  3:1(13:25; 16:25; 25:19; 23:25)-Sieg freuen, während Stuttgart durch diese bittere Niederlage für das dritte Spiel am kommenden Mittwoch (29.4. um 19.30 Uhr) in Dresden nun unter Zugzwang steht.
 
Schon im ersten Satz zeigte sich, wer der nervlichen Belastung besser gewachsen sein sollte. Der DSC-Zug nahm sofort Fahrt auf und überrollte die Gastgeberinnen in eigener Halle, die zunächst überhaupt nicht ins Spiel fanden. Dresden ging, zusätzlich gestärkt durch die wieder genesene Michelle Bartsch im Angriff, direkt mit 4:0 in Führung. Stuttgart wirkte unkonzentriert und überfordert, der erste eigene Punkt gelang erst zum 2:8 durch einen Angriff von Renkema (der erste Punkt zum 1:5 war ein verschlagener Aufschlag der Dresdnerinnen). Doch weiterhin gelang es Renkema & Co. nicht, den Dresdner Schnellzug auszubremsen. Nach nur 22 Minuten ging der erste Satz nach einem Angriff von Renkema ins Seitenaus dann auch deutlich mit 13:25 an die Gäste.
 
In Satz zwei gelang es Allianz MTV Stuttgart zu Beginn mitzuhalten und bei 7:8 an Dresden dran zu bleiben. Das war jedoch nicht nach dem Geschmack des Dresdner Starensembles bestehend aus Lisa Izquiedro, Kristina Mikhailenko, Jaroslava Pencová und Michelle Bartsch, die von ihrer Zuspielerin Molly Kreklow meisterhaft mit Angriffsbällen versorgt wurden. Und so konnte Stuttgart, zudem aus dem Takt gebracht nachdem Kapitänin Renkema erst das Spielfeld und dann in Begleitung des Mannschaftsarztes auch die Halle verließ, nur zusehen, wie die Angriffsmacht weiter zu schlug und sich mit Satzgewinn zwei (16:15) in die deutlich bessere Ausgangslage an diesem Abend katapultierte.
 
Obwohl es dann keine ausgiebige Pause vor dem dritten Satz gab, schien Stuttgart sich beim Seitenwechsel geschüttelt zu haben und bewies wieder einmal, dass das Team von Trainer Guillermo Hernandez niemals abzuschreiben ist. Weiterhin ohne Renkema, die zwar zwischenzeitlich in die Halle zurückgekehrt war, jedoch wegen gesundheitlicher Probleme auf der Ersatzbank bleiben musste, nahm Stuttgart alle Kräfte und Kampfeslust zusammen, um sich nochmals aufzubäumen. Mit einer 4:0-Führung trug diese Anstrengung auch sofort Früchte. Doch Dresden ließ sich zunächst nicht beeindrucken und glich zum 8:8 wieder aus. Dennoch begann nun die DSC-Auswahl zu wackeln, die Annahme wollte auf einmal nicht mehr gelingen, während die Stuttgarterinnen Punkt für Punkt an Sicherheit und Selbstvertrauen zurück gewannen. Über das 16:12, weitere Blockpunkte von Heather Meyers, Nicole Lindow, Katherine Harms und Micheli Tomazela Pissinato sowie ein Ass von Athina Papafotiou zum 23:19 marschierte Stuttgart dann unbeirrt zum Satzgewinn und 1:2 Ausgleich. Die ausverkaufte SCHARRena war nun wieder voll da und glaubte an die Wende, die ihr die Team in dieser Saison schon so oft geschafft hatte.
 
Der vierte Satz war an Dramatik kaum zu überbieten. Stuttgart konnte die im dritten Satz aufgenommene Fahrt nicht lange durchhalten. Zwar ging das Team mit 3:0 in Führung, um dann jedoch ohne jegliche Gegenwehr 8 Punkte in Folge an Dresden abzugeben, die dieses Geschenk dankend annahmen und ohne zu zögern zum 9:16 durchmarschierten. Doch wieder kam Stuttgart, beflügelt von den eigenen Fans, und erkämpfte sich mit einem Blockpunkt vor der tobenden SCHARRena sogar den Ausgleich zum 21:21. Was für ein Krimi! Nun war wieder alles möglich! Doch dann folgten dramatische Schlussminuten: Nach dem Ausgleich zog Stuttgart an Dresden vorbei zum Spielstand von 23:21. Der Aufschlag von Stuttgarts Athina Papatotiou dann wurde vom Schiedsrichter aus gegeben, Trainer Hernandez glaubte diesen jedoch auf der Linie gesehen zu haben und konnte seine Emotionen in dieser entscheidenden Spielphase nicht zurückhalten. Zuvor bereits mit gelb verwarnt, entschied der Schiedsrichter Hernandez Protest mit rot zu ahnden. Dies bedeutet einen zusätzlichen Punktgewinn für Dresden und damit einen Spielstand von 23:23. Begleitet von dem lautstarken Unmut der Fans, fehlte dem Stuttgarter Team nun die nötige Konzentration, die Aufholjagd zu Ende zu führen. Dresden nutzte im Tumult seine Chance und sicherte sich mit dem Satzgewinn den 3:1-Sieg. „Ich bin schon enttäuscht, dass wir vor dieser tollen Kulisse hier heute Abend nicht die Wende geschafft haben, um zu gewinnen“, gab Zuspielerin Mareike Hindriksen nach dem Spiel zu. „Aber es ist auch noch alles möglich und noch nicht das Ende unseres Traumes“, blickte Trainer Hernandez nach dem Spiel auf die kommende Begegnung in Dresden am Mittwoch, 29. April 2015 um 19.30 Uhr.

Das Team von Trainer Waibl kann in diesem Spiel das Rennen um die Meisterschaft entscheiden. Gelingt Stuttgart der Sieg, kommt es am Samstag, 2. Mai 2015 um 19.30 Uhr im vierten Duell in der Porsche-Arena zu einem weiteren Aufeinandertreffen.

Quelle: Allianz MTV Stuttgart



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