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DVV-Pokalfinale: Stuttgart und Friedrichshafen fahren nach Halle!

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01.03.2015 DVV-Pokalfinale
im Gerry Weber Stadion (Halle/Westfalen)

Frauen: Allianz MTV Stuttgart - LiB Aachen
Männer: VfB Friedrichshafen - SVG Lüneburg



Tickets:
Tickets gibt es bereits ab 11 Euro (ermäßigt ab 9 Euro), zudem die Kategorien "Familienkarte" und „Team-/Vereinsbonus“ (dieser ausschließlich telefonisch unter 05201-8180 buchbar).
> Zur Online-Bestellung bei Ticketmaster oder GERRY WEBER

Alle Infos zum DVV-Pokal 2014/15 auf der Extra-Seite www.dvv-pokal.de



Stuttgart auch im DVV-Pokal auf der Überholspur

Das Gerry-Weber-Stadion ist eine Multifunktionsarena in Halle/Westfalen, 1993 ursprünglich konzipiert und erbaut als Austragungsort für ein ATP-Rasentennisturnier. Inzwischen finden hier jedes Jahr auch diverse andere Konzert- und Sportveranstaltungen statt. Für Volleyball-Spitzensportler in Deutschland ist die 12.300 Zuschauer fassende Arena jedoch mehr als nur irgendeine Sport-Location. Das Gerry-Weber-Stadion ist DER „Sehnsuchtsort“ schlechthin – finden hier doch traditionell im März die Frauen- und Herren-Endspiele um den DVV-Pokal statt. Um dorthin zu gelangen, fehlte den Damen von Allianz MTV Stuttgart – nach Siegen gegen Wiesbaden und Schwerin auch in diesem Wettbewerb inzwischen mit dem Ruf eines Favoritenschrecks behaftet – nur noch ein Sieg beim Traditionsclub USC Münster. Keine einfache Halbfinalaufgabe für Stuttgart, möchte man mit Blick auf das knappe Bundesliga-Heimspiel gegen den USC vor zwei Wochen meinen. Es war reichlich Respekt vor dem Gegner vorhanden, ein weiteres enges Duell stand zu befürchten! Doch dann kam im Münsterland alles ganz anders als erwartet.

Beeindruckende 3.024 Zuschauer verliehen der Partie einen ehrwürdigen Rahmen. So viele Besucher hatte der Volleydome am Berg Fidel in Münster seit der Meisterschaft des Teams 2005 nicht mehr gesehen. Und trotzdem wurde es schnell sehr ruhig in der Arena. Warum? Das Team von Trainer Axel Büring fand im ersten Satz überhaupt keine Mittel gegen ein konstant Druck ausübendes Team aus Stuttgart, angetrieben von Kapitänin Kim Renkema. Starke Aufschlagserien von Renata Sandor und Mareike Hindriksen gleich zu Beginn des Satzes brachten die USC-Abwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit, und ließen entsprechend wenig strukturierte Gegenangriffe zu. Zudem bestraften sich die Münsterländerinnen zusätzlich mit Aufschlagfehlern zum jeweils unglücklichsten Zeitpunkt. So war Stuttgart dank zahlreicher Breakpunkte schnell enteilt: 3:8, 8:16 und schließlich 14:21 stand es, wobei die am Ende Punktbeste Katherine Harms schon früh im ersten Satz aufzeigte, dass mit ihr heute zu rechnen sein würde. Eine unaufhörlich kämpfende USC-Kapitänin Ines Bathen konnte am Ende zwar noch zwei Satzbälle abwehren, doch für eine Aufholjagd war es längst zu spät. Mit einem Außenangriff an die Antenne sorgte Münster dann wieder selbst für den Endstand von 17:25.

Im zweiten Satz und mit Alisha Ossowski im Team sollte dann für den USC Münster alles besser werden – wurde es aber nicht. Auch wenn die USC-Außenangreiferin durchaus Akzente setzen konnte, verlief der Satzbeginn deckungsgleich zum ersten Durchgang: Eine Aufschlagserie von Renata Sandor (darunter ein Ass), unterstützt von exzellent vorgetragenen Außenangriffen von Katherine Harms und einer Zuspielfinte von Mareike Hindriksen sorgten aus Stuttgarter Sicht gleich für einen 1:5-Vorsprung. Diesen hielt das Team von Guillermo Hernandez scheinbar mühelos bis zum 9:12, geduldig auf Fehler des USC wartend. Und die Fehler kamen. Nach einem zu langen Aufschlag von Bathen und einem Diagonalangriff knapp ins Seiten-Aus stand es schon bald 10:17, als sich plötzlich und völlig unerwartet Stuttgart eine „Krise“ genehmigte. Münster kam auf 15:18 heran, und es schlug die Stunde von Mittelblockerin Ashley Benson, die allein in dieser Phase vier Punkte für den USC machte. Hernandez brachte Athina Papafotiou auf der Zuspielposition als „wachrüttelnden Impuls“; doch brachte dann vielmehr ein Aufschlagfehler der Münsteranerinnen die aufkeimende Hoffnung der USC-Fans in der Halle beim 18:21 zum Erliegen, ein weiterer zum 22:24 schließlich den Satzball. Diesen verwandelte Micheli Tomazela mit einem leichten Drop-Block, der bei Münster praktisch jeder Spielerin am Netz über die Hand kullerte und schließlich doch zu Boden fiel.

Im dritten Satz schaltete Stuttgart einen Gang zurück und ließ dem USC Münster mit einigen Unkonzentriertheiten alle Möglichkeiten für einen Satzgewinn. Allein – Münster nutzte sie nicht. Und das trotz dauerhafter Führung in Spielabschnitt Nummer 3 bis zum 18:17. Kim Renkema war es auf Stuttgarter Seite, die während des ganzen Satzes beruhigend auf ihre Mitspielerinnen einwirkte und dafür sorgte, dass die Differenz niemals größer als drei Punkte wurde. Vermutlich ahnte sie, dass allein dies heute schon reichen würde, um am Ende in der entscheidenden Phase gegen enttäuschende Münsterländerinnen die Nase vorn zu haben. Und so kam es, wie es kommen musste: Eine knappe und umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung zugunsten von Allianz MTV sorgte für die erste Stuttgarter Führung im dritten Satz (18:19), beim USC für erste Verunsicherung und bei Axel Büring für Zornesfalten auf der Stirn. Mit einem tollen Einzelblock von Renata Sandor und gleich darauf von Nikki Lindow/Athina Papafotiou war der Vorsprung auf zwei Punkte ausgebaut (20:22). Münster drohte danach, doch nochmals aufzukommen – doch Ines Bathens Team scheiterte erneut an sich selbst: Mit einem zu lang abgewehrten Ball, den Kim Renkema direkt am Netz zum Matchball verwandeln konnte (22:24) und einem unnötig zu lang ins Aus geschlagenen Angriffsball gleich darauf hatte sich der USC ein weiteres (und letztes) Mal um den eigenen Lohn gebracht. Und in der Halle war es ähnlich still wie zu Beginn des Matches – mit Ausnahme des jubelnden blauen Spielerinnen-Knäuels auf dem Spielfeld und der rund 40 Stuttgarter Supporter im Gäste-Fanblock, die lautstark den Einzug ins Finale feierten!

Gegner im Endspiel in Halle/Westfalen werden dann am 1. März 2015 die Ladies in Black Aachen sein, die sich mit 3:0 gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg durchgesetzt haben. Dass Stuttgart die Spielstärke von Aachen gleich direkt „beschnuppern“ darf, verdankt das Team dem Bundesliga-Spielplan: Denn schon am kommenden Dienstag, den 30. Dezember (19:00 Uhr) sind die Ladies in Black  in der SCHARRena zu Gast.

Quelle: Allianz MTV Stuttgart



Pokalfinale für den VfB Friedrichshafen

Der VfB Friedrichshafen steht zum vierzehnten Mal in seiner Vereinsgeschichte im DVV-Pokalfinale: am Sonntagabend gewannen sie in der Bühler Großsporthalle gegen den TV Ingersoll Bühl mit 3:1 (25:22, 25:16, 21:25, 25:22) . Vor 1700 Zuschauern und mehr als 100 mitgereisten Häfler Fans lieferten sie eine pokalreife Vorstellung. Als wertvollste Spieler wurden bei Friedrichshafen Diagonalangreifer Adrian Gontariu und bei Bühl Außen-Annahme-Spieler Mark Plotyczer ausgezeichnet.

Das hat geklappt - der VfB Friedrichshafen zieht in das DVV-Pokalfinale 2015 ein (Fotohinweis: Katz)

Der VfB  begann sein letztes Spiel im Kalenderjahr 2014 mit Max Günthör und Nick Vogel über Mitte, Baptiste Geiler und Maarten van Garderen über Außen-Annahme, Diagonalangreifer Adrian Gontariu, Zuspieler Simon Tischer und Libero Jenia Grebennikov und erwischte im winterlichen Bühl einen Kaltstart. Die Bühler setzten die Häfler mit dem Aufschlag unter Druck (3:5, 5:8) und Friedrichshafen brauchte ein paar Bälle, um ins Spiel zu finden. Geiler brachte Friedrichshafen mit einem Ass heran, Gontariu schließlich ließ den VfB mit einer Aufschlagserie vorbeiziehen (9:10, 14:12). Bühl gab nicht auf, holte sich immer wieder das Aufschlagrecht zurück, doch der Gast vom Bodensee baute stetig seine Führung aus und fand auch im Block ein Mittel gegen den Bühler Angriff (20:16, 23:18). Maximiliano Gauna kam im Block für Vogel, Bühl werte zwei Satzbälle ab, doch Friedrichshafen ließ nichts mehr anbrennen (25:22).

Gauna blieb auch zu Beginn des zweiten Satzes auf dem Parkett und der amtierende Pokalsieger auf der Siegerstraße. Ein gut funktionierender Block brachte schnell die Führung und obwohl Bühl ein ums andere Mal starke Aufschläge zeigte, blieb Friedrichshafen vorne (4:1, 8:6). Spätestens jetzt war mehr von den mitgereisten Häfler Fans als von den Bühler Anhängern in der Großsporthalle zu hören. Günthör packte im Dreierblock zu, Gontariu ließ den Block der Bühler alt aussehen und schnell musste Bühls Trainer Ruben Wolochin seine zweite Auszeit nehmen (9:6, 12:7) und wechselte durch. Doch immer öfter war am Häfler Block Schluss (15:8) oder Tischer setzte seine Angreifer Gontariu und Gauna erfolgreich ein (18:11, 20:11). Bühls Michael Mauler ließ bei den Heimfans mit zwei starken Aufschlägen noch einmal Hoffnung aufkommen, van Garderen machte allerdings ganz abgeklärt den Deckel drauf (21:15, 25:16).

Wer Bühl jetzt aufgab, war allerdings schief gewickelt. Zwar setzte Friedrichshafen sich früh vom Gegner ab (6:4, 8:5), doch der Gastgeber wollte seien Traum von Halle so schnell nicht aufgeben und kämpfte um jeden Ball. Bis auf einen Zähler kamen die „Bisons“ dem Titelverteidiger nahe (9:8, 13:12), zogen mit einem Ass zum 13 zu 13 sogar mit den Häflern gleich. VfB-Trainer Stelian Moculescu nahm die Auszeit, beruhigte sein Team und dieses ging in der Folge wieder konzentrierter ans Werk. Geiler legte den Ball in den Bühler Drei-Meter-Raum, ein Bühler Fehler brachte die Führung zur technischen Auszeit (16:14). Von nun an gingen Friedrichshafen und Bühl Kopf an Kopf, die Bühler gingen sogar in Führung (18:19, 19:21). Moculescu musste wieder eine Auszeit nehmen und brachte den Ex-Bühler Vogel zurück ins Spiel. Doch der VfB hatte den Faden verloren, schenkte Bühl mit Fehlern die Punkte und schließlich den dritten Satz ab (21:25)

Die Großsporthalle stand zu Beginn des vierten Durchgangs Kopf, doch der VfB blieb cool. Die Gäste besannen sich wieder auf ihre Stärken, setzten Bühl mit Aufschlägen von Geiler und Gontariu unter Druck (2:0, 7:2) und gingen trotz einiger Wackler in der Annahme mit zwei Punkten Vorsprung in die erste technische Auszeit (8:6). Auch diese Fehler stellte der VfB nun ab, Maximiliano Gauna blockte und Bühl machte zwei leichte Fehler zur Fünf-Punkte-Führung zur technischen Auszeit (16:11). Bühl wechselte am Aufschlag und punktete prompt, Friedrichshafen jedoch legte noch eine Schippe drauf (17:14, 21:15). Bühl erhöhte ein letztes Mal das Risiko und wurde auch belohnt (24:20, 24:22), doch nach einer Häfler Auszeit ließ Maarten van Garderen die Häfler Fans den Finaleinzug im DVV-Pokal bejubeln (25:22).

"Das war ein wirklich gutes Spiel", zeigte sich Moculescu nach dem Sieg zufrieden. "Im dritten waren wir am Ende vielleicht ein bisschen nachlässig - wichtig war aber, dass wir im vierten Satz gut zurück gekommen sind und unsere Außen-Annahme und Diagonale heute eine tolle Leistung gebracht haben."

Quelle: VfB Friedrichshafen



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