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Borger/Büthe werden Deutscher Meister 2014

Das Beachvolleyball-Nationalteam Karla Borger/Britta Büthe vom MTV Stuttgart holt sich seinen ersten Titel und wird in Timmendorfer Strand Deutscher Meister (Fotohinweis: Tom Bloch/pro talents) 
 
Timmendorfer Strand (tob). Karla Borger und Britta vom MTV Stuttgart haben das Finale im Sandkasten direkt an der Ostseeküste gewonnen. Mit 21:17 und 21:18 setzten sich die Vize-Weltmeisterin gegen die Titelverteidigerin Laura Ludwig (Hamburger SV) mit ihrer Interims-Partnerin Julia Sude (VfB Friedrichshafen) durch und holten sich den ersten Titel ihrer Karriere. Danach konnten die beiden alles nur noch in Zeitlupe wahrnehmen, was um sie herum geschah. 
 
TV-Interviews am laufenden Band, Siegerehrung, die obligatorische Raupe aller Teilnehmer durch den Sand des Center Courts, Pressetermine, Autogrammstunden. „Von mir aus kann jeden Tag Timmendorf sein“, sagte Britta Büthe mit Tränen in den Augen. Sie wurde zudem von einer Jury, angeführt von Olympia-Sieger Jonas Reckermann, zur wertvollsten Spielerin ausgezeichnet, „weil sie im Blockspiel überzeugte und am beständigsten aufschlug“, erklärte Reckermann. Karla Borger meinte nur: „Wir wussten, dass wir es können, aber wenn man es geschafft hat, dauert es, bis man es überhaupt realisieren kann“ und erinnerte sich an einer Siegerehrung ihrer Mutter, die 1995 deutsche Vizemeisterin wurde. „Da durfte ich bei der Siegerehrung mit aufs Podium und anschließend bei der Raupe mitmachen. „Aber da war ich noch ein kleiner Schlumpf.“ Jetzt stand sie selbst ganz oben, inmitten der  knallenden Pyro-Technik, im goldenen Konfetti-Regen, in der 16-Flaschen-Sektdusche der teilnehmenden Teams.
 
„Wir haben uns auf uns konzentriert, weil wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können, das ist unser Erfolgskonzept“, meinte die 25-jährige Angreiferin. „Wir sind diese Saison oft ganz knapp geschlagen worden, umso mehr freut es jetzt uns, ganz oben zu sstehen. Das ist unser erster Titel, der wird unvergesslich blieben“, sagte Borger und Britta Büthe ergänzte. „Ganz bestimmt, denn heute wird gefeiert und wird sind Feierbiester.“
 
Der Weg ins Finale:
Donnerstag Abend, 18 Uhr: Die an Position zwei gesetzten Borger/Büthe treffen auf die an Position 15 gesetzten Michaela Henry/Sabine Schulz vom SV Lohhof und machen kurzen Prozess. Mit 21:7 und 21:16 in 35 Minuten war für die letztjährigen Bronzemedaillen-Gewinnerinnen aus Stuttgart das Turnier eröffnet.
 
Freitag morgen, 9 Uhr: Nach einem frühen Live-Auftritt im ARD-Morgenmagazin direkt auf dem Center Court warteten mit Jana Köhler/Anni Schumacher anschließend unangenehme Gegnerinnen auf das Duo vom MTV Stuttgart, denn im vergangenen Jahr setzte es eine knappe Niederlage, die den mühsameren Weg über die Verliererrunde beschied. Aber hellwach und gut drauf setzten sich Borger/Büthe in einem umkämpften Spiel mit 2:0 (21:18, 21:17) durch. Mit diesen zwei Siegen ging es ins Viertelfinale gegen die Titelverteidigerin Laura Ludwig (Hamburger SV) mit ihrer Interimspartnerin Julia Sude (VfB Friedrichshafen). „In dieser Konstellation haben wir noch nie gegeneinander gespielt. Ich freu mich drauf“, meinte Britta Büthe.
 
Freitag, 15 Uhr: Ein Viertelfinale mit Endspielcharakter: Genau diese Konstellation entwickelte sich von der Güte her zum vorgezogenen Endspiel. Hochklassige Ballwechsel, millimetergenaue Aufschläge und taktische Raffinessen führten direkt in den Tiebreak, der selbst in  die Überzeit ging. Erst wehrten die Stuttgarterinnen zwei Matchbälle ab, um sich selbst zwei zu erarbeiten. Diese wurden dann von Ludwig/Sude egalisiert, die ihrerseits den dritten Matchball dann nutzen konnten und 16:21, 21:19 und 18:16 knapp gewannen. „Das ist so ärgerlich, wenn man so eine Chance hat und nicht zugreift“, sagte Karla Borger während Trainer Srdjan Veckov das gute Niveau seiner Mannschaft hervorhob: „Wenn ihre diese Leistung noch einmal abruft, haben wir bei diesem Turnier kein Problem.“
 
Freitag, 18 Uhr: Letztes Spiel des Tages auf dem Center Court in Timmendorfer Strand. Borger/Büthe knackten die an Position fünf gesetzten Teresa Mersmann/Isabel Schneider mit 21:16, 21:10 und ziehen damit ins Halbfinale ein. „Hätten wir aber auch einfacher haben können“, sagte Karla Borger. Nun gut, im Halbfinale sollte es gegen Katrin Holtwick/Ilka Semmler gehen, dem Angstgegner der Saison – gegen die auf Position eins gesetzten vom Seaside Beach Club Essen haben die Stuttgarterinnen in dieser Saison bereits dreimal gespielt und dreimal verloren. „Morgen werden wir uns durchsetzen, morgen sind sie fällig und ich glaube, dass wissen die auch schon“, sagte Karla Borger angriffslustig. 
 
Samstag, 9.20 Uhr: Trainer Srdjan Veckov zog nach dem Aufwärmen kurz vor dem Anpfiff ein erstes Fazit: „Wenn sie realisieren, dass sie eine Siegchance haben, hoffe ich, dass sie den Schalter hierfür finden und rechtzeig umlegen.“ In der Tat, drei Niederlagen in Folge sind offenbar genug – im vierten Aufeinandertreffen in dieser Saison zogen Borger/Büthe souverän durch und schlugen Holtwick/Semmler mit 21:19 und 21:14. Das Erfolgskonzept: „Wir haben uns mehr auf uns konzentriert, auf unser eigenes Spiel“, meinte Karla Borger und Britta Büthe war kurze Zeit völlig perplex, als sie hörte, dass ihre Oma Liesbeth, mit 94 Jahren regelmäßiger Tribünengast in Timmendorfer Strand, vor dem Spiel auf Holtwick/Semmler als neuen Deutschen Meister setzte.
 
Samstag, 13.30 Uhr: Das Finale um die deutsche Meisterschaft ist die Wiederholung des spannenden Viertelfinales. Borger/Büthe gegen Ludwig/Sude, zum ersten Mal in der Geschichte der deutschen Meisterschaften wird das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft live in der ARD übertragen. Dieses Mal gewinnen die Stuttgarterinnen das Duell. Karla Borger und Britta Büthe holen sich den Titel und den Hauptpreis, ein E-Smart im Wert von 23 000 Euro.
 
Nach einer sicherlich langen Feiernacht und einer kurzen Besinnungspause beginnt für die frisch gebackenen Deutschen Beachvolleyball-Meister Karla Borger und Britta Büthe die Vorbereitung für die Stuttgart Beach Open. Erstmals findet in Stuttgart von 11. bis 14. September ein Satellite-Turnier des europäischen Volleyballverbands CEV statt – auf dem Gelände des Olympiastützpunkt Stuttgarts, der Haupttrainingsstätte des Nationalteams aus Stuttgart.

Tom Bloch/pro talents



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