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Bundespokalsieg in Damp - erneutes Double für BaWü-Jungs

2014 ist das Jahr des männlichen BaWü-Kaders. Nach 2010 konnten die BaWü-Jungs erneut den Bundespokal Halle und Beachvolleyball in einem Jahr gewinnen. Nach dem Gewinn der ARGE Auswahl im Juni in der Halle, konnten nun Niklas Stooß und Sven Winter das besondere "Double" beim Bundespokal U17 in Damp perfekt machen. 

Die Medaillengewinner rund um Sven Winter (links) und Niklas Stooß (Fotohinweis: Burkard)
 
Bereits zum sechsten Mal in Folge war das Ostsee Resort Damp Austragungsort des Bundespokal Beach der U17, dem Vergleich der besten Landeskader-Athleten Deutschlands. Mit vier Teams reisten die Landestrainer Michael Mallick und Sven Lichtenauer an die Ostsee: Niklas Stooß/Sven Winter (FT 1844 Freiburg) und Paul Kaltenmark/Mario Schmidgall (TV Rottenburg/VfB Friedrichshafen) bei den Jungen, sowie Alessia Di Rosa/Lena Günther (VC Stuttgart/TV Brötzingen) und Jennifer Böhler/Lilly Werscheck (VC Stuttgart) bei den Mädchen.
 
Kaltenmark/Schmidgall fehlt das Quäntchen Glück
 
Das zweite BaWü-Team Paul Kaltenmark/Mario Schmidgall (TV Rottenburg/VfB Friedrichshafen) startete mit einer 2:0 Niederlage gegen Kotte/Voswinkel in das Turnier. Im zweiten Gruppenspiel gegen das zweite Thüringer Team Orzelski/Stückrad begannen die beiden Jungs furios in den ersten Satz, beim 15:8 ließen sie ihren Gegnern keine Chance. Die Leistung aus dem ersten Satz konnten die beiden jedoch nicht aufrechterhalten und verloren die beiden folgenden Sätze und somit das Spiel mit 2:1. Im letzten Gruppenspiel musste nun unbedingt ein Sieg her um nicht gleich in den Looser Baum zu rutschen. Gesagt getan, beim 15:8 und 15:9 ließen sie ihren Gegner aus Schleswig-Holstein keine Chance. In der ersten Winner Runde wartete das Duo Sagajewski/Thuernagel. Gegen die am Ende fünft platzierten Bremer unterlagen Paul und Mario knapp mit 2:0. In der Looser Runde war die nächste Niederlage nun gleichbedeutend mit dem Ausscheiden. Im nächsten Spiel wartete mit Hinze/John jedoch eines der Favoritenduos auf die beiden. Paul und Mario fanden nie richtig ins Spiel und mussten sich mit 15:8 und 15:11 geschlagen geben. Für Paul und Mario steht am Ende ein 13. Platz zu Buche. Leider hatten sie in den knappen Spielsituationen nicht das nötige Glück, um diese Sätze für sich zu entscheiden. Dennoch haben sie im Verlaufe des Turniers an Spielwitz und Erfahrung gewonnen.

Die BaWü Delegation in Damp: S. Schmitz, M. Mallick, M. Schmidgall, P. Kaltenmark, L. Günter, S. Winter, A. di Rosa, N. Stooß, L. Werscheck, S. Lichtenauer und  A. Burkard (Fotohinweis: privat)
 
Vordere Platzierungen der BaWü-Mädels vom Winde verweht
 
Während der Film "Vom Winde verweht" im Jahre 1940 noch 10 Oscars abräumte, war beim diesjährigen Remake in Damp kein (Film-)preis zu gewinnen. Mit zwei Teams war Ba-Wü in den hohen Norden gestartet, um an die Top-Platzierungen der vergangenen Jahre anzuknüpfen, aber schon mit Ankunft am Strand war klar, dass die Bedingungen die Teams strapazieren würden.   
 
Nach zwei Trainings in "steifer Brise" und gewonnenen Matches gegen Sachsen gingen die beiden Teams Alessia Di Rosa/Lena Günther und Jenny Böhler/Lilli Werscheck motiviert ins Turnier. Trotz großer Probleme mit der Annahme und vor allem dem Zuspiel, gelangen Auftaktsiege gegen Sachsen-Anhalt I und II. Während Alessia und Lena gegen Thüringen verloren aber mit dem weiteren Sieg gegen das Saarland als Zweite in den Winner Baum wechselten, gelang dies Jenny und Lilli sogar als Gruppensieger, denn beide weiteren Vorrundenspiele, gegen Sachsen und Niedersachsen II konnten gewonnen werden.
 
Dann kam der sturmige Sonntag, von morgens ab blies der Wind massiv über die Felder und verblies genauso die Hoffnungen der Beach-Löwinnen. Alessia und Lena erwischten den maximal schweren Turnierweg und mussten zuerst gegen den späteren Turnier-Zweiten Hessen I ran und gleich im Anschluss gegen die Favoriteninnen aus Bayern. Während das erste Spiel recht ausgeglichen verlief und die beiden sogar einen Satzball hatten, den der Wind verwehte, ging im zweiten Satz das Vertrauen in das eigene Können verloren und der Satz wurde mit 15:10 verloren. Gegen das bayerische Favoritenteam Koloseus/Tigler, das durch ein schwaches Spiel in den Looser Baum rutschte, aber später noch Bronze holte, lief dann wenig zusammen und brachte ein schmerzliches 9:15; 4:15. 
 
Jenny und Lilli hatten die große Chance, mit einem Sieg im ersten Play-off Spiel in die einstelligen Platzierungen zu rutschen, fanden aber gegen das Team aus Sachsen-Anhalt nie ins sichere Spiel und verloren 9:15 und 11:15. Und auch der zweite Weg über den Looser Baum ging rasch zu Ende, denn gegen das Team aus Berlin verlor man mit 0:2. 
 
So bleiben am Ende zwei 13. Plätze, die der fehlenden Erfahrung im Sand im Allgemeinen und dem Kampf mit den Bedingungen im Speziellen geschultert sind. Die Erfahrungen in Damp waren grundsätzlich neu und sind jetzt Anreiz für den Fortschritt, den es zu machen gilt. Für Alessia und Lena geht es direkt weiter nach Kiel zur Deutschen Meisterschaft U19 - doch es ist wieder viel Wind vorausgesagt! 
 
Niklas Stooß und Sven Winter feiern Bundespokalsieg
 
... aber leicht war es nicht. Zwar überstanden die beiden Freiburger Jungs ungeschlagen die Gruppenspiele, mussten aber von Anfang an voll da sein. In der Play-Off Runde ging es dann in jedem Spiel an die Grenzen des eigenen Leistungsvermögens. Das erste Spiel gegen das sehr athletische Dresdner Team Hartung/Peemüller gewannen die beiden mit 2:1. Nachdem die sehr ballsicheren Jungs Diwersy/Reinhard aus Rheinland-Pfalz in einem Spiel auf hohem Niveau mit 2:0 besiegt waren, fanden unsere Jungs gegen das an eins gesetzte Bayernteam Klimpe/Kulzer trotz nur knapper Niederlage (-13,11,-12) nie den Zugang zum Spiel. So blieb unseren Jungs am finalen Sonntag nur der aufwendige Weg über die Looser Runde. Und das gleich am Morgen gegen das Favoritenteam Behlen/Sievers vom gastgebenden Verband aus Schleswig-Holstein. In einem hochklassigen Spiel mussten Niklas und Sven wieder über drei Sätze gehen und gewannen am Ende verdient mit 2:1 (15, -14, 7). Mit dem Sieg war der Halbfinaleinzug perfekt. Gegner im Spiel um das Finalticket waren die Thüringer Burggräf/Werner.
 
Für schwache Nerven waren die Spiele der beiden allerdings nicht der richtige Sonntagsausflugtipp. Nach einem schnellen 5:0 Rückstand kämpften sich die beiden bis zum Spielstand von 13:13 Punkt für Punkt heran. Satz 1 ging dank toller Abwehrarbeit und einem erfolgreichen Block an die beiden Thüringer. Mit leicht veränderter Taktik gelang im zweiten Satz eigentlich alles und so musste der Tiebreak über den Einzug ins Finale entscheiden. Es entwickelte sich ein hochspannendes Spiel, das auch im Tiebreak in die Verlängerung ging. Beim Spielstand von 19:18 war es dann so weit. Sven täuscht in der Abwehr die Linie an, erkämpft den Cutshot mit der linken Hand, Niklas spielt aus schwerer Lage einen perfekten Pass und Sven überwindet mit einem wohl dosierten Angriff Block und Abwehr. Der Finaleinzug war perfekt! 
 
Und das gegen Klimpe/Kulzer, gegen die bereits eine 1:2 Niederlage zu Buche stand. Aber aus Fehlern sollte man ja bekanntlich seine Lehren ziehen. Leider ging das Konzept zunächst gar nicht auf. Zu viele eigene Fehler Aufschlag und Angriff, bzw. zu souverän agierende Bayern ermöglichten auch nicht den Hauch einer kleinen Chance. Aber die Taktik war richtig, der Wille groß. Nun stand der Sideout, die Abwehr konnte sich zunehmend einstellen, ein dramatisches Hin und Her, wo letztendlich der Wille auch schwere Bälle abzulaufen, den Zuschlag gab: 18:16 - 1:1. Wieder musste der Tiebreak entscheiden. Aber wie schon beim Bundespokalerfolg in Biedenkopf lief es ab jetzt perfekt. Niklas ohne Fehler im Sideout und Sven holte was eigentlich nicht zu holen war - 15:10 und BaWü wird zum zweiten Male in der Geschichte Bundespokalsieger in Halle und Beach!

Kurz nach dem Gewinn Niklas Stooß (rechts) und Sven Winter auf den Spielersitzen (Fotohinweis: Mallick)
 
"Schade ist, dass sich die Mädelsteams und Schmidgall/Kaltenmark, trotz ihrer teilweise sehr guten Leistungen, nicht weiter nach vorne spielen konnten. Leider konnten sie im entscheidenden Moment den Wind nicht richtig nutzen. Was vor allem dem Damp Erfahrenen Sven Winter (letztes Jahr Platz 7 mit Oliver Hein) und seinem Partner Niklas Stooß sehr gut gelang. Die beiden haben ein grandioses Turnier gespielt und sich in einigen hochklassigen Spielen bewährt", fasste Delegationsleiter Andreas Burkard den Bundespokal 2014 zusammen.
 
Michael Mallick und Sven Lichtenauer



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