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Die Silbermedaille und eine Kuhglocke gewonnen

Wechselbad der Gefühle: Das Beachvolleyball-Nationalteam Karla Borger/Britta Büthe erreicht erstmals ein Finale auf der World Tour, unterliegt dort aber knapp und holt die erste Silbermedaille.
 
Gstaad (tob). Karla Borger/Britta Büthe vom MTV Stuttgart haben das deutsche Traumfinale gegen Katrin Holtwick/Ilka Semmler mit 0:2 (22:24, 16:21) knapp verloren. Noch nie zuvor hat es in der 23-jährigen Geschichte der World Tour ein deutsches Damenfinale gegeben und so stand schon vor dem Duell fest, das ein deutsches Team die Goldmedaille beim FIVB Grand Slam in Gstaad sicher hat.
 
Doch ausgerechnet im Finale, nach einem insgesamt beeindruckenden Turnierverlauf, legten Borger/Büthe ihren bislang  schlechtesten Auftritt an den Tag. „Darüber ärgern wir uns sehr. Aber wir sind stolz darauf, zusammen mit Ilka und Katrin Geschichte geschrieben zu haben“, sagte Karla Borger nach der Siegerehrung. „Wir gönnen den beiden den Turniersieg wirklich.“ Die beiden Nationalteams – derzeit die beiden besten deutschen Damenduos auf der Tour – die sich von gemeinsamen Trainingslagern her sehr gut kennen, haben sich im Finale nichts geschenkt. Im ersten Durchgang hatten Borger/Büthe dreimal die Chance auf den Satzgewinn, doch Holtwick/Semmler nutzten ihrerseits den ersten Satzball zum 24:22. Im zweiten Satz gerieten die Stuttgarter schnell in Rückstand und setzten sich vielleicht ein wenig zu sehr selbst unter Druck. „Wir haben nicht das gespielt, was wir können“, meinte Britta Büthe, die Abwehrspezialistin.
 
Ein Wechselbad der Gefühle: ausgerechnet beim Grand Slam in Gstaad, das Lieblingsturnier der Stuttgarterinnen auf der Tour, wird zum ersten Mal ein World-Tour-Finale erreicht. Und dann versagen im zweiten Satz die Nerven. Und dennoch: die Beständigkeit von Borger/Büthe in dieser Saison ist beeindruckt. Sechsmal bei Turnieren mit der Weltspitze mindestens bis ins Viertelfinale vorgedrungen, nach dem Gewinn der Bronzemedaille vor drei Wochen beim Grand Slam in Berlin, der ersten Treppchen-Platzierung in der gemeinsamen vierjährigen Karriere der beiden auf der Tour des Weltverbandes FIVB, hat das Nationalteam jetzt drei Wochen später auf Silber erhöht.
 
Für den zweiten Platz in Gstaad erhielten Borger/Büthe 720 Punkte für die Weltrangliste und ein Preisgeld von 43 000 Dollar. Zudem reichten die Hände und Arme auf der Siegerehrung gar nicht aus, schließlich gab es für die Feiernden auf dem Siegespodest auch noch Blumen, Champagner, Schokolade, jeweils eine Armbanduhr und eine große Kuh-Glocke.
 
Als Gruppensieger blieb das Stuttgarter Nationalteam bis ins Finale ungeschlagen und hatte sich im Halbfinale sogar gegen die Goldmedaillen-Gewinner von Berlin, Kristyna Kolocova/Marketa Slukova aus der Tschechischen Republik, im Tiebreak durchgesetzt. „Wir haben teilweise sehr gut gespielt und diese Motivation wollen wir jetzt nach Den Haag mitnehmen“, sagte Britta Büthe. Dort beginnt schon am Dienstag das nächste Grand Slam-Turnier. „Wir wissen nun, dass wir jeden schlagen können, wenn wir nur unser Bestes geben.“

Tom Bloch - Pro Talents



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