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BaWü-Team feiert Turniersieg in Modena

Anderlini Spring Cup 2014 - die BaWü-Jungs holen sich den Titel, die Mädels belegen den 11. Platz

+++ Das Finale in voller Länge +++

 
Als die Deutsche Nationalhymne erklang, war es Realität: Die Landesauswahl Baden-Württemberg Jahrgang 97/98 stand im Finale des Anderlini Spring Cup 2014 von Modena! Als dann anschließend die „Fratelli d’Italia“ aus 1000 Kehlen enthusiastisch intoniert wurde, lief es unseren Jungs eiskalt den Rücken herunter. Zudem der Gegner kein Geringerer als die Jugendnationalmannschaft von Italien war.
 
Damit konnte nun wirklich keiner rechnen. In der Vorrunde nach zwei 0:2 Niederlagen gegen Monza (Finalist vom Turnier Loreto) und eben dieser Italienischen Jugendauswahl nur Dritter, steigerte sich dass Team um Kapitän Oliver Hein von Spiel zu Spiel. Dies war auch nötig, denn leichte Gegner gab es in diesem Turnier nicht. Zunächst kam es im Überkreuzspiel Zweiter gegen Dritter zum Spiel gegen ASD Rom. Noch Anfang des Jahres beim Turnier in Loreto an ähnlicher Stelle unterlegen, konnten wir uns gegen diese enorm sprunggewaltige Mannschaft zunehmend besser einstellen, dank druckvollem Aufschlagspiel immer besser in Szene setzen und letztendlich sogar souverän gewinnen.
 
Genau umgekehrt verlief dann anschließend das Viertelfinale gegen den Gastgeber aus Modena. Druckvolle Angriffe von den Außenangreifern Moritz Rauber (als bester Angreifer des Turniers ausgezeichnet) und Julian Zenger sorgten im ersten Satz für klare Verhältnisse zugunsten der Gelb-Schwarzen. Doch Anderlini ließ nicht locker und konnte sich durch viele kleine Umstellungen und taktische Kniffe immer wieder ins Spiel bringen und mit dem Gewinn des zweiten Satzes zum 1:1 ausgleichen. Nun war es ein offener Schlagabtausch mit vielen langen Ballwechseln und tollen Abwehrszenen, wo jedes der beiden Teams hätte gewinnen können. Mit etwas Glück für BaWü ging der letzte Ball knapp ins Aus und so war der Entscheidungssatz mit 15:13 gewonnen.

Die Auszeichnung als bester Angreifer des Turniers erhielt Moritz Rauber (Dritter von rechts). Sascha Kaleck (Zweiter von links) wurde als bester Zuspieler des Turniers ausgezeichnet
 
Genau so eng verlief dann am Ostersamstagmorgen das äußerst spannende Halbfinale gegen Lube Banca Marche Macerata. Beide Teams starteten bestens präpariert ohne Fehler im K1 und liefen parallel auf die 20 Punkte Marke zu. Dann gelang es den Jungs aus Macerata gleich vier Mal in Folge die guten Angriffe um Diagonalspieler Sven Winter nicht nur abzuwehren, sondern nach genauem Zuspiel eindrucksvoll zu verwandeln. So war der Satz trotz guter Leistung mit 20:25 für uns verloren. Jetzt war Macerata so richtig im Spiel, kein Ball fiel zu Boden und ihr überragender Außengreifer war trotz größter Zuwendung nicht zu halten. Jetzt hieß es Nerven behalten und dran bleiben, um geduldig die sich vielleicht noch bietende Chance nicht zu verpassen. Beim Spielstand von 20:23 war sie dann da.  Endlich gelang es den Blockspielern um Justus Fabisiak und Yannick Maurer sich einzustellen und erst den einen, dann den anderen Außenangreifer wirkungsvoll zu entschärfen. Nach diesen zwei Blockpunkten den gegnerischen Angriff etwas verunsichert, gelang es unserer Verteidigung die Bälle im Spiel zu halten und den entscheidenden Break zu schaffen. Knapp, in letzter Sekunde konnte so der Satz mit 26:24 gewonnen werden.  Der dritte entscheidende Satz war ein Spiegelbild des zweiten. Nach leichtem Rückstand gelang es immer besser, Maceratas Angreifer mit einem guten Block zu beeindrucken, um kurz vor Satzende den entscheidenden Zweipunktevorsprung herauszuarbeiten. Das Finale war erreicht!
 
Nun war er also Realität, der Traum eines jeden Jugendspielers  in Italien, vor 1000 Zuschauern in einem Finale gegen Italien spielen zu dürfen. Entsprechend nervös begann das Spiel. Allerdings auf beiden Seiten. Mitte des ersten Satzes nahm das Spiel dann Tempo auf. Zahlreiche gelungene Abwehraktionen hatten zum Teil sehr lange Ballwechsel zur Folge, bei denen sich beide Liberos in die Herzen der Zuschauer spielten. Zum Ende des ersten Satzes  hatte Tin Tomic eine Hand mehr am Ball und so ging der Satz knapp mit 27:25 an BaWü. Dieses Tempo und vor allem die hohe Präzision in der Annahme ging im zweiten Satz leider verloren, was trotz aller Versuche zum klaren Satzverlust führte. So musste erneut der Tiebreak die Entscheidung erzwingen. Nun sollten sich die im Turnier gesammelten Tiebreak-Erfahrungen auszahlen. Äußerst konzentriert, um jeden einzelnen Punkt ringend, gelang es von Anfang an auf die Azzurri Druck auszuüben. Zudem führte Sascha Kaleck (als bester Zuspieler des Turniers ausgezeichnet) nach fast fehlerfreier Annahme klug Regie und konnte seine Angreifer immer wieder in optimale Positionen bringen. Da halfen auch die wie aus einer Kehle kommenden Anfeuerungen „Italia-Italia-Italia“ nichts, Baden-Württemberg ließ sich den erstmaligen Turniersieg in Modena nicht mehr nehmen.



Für den Landeskader Baden-Württemberg waren folgende Spieler in Modena im Einsatz: Sascha Kalek, Mario Schmidgall, Julian Zenger, Moritz Rauber, Justus Fabisiak, Yannick Maurer (alle VfB Friedrichshafen), Sven Winter, Peter Schnabel (beide FT Freiburg), Oliver Hein (FT Freiburg/YS Friedrichshafen), Johannes Schief, Marius Hauser (beide TV Rottenburg), Tin Tomic (MTV Ludwigsburg) - Trainer: Michael Mallick, Co-Trainer: Niko Nothdurft, Physiotherapeut: Roland Weitschies
 
BaWü-Mädels landen ersatzgeschwätzt auf Platz 11
 
Die Mädchen traten die Reise nach Italien ohne Merle Weidt, Julia Hoffmann und Lena Große-Scharrmann an. Die Mädels waren gemeinsam mit Landestrainer Sven Lichtenauer für die Nationalmannschaft unterwegs. Stützpunkttrainerin Elena Kiesling und Co-Trainer Christopher Röder übernahmen die Traineraufgaben gemeinsam. Im Vordergrund standen weniger die Ergebnisse, sondern die Umsetzung gewisser taktischer und mannschaftlicher Vorgaben, welche gemeinsam in den Trainingstagen in Busto Arsizio erarbeitet wurden. Desweiteren sollten Erfahrungen auf internationalem Niveau gesammelt werden.
 
Im ersten Spiel trafen die Mädchen um Spielführerin Alessia Di Rosa auf Emilia Romagna, eine Landesauswahl aus der Region. Nach starkem Beginn, dank gutem Spiel im Bereich Aufschlag/ Annahme konnte der erste Satz gewonnen werden, leider konnten die Mädchen das hohe Niveau nicht bis zum Ende halten und unterlagen im Tie-Brak denkbar knapp mit 13:15. Im zweiten Gruppenspiel trafen sie auf den späteren Turniersieger Itasteel Flume Veneto. Nicht den Hauch einer Chance ließen sie der Mannschaft aus BaWü. Deutlich überlegen im Angriffsspiel und aufopferungsvoll kämpfend in der Feldabwehr gingen die Sätze mit 25:16 und 25:12 verdient an Veneto. Man war sich einig, dass diese Mannschaft in Deutschland auch in der 2. Bundesliga mitspielen könnte.
 
Als Vorrundendritter ging es nun im Überkreuzvergleich 2. gegen 3. gegen die Gastgeber Anderlini Unicom Starker. Hier war mehr drin. Gegen den späteren Finalisten wurde im ersten Satz ein sehr gutes Spiel gezeigt, die Annahme stand sicher und Diagonalspielerin Lena Günther spielte auf einem unglaublichen Niveau, stark im Aufschlag und clever im Angriff nutzte sie jede Lücke des Gegners aus. Doch leider reichte es nicht um den Satz erfolgreich zu beenden. Mit 23:25 ging auch dieser verloren. Das Team ärgerte sich scheinbar so über die vergebenen Chancen zum Ende hin, dass die Konzentration im zweiten Satz nicht hochgehalten werden konnte und somit hatten die Italienerinnen leichtes Spiel gegen verunsicherte Gäste. 14:25 hieß es am Ende. Nun war klar, dass man um die Plätze 9-12 spielen wird.
 
Am Samstagmorgen pünktlich um 9:00 Uhr wurde das Spiel, welches entscheiden sollte ob man um Platz 9 oder 11 spielt, angepfiffen. Der Gegner war kein geringerer als die Nationalmannschaft Kroatiens. Welches Mädchen kann schon von sich behaupten, mal ein Spiel gegen eine Nationalmannschaft gemacht zu haben. Also ging man voller Vorfreude in die Partie. Alle Bemühungen, den Respekt vor dem Gegner abzulegen blieben erfolglos. Die Osteuropäerinnen setzten sich mehr als deutlich mit 25:13 durch. Wer jetzt dachte, die Mannschaft gibt sich auf, sah sich getäuscht. Es wurden nochmal alle Kräfte mobilisiert und lange dagegen gehalten. Erst im Endkampf konnte sich Kroatien mit entscheidend absetzen und gewann auch diesen Satz verdient mit 25:22.
 
Nun stand das letzte Spiel auf dem Programm. Das Spiel um Platz 11. Eines war sicher, Baden-Württemberg wollte nicht letzter werden. Entsprechend engagiert starteten Antonia Steinbach und Co in das Match gegen Volleyball San Cougat. Die Spanierinnen waren immer auf Augenhöhe. Letztendlich konnten sich beide Teams einen Satz sichern und der Tie-Break sollte die Entscheidung bringen. Hier ließen die Süddeutschen nichts mehr anbrennen und gewannen mit 15:10. 
 
Auch wenn man im Turnierverlauf das fehlen unserer drei Nationalspielerinnen deutlich gemerkt hat, konnten wichtige Erkenntnisse gesammelt werden und neue Spielerinnen konnten sich zeigen und in den Vordergrund spielen. 


 
Für den Landeskader Baden-Württemberg waren folgende Spielerinnen in Modena im Einsatz: Alessia Di Rosa, Lena Günther, Antonia Steinbach, Lilli Werscheck, Viviane Hones, Jennifer Böhler, Camilla Kahlich, Sophia Bodlee, Marie Großmann, Helena Krenn und Pauline Kemper - Trainerin: Elena Kiesling, Co-Trainer: Christoph Röder

Christopher Röder



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