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Allianz MTV Stuttgart siegt gegen Suhl in den Pre-Playoffs

Als hätte jemand den Schalter umgelegt: Beim Hinspiel in Suhl am vergangen Mittwoch dominierten noch die VolleyStars Thüringen die erste Pre-Playoff-Begegnung gegen Allianz MTV Stuttgart und machten mit einem 3:1-Sieg den ersten großen Schritt in Richtung Playoffs. Am heutigen Sonntag in der SCHARRena lief es dann vor den Augen von 1550 Zuschauern genau umkehrt: Allianz MTV Stuttgart trat - die Playoffs noch längst nicht abgeschrieben - entschlossen und angriffslustig auf das Feld und erspielte sich mit einem 3:1-Sieg (25:19, 25:27, 25:17, 25:19) ein drittes Entscheidungsspiel, in dem am kommenden Mittwoch (26.03., 19.30 Uhr) der endgültige Sieger im Modus "best of three" erst noch ermittelt werden muss.
 
Nach der schwachen Vorstellung der Stuttgarterinnen in Suhl, die den Matchbeginn gänzlich verschliefen und in den ersten beiden Sätzen mit jeweils 10 bzw. 13 Punkten keine gute Figur machten, reisten die VolleyStars mit "gutem Gefühl" nach Stuttgart, um endlich "auch dort mal zu gewinnen", so Gäste-Scout Olaf Garbe. Schließlich konnte man in und gegen Stuttgart diese Saison noch nicht gewinnen. "So schnell und einfach wollten wir dann natürlich nicht aufgeben", resümierte Stuttgarts Kapitän Svenja Engelhardt nach dem Sieg. "Am Mittwoch hat unsere Einstellung nicht gestimmt, zu Spielbeginn saßen wir gefühlt noch im Bus. Das sollte heute zu Hause nicht unser Saisonende werden, das wollte keiner von uns."
 
Und so trat Stuttgart dann in der SCHARRena auch aufs Feld. Von Beginn an ließ die Startformation mit Franziska Bremer, Megan Cyr, Deborah van Daelen, Svenja Engelhardt, Rebecca Pavan und Lindsay Stalzer sowie das bewährte Libero-Duo Lena Geschendter und Evelyn Delogú nichts anbrennen und marschierte über einen 4:0-Vorsprung mit 8:4 und 16:9 in den beiden technischen Auszeiten zum ersten Satzgewinn. Die VolleyStars schienen diesmal ihrerseits noch nicht ganz in Stuttgart angekommen.
 
Zu Beginn des zweiten Satzes akklimatisierten sich die Gäste langsam und fanden zusehends besser ins Spiel. Stuttgart hingegen verlor, wie schon so oft im Saisonverlauf, wieder an Selbstvertrauen und Konstanz, so dass die Thüringerinnen bei 12:13 zur ersten Führung im Match vorbeizogen. Die VolleyStars, die erst vor wenigen Wochen im DVV-Pokalfinale standen, hielten Stuttgart zunächst in Schach. Diese kämpften sich zum 22:22-Ausgleich wieder ran, verpassten dann jedoch - scheinbar mit Angst vor der eigenen Courage - den Satzgewinn. 1:1-Ausgleich.
 
In der 10-Minuten-Pause schien Trainer Guillermo Hernandez mit Unterstützung von Kapitän Engelhardt das Team nochmal auf das gemeinsame Ziel - den heutigen Sieg und damit die Playoffs in Reichweite - eingestimmt zu haben. Stuttgart spielte konzentriert, lies sich nicht, wie schon so oft, von eigenen Fehlern beirren, während Suhl immer wieder aus dem eigenen Rhythmus kam. Vielleicht machten dann die heimischen Fans, die mit ihrem Team jeden einzelnen Punktgewinn lautstark feierten, wieder einmal den Unterschied und Stuttgart lies sich zum 2:1-Satzgewinn beflügeln.
 
Der vierte Satz begann zunächst mit einem Punkte-Pingpong zwischen den Teams, in dem sich keiner absetzen konnte. Doch nach der ersten technischen Auszeit (8:7) zog Stuttgart langsam das Tempo an, um sich schließlich mit 25:19 den Matchsieg zu sichern. "Heute hatten wir nur diesen einen Durchhänger im zweiten Satz, nicht wie schon so oft ein Auf und Ab im gesamten Match. Das stimmt mich natürlich zuversichtlich für das Entscheidungsspiel am Mittwoch, das in der Wolfsgrube wieder nicht einfach werden wird in der dortigen Atmosphäre. Aber jetzt haben wir uns auf Suhl eingestellt, haben in den letzten Tagen nochmal intensiv an unserer Taktik gefeilt und die Mädels haben das ja heute offensichtlich umsetzen können. Trotzdem stehen die Chancen natürlich 50:50, aber wenn wir vom heutigen Spiel etwas Stimmung und Motivation mitnehmen können, bin ich zuversichtlich", so Trainer Hernandez nach dem Spiel. Auch Engelhardt stellt nochmals klar: "Heute waren wir deutlich motivierter und kämpferischer, schließlich ging es um die Wurst. Spielerisch sind die VolleyStars uns nicht überlegen. Am Mittwoch wird es darum gehen, wer auf dem Feld mehr Kampfgeist hat." Am Mittwochabend wird also feststehen, wer im ersten Viertelfinale am nächsten Samstag gegen den Tabellenführer Dresdner SC antreten darf.
 
Auch Mittelblockerin Franziska Bremer hofft, dass ihr Team noch das Ticket fürs Viertelfinale lösen kann. Denn das würde ein weiteres Heimspiel für Allianz MTV bedeuten und damit das letzte Spiel der 29-Jährigen für Stuttgart noch hinauszögern. "Danke Franzi - du bist und bleibst unser MVP" - kündigte an, was Bremer nach dem Spiel bestätigte: "Ich beende nach dieser Saison meine Profi-Volleyball-Karriere. Ich möchte gerne jetzt, noch vor der magischen 30, im Berufsleben Fuß fassen und auch dort noch einige Stufen auf der Karriereleiter erklimmen." Bremer wechselte 2010 nach Stuttgart, wo sie zur Mittelblockerin umgeschulte. 2011 wurde Bremer mit der Mannschaft Pokalsieger und war in der Saison 2012/13 Kapitän der Stuttgarterinnen. "Es ist sehr schade, dass Franzi aufhört. Sie war eine wunderbare Mannschaftskollegin und tolle Teamplayerin", bedauert Engelhardt Bremers Entschluss.

Quelle: Allianz MTV Stuttgart



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