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Allianz MTV Stuttgart: Triumph mit großen Emotionen

Drei der letzten vier Spiele gewonnen, einen kleinen Heim-Nimbus aufgebaut und den Tabellenführer Dresden in seiner eigenen Halle geschlagen: Wenn einer Mannschaft so etwas gelingt, heißt es im Sportler-Jargon gerne: „Die haben einen Lauf“. Die Rede ist von den Bundesliga-Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart, die drauf und dran sind, immer mehr Konstanz in ihr ständiges Leistungs-„Auf-und-Ab“ in dieser Saison hineinzubringen. Dass die Mädels von Trainer Guillermo Hernandez einen Punkt aus Dresden mitbringen würden – damit war nicht zu rechnen. Dass es mit einer absolut überzeugenden Leistung aber gleich deren zwei werden könnten – davon hatte wohl kaum jemand zu träumen gewagt! Freudestrahlend und schreiend vor Glück verließen die Spielerinnen dann auch gestern Abend die Margon Arena mit dem Wissen, gerade einen aktuellen Champions-League-/CEV-Cup-Teilnehmer bezwungen zu haben.
 
In den ersten beiden Sätzen wurde man das Gefühl nicht los, dass genau dieser Auftritt im internationalen CEV-Cup Dresdens Problem war: Konnte die Doppelbelastung mit dem Spiel gegen das ukrainische Team von Khimik Yuzhny (3:1-Auswärtssieg Dresden) unter der Woche schuld sein am unkonzentrierten Spiel des Tabellenführers der Volleyball-Bundesliga? Und hatte man zudem das Team aus Stuttgart unterschätzt? Jedenfalls brachten die Sächsinnen keinen Fuß auf den Boden und Stuttgart beherrschte das Geschehen mit einer konstant starken Annahme und variantenreichem Angriffsspiel klar (und dies trotz des Einsatzes von Promi-Neuzugang Corina Ssuschke-Voigt auf Dresdner Seite von Beginn an). Franziska Bremer hatte einen guten Tag erwischt und war im Blockspiel von den gegnerischen Angreiferinnen anfangs kaum zu überwinden. Und Debbie van Daelen glänzte als fleißige Sammlerin von Punkten – vor allem der begehrten Breakpoints. Wenn Dresden anfangs in irgendeiner Form „glänzte“, dann eher mit einer unglaublichen Anzahl an Aufschlagfehlern, fast schon eines Champions-League-Teilnehmers unwürdig. So gingen die ersten beiden Sätze klar mit 25:17 (Allianz MTV hatte zwischenzeitlich schon 19:6 geführt!!) und 25:16 an Stuttgart – und Guillermo Hernandez konnte sich schon zu einem so frühen Zeitpunkt des Spiels diebisch über einen Punkt mehr in der Tabelle freuen.
 
Dass dies nicht so bleiben würde, damit war wohl zu rechnen. Schließlich gilt Stuttgart in dieser Saison nicht gerade als das konstanteste Team der Liga. Zudem konnte es sich Dresden nicht leisten, vor eigenem Publikum weiter so schwach aufzutreten. Angetrieben von Trainer  Alexander Waibl sank dann auch die Fehlerquote bei Dresden deutlich und Stuttgart konnte dem Gegner sein dominantes Spiel nicht mehr aufzwingen, war aber auch in der Abwehr nicht mehr so stark wie zuvor – mit Ausnahme von Evelyn Delogú, die wie auf der anderen Seite Libera Myrthe Schoot unglaubliche Bälle rausholte. Beide Spielerinnen glänzten über das gesamte Match hinweg mit starken Annahmequoten. Dummerweise hatte sich zwischenzeitlich Allianz MTV von der Dresdner Aufschlagschwäche anstecken lassen … und so bejubelte schließlich das Publikum in der Margon Arena Dresdens ersten Satzgewinn des Abends (25:16). Für Alexandra Bura aus Stuttgarts zweiter Mannschaft dürfte der Satz trotzdem etwas Besonderes gewesen sein. Guillermo Hernandez brachte sie gegen Satzende für einen Kurzeinsatz.
 
Dresden hatte jetzt klar Oberwasser und agierte stark. Schnell war das Team im vierten Satz aus Stuttgarter Sicht bis auf 6:12 enteilt. Mit kurzzeitig wiedererstarktem Block konnte das Team um Lindsay Stalzer wieder auf 10:13 herankommen, gefolgt von Aufschlagfehlern auf beiden Seiten hintereinander, was inzwischen längst niemanden mehr erstaunte. Danach setzte sich Dresden mit toll vorgetragenen, schnellen Kurzangriffen deutlich mit 13:18 ab. Mit der Hereinnahme von Rebecca Pavan holte Guillermo Hernandez dann aber ein Ass aus der Tasche, das stechen sollte: Mit einem gekonnter Lupfer über den Dresdner Block und nachfolgend zwei Angriffspunkten in Folge sowie einem krachenden Rückraumangriff von Svenja Engelhardt war Stuttgart wieder bis auf 20:21 dran. Spannung pur. Doch mit einem ärgerlichen weiteren Aufschlagfehler und einem vom Schiedsrichter-Team „aus“ gegebenen Longline-Ball, der für reichlich Diskussionen sorgte, war der Satz leider gelaufen. 22:25. Zu diesem Zeitpunkt sprach eigentlich alles für Dresden. Das Team hatte sich gefangen, zeigte flexibles Angriffsspiel und hatte jetzt das „Momentum“ von zwei gewonnenen Sätzen in Folge im Rücken. Der Tie-Break begann aber wie er in diesem Match wohl beginnen musste: Mit Aufschlagfehlern auf beiden Seiten zum 1:1. Bis zum 8:8 konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Doch Dresden wirkte überraschend nervös, hatte wohl voll auf den totalen Einbruch Stuttgarts gesetzt. Durch einen Angriff-Winner von Svenja Engelhardt ging Stuttgart erstmals in Führung, ein technischer Annahmefehler von Dresden sorgte für das 10:8. Plötzlich wackelte nun der Tabellenführer selbst. Als dann ein Aufschlag von Pia Weiand ins Netz flog, aber glücklich auf Dresdner Seite zum 12:9 ins Feld tropfte, war das Match gelaufen. Dresden machte keinen einzigen Punkt mehr – und der Rest war ein Freudentaumel auf dem Feld in blau-weiß.
 
Mit diesem Sieg gegen einen der „Großen“ meldet sich Allianz MTV Stuttgart zurück im Kampf um die Playoff-Plätze. Debbie van Daelen erhielt die goldene Medaille als MVP, die man ganz tief in seinem Herzen gerne auch Franzi Bremer oder Evelyn Delogú umgehängt hätte. Auf Seiten Dresdens wurde Diagonalspielerin Kristina Mikhailenko mit Silber ausgezeichnet.
 
Am kommenden Samstag (15.02.2014, 19:30 Uhr) wird Stuttgart dann gegen noch einen „Großen“, die Roten Raben aus Vilsbiburg, versuchen, seine Heimserie weiter auszubauen. Ein Sieg wäre aufgrund der großen Konkurrenz um Platz 6 enorm wichtig – erscheint nach der Leistung in Dresden aber keineswegs abwegig. Unterstützen Sie das Team deshalb lautstark bei seiner Aufholjagd und sichern Sie sich Ihr Ticket für den nächsten Volleyball-Krimi in der SCHARRena – am besten gleich direkt hier auf der Webseite in unserem Online-Shop.
 
Mikel Schüle, Allianz MTV Stuttgart



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