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VfB Friedrichshafen: Chancenlos in einer fremden Welt

Am Mittwoch (5. Dezember) unterlag der VfB Friedrichshafen in der 2013 CEV Champions League dem Titelverteidiger Zenit Kazan mit 0:3 (20:25, 17:25, 17:25) und präsentierte sich beim haushohen Favoriten kämpferisch. Mit dem Sieg ist Kazan vorzeitig für die Play-Offs im Januar qualifiziert. Friedrichshafen hingegen hat keine Chancen mehr in der Champions League und konzentriert sich nun auf das letzte Heimspiel gegen Hypo Tirol Innsbruck am 12. Dezember und damit auf die Möglichkeit als einer der besten dritten aus den Vorrundengruppen im CEV Cup auf internationaler Ebene weiter zu spielen.
 
Licht an Licht reiht sich auf der 25 Kilometer langen Autobahn aneinander und beleuchtet die dreispurige Fahrbahn. Vom Flughafen bis in die Stadt hinein wurden die Volleyballer des VfB Friedrichshafen bei voller Beleuchtung am vergangenen Mittwoch zum Champions-League-Spiel in Russland begrüßt. Der Liter Benzin, der für 80 Cent zu haben war und die Heizung, die, wenn es zu warm war nicht ausgeschaltet, sondern bei geöffnetem Fenster weiter mit Höchstleistung heizte, waren nicht mit Deutschland zu vergleichen.
 
Einblicke in eine Welt, die vor allem den jungen Spielern gänzlich neu war. „Das ist eine große Erfahrung für mich“, sagte Peter Trolle Bonnesen. „Alles ist anders – ich versuche es aufzunehmen und zu behalten.“ Für Matthew Denmark hingegen war es eine Situation, die er fast als Ritual sieht: „Zum vierten Mal habe ich jetzt in Kazan gespielt“, sagte der 2,03-Meter große Mittelblocker. „Und es ist schon fast Gewohnheit ein oder zweimal im Jahr dorthin zu kommen.“
 
Zwei Trainingseinheiten und viel Ruhe standen vor dem Spiel in der 2013 CEV Champions League am Mittwoch gegen den Titelverteidiger und haushohen Favoriten Zenit Kazan an. Mit Herzblut starteten die Jungs von VfB-Coach Stelian Moculescu in die Partie und kämpften um jeden Ball. Kazan, das mit Bestbesetzung startete und erst zum Ende des dritten Satzes Spieler von der Reservebank einwechselte, hatte ein Team auf der anderen Seite des Spielfelds, das sich wehrte: „Wir haben besser aufgeschlagen als zuletzt“, sagte Moculescu, „und sind mehr Risiko gegangen. Das hat uns und dem Team gut getan.“
 
Dennoch schlichen sich kleine Fehler in das Spiel von Friedrichshafen und vor allem die Angriffe aus der Verteidigung heraus bereiteten ihnen Schwierigkeiten. Bei nahezu identischer Angriffszahl verteidigte Kazan 36 dieser Bälle und davon verwandelten sie über die Hälfte als direkten Punkt. Friedrichshafen dagegen kam bei einer Verteidigung von 26 Bällen nur auf eine Quote von 38 Prozent im Angriff. „Kazan spielt schneller als wir“, sagte Moculescu, der ebendies bevorzugt. „Das macht sich vor allem im Aufbau bemerkbar. Was Vermiglio (Zuspieler Zenit Kazan) noch an Bällen gerettet und dann perfekt zugespielt hat ist einfach Weltklasse.“
 
Moculescu vertraute im Spiel auf Idi und Jose Rivera über Außen, Max Günthör und Joao José über Mitte, Ventzislav Simeonov über Diagonal, Zuspieler Juraj Zatko und Libero Nikola Rosic und wechselte nur punktuell in Aufschlag und Block die Spieler von der Bank ein. „Ich bin nicht enttäuscht, dass wir verloren haben“, sagte er. „Gegen Kazan gewinnst du in zehn Spielen eins. Da wir erst im Februar gewonnen haben, habe ich nicht mit einem Sieg gerechnet. Man hat gesehen, dass wir wollen und das ist gut.“
 
Mit dem Sieg über Friedrichshafen ist Kazan vorzeitig für die Play-Offs im Januar qualifiziert. Friedrichshafen hingegen hat keine Chancen mehr in der Champions League und konzentriert sich nun auf das letzte Heimspiel gegen Hypo Tirol Innsbruck am 12. Dezember und damit auf die Möglichkeit, als einer der besten Drittplatzierten aus den Vorrundengruppen im CEV Cup auf internationaler Ebene weiter zu spielen. Noch in der Nacht verabschiedete Kazan den VfB Friedrichshafen mit der gleichen Beleuchtung, mit der er schon empfangen wurde.
 
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Statistik:
VfB Friedrichshafen
Aufschlag 3 Punkte, Annahme 40% (13% perfekt), Angriff 31 Punkte (44%), Block 2 Punkte 
Rivera 6, Rosic L, Denmark 1, Zass 5, Günthör 5, Zatko, José 5, Simeonov 2, Idi 11, Harms 1, nicht eingesetzt: Trolle-Bonnesen
 


Zenit Kazan
Aufschlag 5 Punkte, Annahme 44% (16% perfekt), Angriff 46 Punkte (61%), Block 6 Punkte
Anderson 15, Apalikov 4, Vermiglio 4, Sivozhelez 6, Kolodinskiy, Cheremisin 1, Lee 8, Matychenko 1, Abrosimov 6, Obmochaev L, Mikhailov 12, nicht eingesetzt: Babichev
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2012_12_06_internet
Gekämpft, aber dennoch Chancenlos in der Fremde - Mittellocker Max Günthör, hier im Einerblock gegen die Russen (Fotohinweis: Gesa Katz)
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Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
Bundesliga: 8.12.2012 (19.30 Uhr) VfB Friedrichshafen – Moerser SC
Champions League: 12.12.2012 (20.30 Uhr) VfB Friedrichshafen – Hypo Tirol Innsbruck (AUT)
Bundesliga: 15.12.2012 (20 Uhr) VC Dresden – VfB Friedrichshafen
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Gesa Katz, Pressestelle VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH



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