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Rückblick auf das Spiel gegen Düren: „Emotionen im Sport sind wichtig, sollten aber im Rahmen sein“

Am Samstagabend ging es beim Bundesligaspiel zwischen dem TV Rottenburg und evivo Düren (3:1 für den TVR) zeitweise heiß her. Es gab strittige Schiedsrichterentscheidungen, eine gelbe Karte, aneinander geratende Spieler, aufgebrachte Fans und beleidigende Worte und Gesten. Das Spiel ist auch noch einige Tage später in aller Munde. Die Verantwortlichen beider Clubs haben sich derweil intensiv ausgetauscht und kommen zu einem gemeinsamen Ergebnis: „Das Spiel ist Schnee von gestern“ sagt Rüdiger Hein, Geschäftsführer von evivo Düren und sein Kollege Jörg Papenheim ergänzt: “Wir sind uns einig, dass Emotionen im Sport gut sind, sie sollten aber im Rahmen sein“.

In einem gemeinsamen Telefoninterview mit Rüdiger Hein, Jörg Papenheim und Daniel Sattler von der DVL stellten sich die Beteiligten Reporterfragen, um die Ereignisse vom Samstag aufzuarbeiten. Hier die wichtigsten Statements:

Jörg Papenheim sagte dazu: „Wir haben uns unter Kollegen ausgetauscht und analysiert, was vorgefallen ist. Wir waren uns sehr schnell einig, dass Emotionen im Sport in einem gewissen Rahmen gut sind und nicht auf Kosten des Gegners ausgelebt werden sollen. Wir schätzen uns weiterhin als Vereine und Kollegen und werden weiterhin gut zusammenarbeiten. Einig sind wir uns auch, dass immer zwei Parteien zu einem Streit dazugehören. Wir wollen auch die zukünftigen Spiele in fairer Konkurrenz spielen.“ Der Rottenburger Manager verurteilte eine abwertende Geste eines TVR-Fans in Richtung Dürener Spieler deutlich, „Das möchten wir nicht sehen, so etwas gehört nicht zum Volleyball.“

Rüdiger Hein äußerte sich zustimmend: „Evivo Düren wirbt selbst mit dem Slogan „Emotion pur“ und möchte dies auch transportieren. Auch in diesem Punkt sind sich die beiden Vereine sehr ähnlich. Damit muss aber in vernünftiger Form umgegangen werden. In Rottenburg ist vor allem der Trainer für die Emotionen zuständig und wird auch als Kult-Trainer bezeichnet. Die Darstellungsform akzeptiere ich voll und ganz, zumal er ein sehr intelligenter und eloquenter Mann ist, der weiß was er tut. Er wandert jedoch manchmal auf schmalem Grat, da er Emotionen anheizt. Wir müssen also das richtige Maß finden.“

Zur Thematik Hans Peter Müller-Angstenberger stellte Papenheim klar: „Unser Trainer nimmt die Massen mit und fordert sie auf, anzufeuern und das Team zu unterstützen. Er fordert nie dazu auf, den Gegner zu attackieren oder auszupfeifen. Das hat er auch am Samstag gegen Düren nicht getan. Er hat sich schützend vor seine Spieler gestellt, als er diese gefährdet sah.“ Dieser Aussage stimmte Hein zu, er sehe auch nicht die Tendenz, dass der TVR-Trainer irgendjemand, auch nicht die Fans, anstacheln würde. „Grundsätzlich sind wir stolz auf die gewaltfreie Fanszene im Volleyball, aber trotzdem brauchen wir mehr Emotionen im Volleyball.“

Beide Parteien möchten mit dem gemeinsamen Gespräch und der Veröffentlichung der Inhalte deeskalierend wirken. Hein sagte, es solle nicht heißen „wartet nur ab, bis ihr nach Düren kommt“. Beide Vereine pflegten eine sehr gute Beziehung und hätten ein ähnliches Konzept. Dieses Verhältnis solle nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Auch seitens der DVL wurde der enge Dialog der beteiligten Clubs sehr begrüßt. Diskussionen über das Schiedsrichtergespann seien an dieser Stelle nicht notwendig, da diese zu einem der besten Gespanne der Liga gehören, so Daniel Sattler von der DVL. Es sei zu überlegen, ob vermehrt neutrale Beobachter eingesetzt werden.

Rüdiger Hein appellierte an beide Fangruppen und alle Beteiligten: „Leute, kommt wieder runter, seid emotional, aber vernünftig.“ Zum Rückspiel beider Teams am 19.01.2013 in Düren sprach Hein eine herzliche Einladung an seinen Kollegen Papenheim aus, dem Spiel beizuwohnen.

Karten für das nächste Heimspiel am 10. November 2012 gegen Generali Haching (Beginn: 20 Uhr, Paul Horn-Arena in Tübingen) gibt es online unter www.easy-ticket.de, bei über 80 Vorverkaufsstellen von Easy Ticket oder telefonisch unter 0711 / 2 55 55 55.

Philipp Vollmer, TVR Volleyball GmbH



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