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Interview mit Stuttgarts Trainer Jan Lindenmair: „Einmal Weltklasse, einmal Kreisklas

DVL: Herr Lindenmair, Livespiel und volle Halle - Allianz MTV Stuttgart steht am Samstagabend beim Heimspielauftakt im Mittelpunkt. Beginnt die Saison für Sie nach dem Start gegen Nachwuchsteam VC Olympia Berlin jetzt erst so richtig?

Jan Lindenmair: Das erste Heimspiel ist für jede Mannschaft der wirkliche Start in die Saison. Dass wir wohl vor annähernd vollem Haus spielen werden, ist ein Highlight für uns, gerade weil wir in der vergangenen Saison immer mal wieder mit den Zuschauerzahlen gekränkelt haben.

DVL: Wie wichtig ist ein guter Auftakt daheim für den weiteren Saisonverlauf?

Lindenmair: Ein Sieg im ersten Heimspiel vor voller Rängen ist immer hilfreich, sowohl für das Selbstvertrauen der Mannschaft als auch für unsere Marketingabteilung. Für den gesamten Saisonverlauf lässt sich schwer sagen, wie hoch ein Auftaktsieg zu bewerten ist. Aber wir werden natürlich alles daran setzen, auch zuhause mit einem Erfolg zu starten.

DVL: Sie gehen mit einigen jungen deutschen Spielerinnen in die Saison. Machen Sie jetzt nach dem Wegfall von Sponsor smart aus der Not eine Tugend?

Lindenmair: Grundsätzlich haben wir in die Strukturen investiert, haben zum Beispiel Geld in die zweite Mannschaft gesteckt und mit Dirk Sauermann einen hauptamtlichen Trainer eingestellt, was die Gesamtstruktur für den Nachwuchs sichern soll. Die Tugend, auf die Jugend zu setzen, ist nicht nur aus der Not heraus geboren, sondern Teil unseres Konzeptes, das auch Stuttgarter Tradition ist. Ich sage nur 2007: Damals ist der VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga Deutscher Meister mit den „jungen Wilden” geworden. Das passt zu Stuttgart und ist auch für uns der richtige Ansatz. Wir sind gegenüber den Etats von Teams wie Dresden oder Schwerin deutlich hinten dran. Um mit denen zu konkurrieren, muss man versuchen, seinen eigenen Weg zu gehen. Wir versuchen, mehr und konsequenter zu arbeiten, als die anderen und die besten Talente zu finden. Denn nur die Liga zu halten oder um die unteren Plätze mitzuspielen, kann nicht unser Anspruch sein.

DVL: Mit dem kommenden Gegner Wiesbaden können Sie bereits jetzt konkurrieren.

Lindenmair: Wenn beide Teams auf Toplevel spielen, sind wir mit Wiesbaden auf Augenhöhe. Sie haben sicher den breiteren und ausgeglichener Kader als wir, auch den ein oder anderen Euro mehr – das macht mindestens 200.000 Euro im Gesamtetat aus. Aber wenn meine Mannschaft alles abruft, was sie kann, sind wir in dieser Saison auch zur Spitze hin konkurrenzfähig.

DVL: Die Duelle zwischen Stuttgart und Wiesbaden waren zuletzt immer sehr eng. Worauf müssen Sie besonders aufpassen?

Lindenmair: Wiesbaden hat mit Regina Burchardt eine Vorzeige-Spielführerin. Sie geht immer vornweg, spielt extrem siegorientiert und versteht es, ihre Mannschaft im richtigen Moment mitzureißen. Das Team ist insgesamt sehr eingespielt, was bei uns noch das große Manko ist. Wir spielen einmal fast Weltklasse und im nächsten Moment fast Kreisklasse. Uns fehlt noch das blinde Verständnis auf dem Feld, das braucht Trainingsstunden. Aber wir hoffen natürlich, dass wir am Samstag eher Weltklasse abrufen (lacht).

Quelle: DVL



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