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Der GEA blickt auf den Saisonstart der Volleyball Bundesliga

Der GEA blickt auf den Saisonstart der Volleyball Bundesliga Umfangreiche Berichte des Reutlinger General-Anzeigers zum heutigen Saisonstart der Volleyball Bundesliga (Berlin gegen Friedrichshafen, 19:30 Uhr live auf DVL-live.tv), zum neuen Videoportal, zur Lage im TVR-Lager und ein Interview mit Willy Belizer.

Dreikampf an der Spitze

BERLIN. Berlin plant die Titelverteidigung, Friedrichshafen und Haching wollen den Meister stürzen: Die am heutigen Montag beginnende Saison in der Volleyball-Bundesliga verspricht so viel Spannung wie seit Jahren nicht mehr. »Meister wird einer aus dem Trio Berlin Recycling Volleys, VfB Friedrichshafen und Generali Haching. Alle haben die nötige Qualität und Erfahrung«, sagte Berlins Meistertrainer Mark Lebedew.

Nahezu alle anderen Bundesligacoaches teilen diese Meinung und erwarten an der Spitze einen Dreikampf - ganz anders als in den vergangenen Jahren, in denen Serienmeister Friedrichshafen den Alleinunterhalter gab und bis 2011 sieben Mal in Folge den Titel gewann. »Wir wollen in dieser Saison sowohl die Meisterschaft zurück an den See holen als auch den Pokal verteidigen«, sagte VfB-Coach Stelian Moculescu: »Gleichzeitig wollen wir uns in der Champions League gut präsentieren und dort durch einen guten Platz in die Play-offs kommen.«

Schon am ersten Spieltag tritt Pokalsieger Friedrichshafen heute (19.30 Uhr) zur offiziellen Saisoneröffnung in der Berliner Max-Schmeling-Halle an. »Das erste Spiel ist gleich eines der schwersten, für beide Teams geht es von Null auf Hundert«, sagte Lebedew vor dem Gipfeltreffen: »Der Ausgang des Spiels kann schon für das Ende der Saison von Bedeutung sein.« Vier weitere Begegnungen des ersten Spieltages, darunter die Partie des TV Rottenburg bei CV Mitteldeutschland, folgen am Mittwoch.

In der Vorsaison hatten die Berliner den Erzrivalen vom Bodensee überraschend im Halbfinale der Play-offs ausgeknockt und so den Weg zur Meisterschaft geebnet. In der Endspielserie siegten die Hauptstädter in einem Herzschlagfinale schließlich in Unterhaching. Nach dem erneuten zweiten Platz wollen die Hachinger und Trainer Mihai Paduretu nun mehr: »Wir wollen deutscher Meister werden. Nach drei Vizemeisterschaften in den vergangenen vier Jahren können wir uns nur dieses Ziel setzen.« Im Dreikampf wird nach Ansicht von Paduretu entscheidend sein, »welche Mannschaft weniger Verletzte hat«.

Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger sieht die »Häfler« vorn, »weil das Play-off-Halbfinal-Ausscheiden dort geballte Energie freigesetzt hat, sich der Verein wieder neu beweisen will und Stelian Moculescu alles tun wird, um Friedrichshafen wieder an die Spitze zu führen.«

Modus: Die sechs Erstplatzierten der Hauptrunde sind die direkt für die Play-offs qualifiziert. Die Mannschaften auf den Plätzen 7 bis 10 ermitteln in Pre-Play-offs die anderen beiden Viertelfinalisten. Die jeweiligen Verlierer bestreiten das Duell gegen den Abstieg. (dpa/GEA)

Zurück zu den Wurzeln

ROTTENBURG. Die Situation erinnert an das erste Aufstiegsjahr 2006, als eine junge, willige und ausbaufähige Rottenburger Mannschaft in die Beletage aufrückte, voller Elan das Bundesliga-Abenteuer in Angriff nahm und im Handumdrehen die Herzen der Volleyball-Fans eroberte. Dass die damaligen Greenhorns gleich wieder abstiegen, nahm ihnen niemand für übel, zumal sie ein Jahr später sofort den Wiederaufstieg realisierten und erneut eine Euphoriewelle auslösten, die in drei Play-off-Teilnahmen und den Einstieg ins internationale Geschehen mündeten.

Die Erfolge sind Geschichte und von einer Wiederholung dieser Großtaten ist der Verein Lichtjahre entfernt. Im Jahr eins nach dem Rückzug von Namenssponsor EnBW heißt es gezwungenermaßen zurück zu den Wurzeln und möglicherweise kann irgendwann, eventuell schon in ein oder zwei Jahren, sogar von einem Glücksfall gesprochen werden.

Die jetzige Lage, nachdem der Saisonetat um etwa ein Drittel gedrosselt werden musste und kein einziger Vollprofi mehr im elfköpfigen Spielerkader steht - in der vergangenen Runde waren es bis zu fünf - erinnert Hans Peter Müller-Angstenberger an das Gesellschaftsspiel Monopoli. »Zurück zum Start, zurück zu Los. Wir sind finanziell so aufgestellt wie im Aufstiegsjahr. Wir stehen vor einem entscheidenden Jahr mit der Frage, können wir uns neu aufstellen?«, sagt der TVR-Coach vor dem Saisonstart am Mittwoch bei VC Mitteldeutschland.

»Wir sind dünn besetzt und das Ganze ist eine Herausforderung. Es geht um den Klassenverbleib«, betont Müller-Angstenberger, der dem TVR seit 30 Jahren verbunden ist. Aber vor dieser Herkulesaufgabe ist dem Deutsch- und Religionslehrer, der sein Wochendeputat von sechs auf zwölf Stunden wieder hochgefahren hat, »nicht bange. Und dass man von uns nicht viel erwartet, kann entlastend wirken«.

Wichtig ist dem 40-Jährigen allerdings, »dass wir uns in dieser kleinen Liga mit zehn Mannschaften positionieren«. Als elftes Team nimmt das deutsche Talente-Sammelbecken VCO Berlin am Bundesliga-Betrieb teil und soll im Männerbereich Erfahrungen sammeln. Satzverluste oder etwaige Niederlagen gegen die Junioren-Auswahl schlagen in der Tabelle dennoch zu Buche. In Jan Zimmermann und Philipp Trenkler mischen auch vom TVR zwei Nachwuchs-Nationalspieler beim VCO Berlin mit.

TVR-Manager Jörg Papenheim macht ebenfalls keinen Hehl daraus, dass die sportliche Situation »sicher riskant« ist, der Klub wohl seinem schwierigsten Jahr entgegen sieht und seinen Platz in der Bundesliga erst wieder neu finden muss. Man dürfe nicht erwarten, dass es jedes Jahr nach oben gehe.

»Wir sind ein Ausbildungsverein. Aber nicht nur für andere, auch für uns«, verdeutlicht Papenheim und fügt an: »In der öffentlichen Wahrnehmung muss klar sein, dass wir nicht ein Halbfinale spielen werden. Doch wir werden unser Bestes geben und das muss genug sein.« Vielleicht kann der TVR ja, angefeurt von den Fans, vor allem zu Hause für Überraschungen sorgen.

Volleyball-Liga mit neuem Videoportal

BERLIN. Pünktlich zum Saisonstart will die Deutsche Volleyball-Liga (DVL) wieder mit einem Videoportal auf Sendung gehen. Wie die DVL mitteilte, werden künftig Live-Spiele aus der Bundesliga der Männer und Frauen auf der Internetseite dvl-live.tv ausgestrahlt. Zudem könnten Fans Videoberichte der Vereine abrufen. Alle Angebote sind den Angaben zufolge kostenlos. Den Anfang der Live-Übertragungen machen die Saisonauftaktspiele der Männer an diesem Montag (Berlin Volleys gegen VfB Friedrichshafen) und der Frauen am Freitag (Schweriner SC gegen VfB Suhl). Geplant ist die Produktion von mindestens 34 Partien pro Saison. Dabei ist ein Top-Spiel der Woche vorgesehen. Die Vereine steuern 100 000 Euro für die Produktion bei. (dpa)

Willy Belizer: Freude am wichtigsten

ROTTENBURG. Willy Belizer trägt seit zwölf Jahren das Trikot des TV Rottenburg und ist damit das Spieler-Urgestein des Vereins. Nach fünf Bundesliga-Spielzeiten und vier Zweitliga-Runden ist der bald 27-Jährige reich an Erfahrung. Obwohl der TVR aufgrund der finanziellen basis den Klassenverbleib als Ziel ausgegeben hat, sagt der TVR-Libero: »Nur Abstiegskampf wäre mir zu wenig. Am wichtigsten aber ist, dass wir mit viel Freude in die Saison zu gehen.«

GEA: Auf ein Neues. Mit welchen Gedanken beschäftigen Sie sich wenige Tage vor dem Rundenauftakt beim VC Mitteldeutschland?

Willy Belizer: Für mich, aber das gilt auch für die ganze Mannschaft, ist das Wichtigste, das wir mit viel Freude und Enthusiasmus in die neue Saison gehen, nachdem die letzte ein Stück weit bitter verlaufen ist und wir unser Ziel nicht erreicht haben.

Im Vorjahr standen noch einige Profis in der Mannschaft. Wie fällt Ihr Vergleich zur jetzigen Situation aus?

Belizer: Dieses Jahr sind die Erwartungen deutlich niedriger. Je professioneller die finanziellen Rahmenbedingungen sind, um so mehr Möglichkeiten gibt es in den Trainingseinheiten. Denn es sind immer genügend Leute da. Jetzt fehlen hin und wieder Spieler wegen ihres Studiums oder weil sie angefangen haben zu arbeiten. Manchmal ist es schwierig, das zu koordinieren.

Was ist Ihrer Meinung nach von der Mannschaft zu erwarten?

Belizer: In der Vorbereitung haben wir mit Ausnahme gegen Aufsteiger Dresden gegen keinen anderen Bundesliga-Konkurrenten, sondern viel gegen Zweitligisten gespielt. Da unsere Neuzugänge sehr jung sind und nicht die Erstligaerfahrung, wie wir anderen haben, lautet die Frage, wie schnell werden sie sich an die Bundesliga anpassen, denn das ist schon ein ganz anderes Kaliber.

Die sechs Erstplatzierten erreichen direkt die Play-offs. Ist das für den TVR drin, der den Klassenverbleib als Ziel ausgegeben hat?

Belizer: Platz sechs ist schon zu hoch gegriffen. Aber wir sollten versuchen, uns für die Play-offs anzubieten, also Rang sieben oder acht anstreben. Abstiegskampf wäre mir zu wenig. Entscheidend wird sein, wie gut wir eingespielt sind, aber auch die Tagesform.

Zum Persönlichen. Was macht das Studium der Sportwissenschaft?

Belizer: Zum 1. Oktober habe ich meine Masterarbeit abgegeben und ich werde weiterhin zwei Tage in der Woche bei der Uni als wissenschaftliche Hilfskraft arbeiten. In ein paar Monaten schaue ich dann, was möglich ist. (GEA)

( Reutlinger General-Anzeiger / 15.10.2012 )
 



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