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Das Duell der Volleyball-Riesen – Max Günthör und Robert Kromm im Interview

Klar, groß sind Sie alle. Doch Robert Kromm und Max Günthör sind die Längsten im Team der Spitzenklubs Berlin Recycling Volleys und VfB Friedrichshafen. Am Montag (15.10., 19.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle und bei DVL-live.tv) werden sich der 2,12-Meter-Hüne aus Berlin und der 2,08 Meter lange Mittelblocker vom Bodensee im Duell der deutschen Volleyballgiganten am Netz gegenüberstehen. Wir haben vor dem Saisonstart mit den Volleyball-Riesen übers Nach-Hause-Kommen, Emotionen auf dem Spielfeld und Titelhunger gesprochen.

Max, Robert, in der Nationalmannschaft sind Sie Kollegen. Beim Klassiker Berlin gegen Friedrichshafen am Montag stehen Sie sich auf dem Spielfeld als Konkurrenten gegenüber. Haben Sie überhaupt schon einmal gegeneinander gespielt?
Max Günthör (VfB Friedrichshafen): Ein einziges Mal in einem Trainingsspiel, glaube ich, oder Robert?
Robert Kromm (Berlin Recycling Volleys): Stimmt, ihr wart im vergangenen Jahr mit Haching in Verona. Als Gegner haben wir bislang wenig Erfahrung miteinander.

Wie aufgeladen und hitzig wird die Atmosphäre am Montag auf dem Spielfeld sein?
Günthör: Ganz schwer einzuschätzen. Ich bin mal gespannt. Wir wissen nach dem Umbruch noch nicht, zu welcher Leistung und zu welchen Emotionen wir im realen Spiel in der Lage sind.
Kromm: Die Emotionen auf dem Spielfeld werden im ersten Spiel der Saison noch gar nicht so gegeneinander gerichtet sein. Jede Mannschaft hat genug mit sich selbst zu tun, sich zu finden und Rhythmus reinzukriegen. Das soll aber nicht heißen, dass es kein emotionales Spiel wird. Tausende Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle werden alles geben und ordentlich Druck machen.

Wo erwarten Sie Vor- und Nachteile Ihrer Mannschaften gegenüber dem Konkurrenten?
Kromm: Ein großer Vorteil ist, dass wir zehn Spieler dabei haben, die im vergangenen Jahr schon zusammengespielt haben, sich gut kennen und damit eine Basis vorhanden ist. Da gibt es ein gutes Vertrauen untereinander, die wissen einfach, wie die Mitspieler unter Druck reagieren. Die Mannschaft ist Deutscher Meister geworden und hat gemeinsam etwas geschafft.
Günthör: Wir haben vier, fünf neue Leute in der Stammformation. Zwar absolviert man Testspiele, doch da herrscht nie das gleiche Gefühl wie in einer Partie, in der es um etwas geht. Von daher bin ich gespannt, wie sich das in Berlin entwickeln wird. Erst dann weiß man, ob die Mannschaft harmoniert oder nicht.

Sie sind beide nach vielen Jahren zurück zu dem Verein gewechselt, bei dem Sie groß geworden sind. Wie sind denn die ersten Wochen und Monate beim neuen, alten Klub gelaufen?
Günthör: Ich wusste ja, auf was ich mich einlasse. Man sieht viele Leute wieder, die man noch von damals kennt; es ging relativ schnell, sich hier wieder einzuleben.
Kromm: Dieses Gefühl, nach Hause zu kommen, ist schon cool. Ich trainiere in der gleichen Halle, in der ich auch vor acht Jahren trainiert habe. Da arbeiten noch die gleichen Hallenwarte, die ich ewig nicht gesehen habe. Das alles gibt ein vertrautes Gefühl, das es einem leicht macht, sich wieder einzufinden. Und gleichzeitig hat sich der Verein sowas von weiterentwickelt in punkto Marketing, Eventmanagement, Sponsoren – das hat mir die Rückkehr leicht gemacht.

Was waren sonst die Beweggründe, zurück nach Hause zu kehren?
Günthör: Ich wollte eigentlich den Schritt ins Ausland wagen, doch der Markt war nicht so interessant, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich wollte unbedingt international spielen, und diese Möglichkeit hätte ich europaweit bei keinem anderen Verein bekommen. Deswegen war ich froh, dass das Angebot vom VfB kam, wo ich weiß, dass das Umfeld hoch professionell ist. Bislang bereue ich die Entscheidung definitiv nicht.
Kromm: Ich habe sieben Jahre im Ausland gespielt und mich wieder in die Heimat gesehnt. In Italien habe ich meist in Mittelklasse-Klubs gespielt, wo der Nichtabstieg das oberste Ziel war. Da habe ich mich auch nach Erfolg gesehnt: Titel gewinnen, Champions League spielen – da bieten die BR Volleys super Möglichkeiten.

Wie groß ist der Hunger bei Ihnen beiden, endlich einmal die Meisterschale in den Händen zu halten?
Günthör: Sehr groß. Ich war zwar mit Friedrichshafen schon zwei Mal Deutscher Meister, aber mehr auf der Bank als auf dem Spielfeld. Deswegen will ich endlich mal als richtiger Teil der Mannschaft diese Schale in die Höhe strecken. Im vergangenen Jahr haben es mir die Berliner nicht gegönnt, deswegen bin ich in diesem Jahr richtig heiß auf den Titel.
Kromm: Ich bin ja 2004 schon mal Meister mit Berlin geworden. Dieses Gefühl, die Schale wieder in den Händen zu halten und auszurasten, ist ein großer Anreiz und ein Riesen-Ziel von mir.

Haben die BR Volleys genügend Feuer, um den Meistertitel zu verteidigen oder sind Friedrichshafen und Haching im Vorteil, weil die in der vergangenen Saison von Berlin düpiert wurde?
Kromm: Man sieht das in Berlin sehr realistisch, dass Friedrichshafen und Haching in der vergangenen Saison sehr stark waren und wir auch ein Quäntchen Glück hatten. Wir wissen, dass es schwieriger ist, einen Titel zu verteidigen, als ihn zu holen. Die Konkurrenten haben aufgerüstet und viel investiert – wir müssen viel arbeiten, um die Schale wieder nach Berlin zu holen.

Wie müssen wir uns das dann am Montag auf dem Parkett vorstellen: Sie reichen sich unter dem Netz die Hände und dann geht es oberhalb der Netzkante zur Sache?
Günthör: Wir trainieren am Morgen vor dem Spiel, und meistens sieht man sich da auch und kann noch ein wenig quatschen.
Kromm: Abends vor und nach der Begegnung ist dann sicher wenig Zeit, um sich zu unterhalten. Aber auf dem Spielfeld werden wir uns dann so richtig schön anschreien und gegenseitig heiß machen. (beide lachen)

*1. Liga Männer*
Die Begegnungen des 1. Spieltags
15.10.2012 19:30 Berlin Recycling Volleys – VfB Friedrichshafen (Max-Schmeling-Halle Berlin)
17.10.2012 19:30 CV Mitteldeutschland – TV Rottenburg (Jahrhunderthalle Spergau)
17.10.2012 19:30 evivo Düren – Netzhoppers KW-Bestensee (Arena Kreis Düren)
17.10.2012 20:00 VC Dresden – Moerser SC (Margon Arena Dresden)
17.10.2012 20:00 TV Bühl – Generali Haching (Großsporthalle Bühl)

Quelle: DVL



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