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Interview mit Karla Borger: "Wenn du nicht an Olympia denkst, bist du kein Sportler"

Nach einem erfolgreichen Jahr 2012 geht für Karla Borger schon fast die Vorbereitung auf die nächste Saison los. beach-volleyball.de traf sie vorher zum Interview und sprach mit ihr über Olympia 2016, die richtige Partnerwahl und Erfolg.

Karla freut sich endlich wieder hart anzugreifen

Verstehen sich auch Privat: Britta Büthe und Karla Borger (Fotos: fivb)

Karla in der Abwehr (Foto: Peter Weber)
 

Vier Jahre bis Rio

Nach den olympischen Spielen in London ist Beach-Volleyball so populär wie nie zuvor in Deutschland. Karla Borger gehört zu den heißen Kandidatinnen auf einen Startplatz bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro. Zusammen mit ihrer Partnerin Britta Büthe will sie sich diesen Traum erfüllen und startet schon bald in die Vorbereitung. Wohin vier Jahre Vorbereitung führen können, haben Julius Brink und Jonas Reckermann dieses Jahr mit dem Olympiasieg gezeigt. 

Karla Borger hat sich zusammen mit Britta Büthe in der deutschen Beach-Volleyball Szene längst einen Namen gemacht. Auch international machten die beiden auf sich aufmerksam. Bei den Europameisterschaften in Den Haag belegten sie den fünften Platz und waren damit das bestplatzierte deutsche Frauenteam. Auf der FIVB World Tour erreichten Karla und Britta mehrmals Plätze in den Top Ten und zeigten, dass sie mit Recht die deutsche Nummer drei sind.

Bevor es in die Vorbereitung für die nächste Saison geht, sprach beach-volleyball.de mit Karla Borger über sportliche Highlights, wie weit man für Erfolg gehen kann und darüber, was die Zukunft bringen wird.

Karla, die Saison ist jetzt fast vorbei, wie zufrieden bist du mit der Leistung von dir und deiner Partnerin Britta Büthe?

Karla: „Insgesamt war die Saison echt gut, wir hatten sehr gute Ergebnisse, aber es gab auch Schwankungen. Mit dem fünften Platz bei den Europameisterschaften waren wir sehr zufrieden, wir haben gezeigt, dass wir auch gegen sehr starke Teams, wie Laura und Sara, gewinnen können.“

Bei den deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand gingen nach der emotionalen Siegerehrung der Frauen die Spekulationen über neue Teamkonstellationen los. Vor allem wie es mit Sara Goller und Laura Ludwig weiter geht, sorgte für Gespräche und Gerüchte. Kannst du uns da etwas Neues zu verraten?

„Wie es bei Sara und Laura weiter geht, weiß ich nicht. Die beiden wissen es vielleicht selber noch nicht. Nach Olympia und dem ganzen Stress brauchen sie vielleicht auch einfach ein paar Wochen um runterzukommen und nachzudenken. Nächste Saison wird sicherlich sehr interessant, ich denke es wird sehr viele neue Konstellationen geben – Juli (Julia Sude, Anm. d. Red.) hat zum Beispiel auch keine Partnerin mehr, da ist die Frage mit wem sie spielen wird.“

Du wirst aber weiter zusammen mit Britta spielen?

„Ja, Britta und ich werden weiter zusammen spielen.“

Sind die Olympischen Spiele 2016 für euch jetzt schon ein Thema? Julius Brink und Jonas Reckermann haben sich vier Jahre darauf vorbereitet und haben mit dem Gewinn der Goldmedaille einen wahren Beach-Volleyball-Hype in Deutschland ausgelöst…

„Klar ist das ein Thema! Jeder der einmal in dem Zirkus drin ist, denkt darüber nach und denkt auch in diesem vier-Jahre-Zyklus. Bei Olympia zu spielen ist doch alles was man will, wenn das nicht dein Traum ist, dann bist du auch kein richtiger Sportler.“

Wäre es für dich vorstellbar mit jemandem nur des Erfolges wegen zusammenzuspielen, obwohl man sich menschlich nicht versteht?

„Das ist eine schwierige Frage. Bevor man ein Team bildet, überlegt man sehr viel und spielt verschiedene Szenarien durch. Bei sehr vielen Frauen-Teams, auch international, ist es so, dass sie sich sehr gut verstehen, aber man ist jetzt nicht unbedingt best friends. Für Frauen ist es auch glaube ich wichtiger, dass man sich versteht. Und es ist ja auch praktischer und günstiger: Man schläft im Hotel zusammen im Doppelzimmer und muss sich nicht extra Einzelzimmer holen. Für Männer ist es vielleicht einfacher das Sportliche und das Private zu trennen, ich kann das nicht, mich würde das eher krank machen.“

Britta und du, ihr versteht euch also auch außerhalb des Spielfeldes?

„Ja, wir verstehen uns wirklich gut. Wir verbringen extrem viel Zeit miteinander und machen auch viel zusammen, aber man braucht auch mal Abstand, den man richtig einplanen muss. Früher hatten wir so „Karla-freie-Tage", beziehungsweise „Britta-freie-Tage“, da haben wir dann gar nichts voneinander gehört. Gut dass du mich daran erinnerst, wir sollten die wieder einführen!“

Wenn du dir einen Spieler von der gesamten Tour aussuchen dürftest um mal mit ihm zu spielen, wer wäre das?

„Ich hätte gerne Jonas (Reckermann, Anm. d. Red.) im Block. Mich würde es einfach mal interessieren, wie krass das ist wenn er am Netz steht. Ich kann mir kaum vorstellen, was er alles für Bälle wegnimmt. Bei uns Frauen ist der Block einfach nicht vergleichbar mit dem der Männer. Es wäre mal interessant zu wissen, was ich noch in der Abwehr holen müsste wenn Jonas blocken würde.“

Die Saison ist jetzt fast vorbei, was war denn für dich das sportliche Highlight 2012?

„Wir hatten einige gute Platzierungen, aber ich glaube, das Highlight ist, dass ich wieder hart angreife. Bis Februar hat das bei mir gar nicht mehr geklappt, aber mittlerweile klappt es wieder recht gut.“

Und was nimmst du dir für 2013 vor?

„Noch härter anzugreifen! Und die Weltmeisterschaft ist natürlich ein Highlight. Klar will da jeder gewinnen, ein Platz unter den besten fünf wäre für uns schon extrem super. Vor der Saison weiß man ja nie, wo man international steht und wo es hingeht, deshalb wollen wir auf jeden Fall wieder Vollgas geben und schauen, was für uns drin ist.“

Vielen Dank für das Interview und viel Glück beim letzten Turnier in Thailand!

Quelle: beach-volleyball.de
 
 



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