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London 2012: DVV-Männer werden Fünfter - Klares 0:3 gegen Bulgarien

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Foto FIVB: Auch Georg Grozer fand selten den Weg am bulgarischen Block vorbei.

Die DVV-Männer haben die Olympischen Spiele in London auf einem hervorragenden fünften Platz beendet: Das Viertelfinale gegen Bulgarien ging allerdings nach einer schwachen Leistung 0:3 (20-25, 16-25, 14-25) verloren, und somit ist auch der Traum von der ersten olympischen Medaille einer Männer-Nationalmannschaft seit 40 Jahren - 1972 gewann die DDR Silber - vorbei. Bulgarien trifft im Halbfinale am 10. August auf Russland (16.00 Uhr), im anderen Halbfinale stehen sich Brasilien und Italien (20.30 Uhr) gegenüber. Punktbester Spieler auf deutscher Seite war gegen Bulgarien Georg Grozer (12).

Startformation GER: Lukas Kampa, Georg Grozer, Marcus Popp, Denis Kaliberda, Marcus Böhme, Max Günthör und Markus Steuerwald

Startformation BUL: Georgi Bratoev, Tsvetan Sokolov, Teodor Aleksiev, Todor Skrimov, Nikolay Nikolov, Viktor Yosifov, Teodor Salparov

Klassischer Fehlstart für die DVV-Männer in den ersten Satz: Angriffsfehler von Popp und Grozer, zudem zu wenig Druck bei Angriffen von Günthör und Popp. Die ersten fünf Zähler gehen an die Bulgaren, ehe Günthör nach der Auszeit den ersten Viertelfinalpunkt für das deutsche Team macht. Das war die Initialzündung für die DVV-Männer, die nun endlich im Spiel angekommen sind. Als Böhme ein Block gelingt, ist das erste Break geschafft (4-7). Aber den Bulgaren merkt man das gesteigerte Selbstbewusstsein nach der starken Vorrunde an, die Annahme ist präzise, der Block steht - zu Beginn zeigen die Bulgaren keine Schwächen und das deutsche Team kann nicht entscheidend verkürzen (9-13). Während die Bulgaren weiter wie ein Uhrwerk spielen, fällt das deutsche Team wieder in die Anfangsprobleme zurück. Nur über die Mitte kommen die Angreifer durch, doch das ist zu wenig. Schöps rückt für Popp in den Außenangriff, um die Durschlagskraft und den Block zu stärken. Grozer serviert hart und Böhme versenkt den Punktball - nur mit Druck und Risiko geht es (18-21). Als der eingewechselte Tischer seinen Aufschlag verschlägt, haben die Bulgaren vier Satzbälle. Gleich der erste wird genutzt. Der miserable Start in den Satz war nicht nur ausschlaggebend, sondern wirkte zunächst auch demoralisierend auf die deutsche Mannschaft.

Die erste Führung im Spiel gelingt den deutschen Spielern beim 3-2, als Skrimov seinen Angriff verzieht. Grozer serviert ein Ass hinterher, sofort nehmen die Bulgaren eine Auszeit. Das wirkt bei dem Favoriten, der nun wieder die Sicherheit aus dem ersten Satz hat. Und ein wenig Glück, denn gute Blockaktionen der deutschen Spieler werden mit viel Dusel - auch mal mit dem Kopf - doch noch zu bulgarischen Punkten. Das scheint die DVV-Akteure ein wenig zu demoralisieren: Kampas Zuspiele fehlt es bisweilen an Präzision, Kaliberda patzt zweimal in der Annahme - so haben die Bulgaren leichtes Spiel (11-16). Heynen reagiert und bringt die Routiniers Tischer und Andrae für die beiden jüngsten deutschen Spieler. Doch es läuft nicht besser, die deutschen Aktionen sind nicht zwingend genug. Auf der anderen Seite nutzen die Bulgaren nahezu jede Punktchance, die sich ihnen bietet (16-23). Ein Annahmefehler von Andrae sowie ein Block der Bulgaren beenden den Satz, der trotz des besseren Beginns noch deutlicher ausfiel. Jetzt hilft nur noch eine Kopie des Serbien-Spiels, auch da lag die deutsche Mannschaft mit 0:2-Sätzen hinten.

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Foto FIVB: Die deutsche "Bank" ergriff zahlreiche Maßnahmen, konnte aber an dem Spielverlauf nichts ändern.

Heynen lässt wieder seine Anfangsformation des Spiels beginnen, aber erneut hapert es im deutschen Spiel: Kampa unterlaufen erneut zwei unpräzise Aktionen, Heynen nimmt früh eine Auszeit (3-5), in der er nochmals an seine Spieler appelliert und ihnen sagt, dass sie nichts zu verlieren haben. Zwei weitere Punkte stocken das Konto der Bulgaren auf, Heynen führt einen Doppelwechsel mit Tischer/Schöps für Grozer/Kampa durch. Aber die Bulgaren sind in allen Elementen besser, vor allem der Block und der Angriff - Diagonalangreifer Sokolov ist vom deutschen Team überhaupt nicht zu stoppen - stechen heraus. Ein Ass von Aleksiev führt zum 7-15, den Bulgaren steht die Freude über den bevorstehenden Halbfinaleinzug ins Gesicht geschrieben. Die deutschen Spieler blicken resigniert in der Auszeit, sie wissen, dass sie in diesem Spiel chancenlos sind. Zum einen, weil die Bulgaren ganz stark agieren, zum anderen, weil sie selber unter ihren Möglichkeiten bleiben. So gehen auch die letzten Punkte dahin, am Ende haben die deutschen Spieler im dritten Satz ganze 14 Punkte gemacht.

Die DVV-Männer beenden das Turnier auf einem hervorragenden fünften Platz, der besten Platzierung seit 1972. Die Leistung gegen Bulgarien war aber leider nicht das, was das deutsche Team zu leisten imstande ist. Vom ersten Ball an wirkte die Mannschaft verkrampft und nervös, während die Bulgaren in allen Elementen bärenstark agierten.

Statistik GER-BUL

"Spielfilm"

1. Satz: 0-4, 3-7, 5-10, 9-13, 10-16, 13-18, 14-19 (Schöps für Popp), 17-21, 19-23 (Popp zurück), 20-23 (Tischer für Böhme)

2. Satz: 4-2, 7-7, 10-13, 11-15 (Tischer für Kampa), 12-16 (Andrae für Kaliberda), 15-19, 16-19 (Schöps für Popp), 16-21, 16-23

3. Satz: 3-3, 3-6, 3-7 (Schöps/Tischer für Grozer/Kampa), 5-9, 6-13 (Kampa/Grozer zurück), 8-17 (Schwarz für Popp), 9-20, 12-22



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