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London 2012: Brink/Reckermann greifen nach Gold - Finale gegen Weltmeister

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Foto FIVB: JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA! Julius Brink steht mit Jonas Reckermann im olympischen Finale und greift nach Gold.

Sensationell, großartig, phantastisch! Julius Brink/Jonas Reckermann haben sich den Traum von einer olympischen Medaille erfüllt und greifen jetzt nach der olympischen Goldmedaille: Die Welt- und Europameister gewannen ihr Halbfinale in überragender Manier 2:0 (21-14, 21-16) gegen die dreifachen Europameister Nummerdor/Schuil (NED) und treffen nun im Finale auf die Weltmeister Alison/Emanuel (BRA, 9. August um 22.00 Uhr deutsche Zeit). Es ist nach Syney 2000, als Jörg Ahmann/Axel Hager die Bronzemedaille gewannen, die zweite olympische Medaille für ein deutsches Beach-Volleyball Duo.

Beide Teams kannten sich aus zahlreichen Duellen auf FIVB-Ebene (5:2-Siege für GER) und weiteren Spielen auf europäischer Ebene bestens. Zu Beginn wurden in erster Linie die Aufschläge auf die beiden Abwehrspieler, Nummerdor und Brink, serviert. Ein Ass von Brink sowie ein anschließender Angriffsfehler von Nummerdor ließ das deutsche Duo hervorragend aus den Startlöchern kommen (6-3). Anschließend sorgten ein Block von Reckermann gegen Schuil sowie ein direkter Aufschlagpunkt des deutschen Blockspielers für das mehr als komfortable 9-4. Die Niederländer mussten reagieren und taten das in Form von Schuil. Der 39-Jährige stellte von Flatter- auf Sprungaufschlag um und sorgte somit für drei niederländische Punkte in Serie. Mit dennoch drei Zählern Vorsprung ging es in die technische Auszeit (12-9). Eine Abwehraktion von Brink sowie ein toller "Spread-Block" von Reckermann (mit geöffneten Armen) brachten zwei weitere deutsche Zähler. Als Brink abermals nach starker Abwehr punktete, hieß es bereits 15-9. Nummerdor war überhaupt nicht im Spiel und hatte große Probleme seinen Angriff im deutschen Feld unterzubringen. Spätestens beim 18-11 war die Vorentscheidung gefallen, den letzten Zähler in diesem beeindruckenden ersten Satz machte Brink per Poke Shot.

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Foto privat: Was sollte bei dieser Unterstützung schon schief gehen? Sara Goller, Laura Ludwig, Jonathan Erdmann, Ilka Semmler, Renate Peters (Physiotherapeutin) und Katrin Holtwick feuerten mit an.

Die Stärke der Niederländer war es in der Vergangenheit stets, auch nach klaren Satzverlusten mit einer deutlichen Leistungssteigerung zurückzukommen und Spiele noch "umbiegen" zu können. Wie würden sie dieses Mal aus der Satzpause kommen? Brink/Reckermann zeigten sich völlig unbeeindruckt und schienen sich im "Tunnel" zu befinden. Sie kalkulierten durchaus Aufschlagfehler ein, aber der Druck mit dem ersten Ball auf die Niederländer war immens. Nach einem Ass von Brink, einem Block von Reckermann sowie einem Angriffsfehler von Schuil hieß es schnell 7-2. Die Niederländer nahmen eine Auszeit, wirkten aber völlig ratlos. Symptomatisch für das Spiel war die Szene zum 12-7. Nummerdor gelang eine bis dahin sehr seltene Abwehraktion, den Punktball vergab er aber kläglich. Brink oder Reckermann - beide deutschen Spieler agierten aus der Annahme unglaublich sicher und stoisch. Alles, was Nummerdor/Schuil versuchten, ging zu diesem Zeitpunkt nicht auf (13-8). Als die Niederländer nach einem Angriffsfehler von Brink, einem Block von Schuil sowie einem Angriffsfehler von Reckermann drei Zähler in Serie machten, drohte die Partie nochmals "eng" zu werden. Doch das DVV-Duo blieb ganz ruhig, Reckermann erhöhte per Block wieder auf vier Zähler Vorsprung (17-13). Schuil hielt dagegen und verkürzte für sein Team abermals per Block. Doch Nummerdor stand einem noch besseren Ergebnis im Weg: Seine hervorragende Punktchance vergab er (19-16). Dann Matchbälle, Finalbälle, Medaillenbälle für Brink/Reckermann: Brink hatte im zweiten Versuch aus der Abwehr den Block angeschlagen. Gleich den ersten nutzte das Top-Duo: Brink grub einen unmöglichen Ball aus dem Sand und versenkte ihn per Shot. Danach sanken die Spieler in den Sand, anschließend konnte Reckermann seine Emotionen nicht unterdrücken.

Brink sagte danach: "Es ist schwer, das alles einzuordnen. Wir wussten, dass wir es drauf haben, aber eben auch andere Teams. Allein wenn man schon sieht, welche Teams schon ausgeschieden sind."

Reckermann meinte: "Es ist unfassbar. Ich habe immer davon geträumt, bei Olympia eine Medaille zu gewinnen. Ich bin einfach nur stolz und allen dankbar, die daran beteiligt sind. Es ist gut, dass ein Tag zwischen dem heutigen Spiel und dem Finale liegt. Eimal noch voll durchziehen, wir haben nichts zu verlieren, jetzt wollen wir natürlich auch die Goldmedaille holen."

Für die DVV-Männer, die das Spiel vor dem TV verfolgten, sagte Kapitän Björn Andrae: "Einfach der Hammer. Und ich war mir sicher, dass sie es packen. Die beiden treten so sicher auf. Hut ab und Glückwunsch von der ganzen Mannschaft, jetzt holen sie sich noch Gold."

"Spielfilm"
1. Satz: 3-3, 6-3, 9-4, 11-5, 12-9, 15-9, 18-11, 20-13

2. Satz: 3-1, 5-2, 8-3, 11-6, 13-8, 15-9, 15-12, 17-13, 19-16,

Die Weltmeister siegen souverän

Im ersten Halbfinale wurden die Weltmeister Alison/Emanuel ihrer Favoritenstellung gegen die WM-Vierten Plavins/Smedins (LAT) gerecht. Der erste Satz war eine klare Angelegenheit, nicht einmal war die Führung bei den Letten. Mitte des Satzes betrug der Vorsprung bereits fünf Zähler (12-7), zuviel, um das noch aufzuholen. Der zweite Satz hatte zunächst einen ähnlichen Verlauf, beim 15-10 schien es, als sei die Entscheidung gefallen. Doch die Letten kämpften sich nochmals heran und glichen beim 19-19 gar aus. Zu mehr reichte es jedoch nicht, Alison machte per Block den finalen Punkt.

Ergebnisse Halbfinale
Emanuel-Alison BRA [1] Plavins-Smedins, J. LAT [17] 2-0 (21-15, 22-20)
Brink-Reckermann GER [3] Nummerdor-Schuil NED [5]
2-0 (21-14, 21-16)

Ansetzungen Finaltag 10. August (deutsche Zeit)
20.00 Uhr: Plavins-Smedins, J. LAT [17] Nummerdor-Schuil NED [5]
22.00 Uhr: Emanuel-Alison BRA [1] Brink-Reckermann GER [3]



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