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London 2012: Nervenschwach in der Dunkelheit

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Foto FIVB: Laura Ludwig (links) und Sara Goller schieden im Viertelfinale gegen Larissa/Juliana aus.

Beach-Duo Goller/Ludwig scheitert im Viertelfinale - "Wir können es besser" - Zukunft ungewiss

London (dapd). Sara Goller haderte mit dem ungewohnten Flutlicht, Laura Ludwig mit den Organisatoren - bei den deutschen Beach-Girls regierte nach dem Viertelfinal-Aus im Herzen von London der Frust. Auch im zweiten Anlauf hatte sich der Traum von der ersten deutschen Olympia-Medaille für ein Frauen-Team nicht erfüllt, und das lag nicht an irgendwelchen äußeren Einflüssen. Sara Goller versagten kurz vor Mitternacht vor 15.000 Fans an der Horse Guards Parade im entscheidenden Moment die Nerven.

"Sehr traurig über meine Leistung"

"Ich bin sehr traurig über meine Leistung. Der fünfte Platz ist ein gutes Resultat, aber wir können es besser", sagte Goller mit feuchten Augen. Eine katastrophale Vorstellung hatte sie beim 0:2 (10:21, 19:21) gegen die Weltmeisterinnen Larissa/Juliana im Viertelfinale über weite Strecken geboten. Die meisten Aufschläge flogen genauso ins Netz wie viele Angriffe, in der Annahme hatten sie die Brasilianerinnen als Schwachpunkt ausgemacht. "Es ist halt schwer, wenn du so viele Fehler in Serie machst", meinte Laura Ludwig lakonisch.

Sie kämpfte wie eine Löwin, und was bei einer halbwegs normalen Leistung möglich gewesen wäre, verdeutlichte Satz Nummer zwei. Ein aussichtslos scheinendes 12:18 wurde in ein 19:18 verwandelt, weil die Aufschläge von Goller ausnahmsweise ins Feld flogen. Nach einem neuerlichen Fehler der Berlinerin war die Niederlage dann jedoch perfekt. "Ich bin einfach nicht mit der Dunkelheit zurechtgekommen. Wir hatten ja zuvor hier noch nie unter Flutlicht gespielt", sagte Goller auf der Suche nach Entschuldigungen.

"Kleine Frechheit, was sie mit uns gemacht haben"

Laura Ludwig erneuerte ihre Kritik an den Organisatoren von London 2012: "Es war schon eine kleine Frechheit, was sie mit uns gemacht haben." Vom Spieltermin des Achtelfinals früh um neun Uhr morgens seien sie erst nachts um halb zwei informiert worden, von der Zeit des Viertelfinals um Mitternacht am Abend vorher. "Hätte ich gewusst, dass wir so spät spielen, hätte ich bis um elf geschlafen", sagte Ludwig.

Das kann sie nach dem Aus ja jetzt nachholen, sie "will Spaß haben", sich im Deutschen Haus mal ein Bier genehmigen und beim Turnen oder der Leichtathletik vorbeischauen. Wie es mit dem Duo Goller/Ludwig nach der Olympia-Saison weitergeht, ist offen. Auf die Frage, ob es bei Olympia 2016 eine dritte Medaillenjagd geben wird, antwortete Ludwig: "Wir haben erstmal geplant, wie wir das 2012 bis zum Ende der Saison gestalten. Das ist der Plan." Als diese Worte fielen, war es zufällig fünf vor Zwölf. Eine Trennung des besten deutschen Beach-Duos scheint nicht ausgeschlossen.

Lars Becker



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