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World League: Vital Heynen: „Wir haben die Erwartungen übererfüllt“

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Foto FIVB: Gut gelaunt! Vital Heynen ist zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf der DVV-Männer.

Die World League 2012 ist seit dem 6. Juli Geschichte für die DVV-Männer und war eine absolute Erfolgsstory. Erstmals in der 23-jährigen World League-Historie erreichte eine deutsche Mannschaft die Finalrunde, wo sie äußerst unglücklich das Halbfinale verpasste – letztlich fehlte ein Satz. Bundestrainer Vital Heynen zieht ein Gesamtfazit zur World League und gibt im „Interview der Woche“ auch einen Ausblick auf die Olympischen Spiele in London.

Wie fällt das Gesamt-Fazit zur World League 2012 aus?
Heynen: „Wir haben jede Erwartung übererfüllt. Wir sind noch immer auf Wolke sieben. Auch wenn wir gegen Bulgarien etwas von der Wolke gefallen sind, danach haben wir den Olympiasieger geschlagen. Wir haben jetzt in der World League von 14 Spielen elf Spiele gewonnen, das ist unglaublich.“

Wie groß ist die Enttäuschung, nicht das Halbfinale der Finalrunde erreicht zu haben?
Heynen: „Für mich war die Enttäuschung, gegen Bulgarien verloren zu haben. Auch wenn es weiterhin schwer ist, in Bulgarien gegen sie zu gewinnen. Dass die USA Bulgarien schlägt, hat mich nicht überrascht, sie sind besser. Aber insgesamt ist die Enttäuschung über das Verpassen des Halbfinals nicht da.“

Woran lag das? Warum wurde gegen Bulgarien nicht die Leistung gebracht, die zuletzt gezeigt wurde?
Heynen: „Wir haben einmal nicht das Niveau gezeigt, was wir können. Nach vier World League-Wochenenden war die Mannschaft auch ein wenig müde. Ich war nicht überrascht von der Leistung.“

Gegen die USA zeigte ihr Team eine deutliche Leistungssteigerung. Wie ist das von einem Tag auf den anderen möglich? Sie selber sagen, Sie mögen das Wort „Tagesform“ nicht.
Heynen: „Man muss verstehen, wir haben vier World League-Turniere, zwei Olympia-Qualifikation und ein World League-Finale in zwei Monaten gespielt. D.h., dass die Spieler in allen Spielen maximale Leistung bringen müssen. Das geht nicht. Ich habe gedacht, dass wir auch gegen die USA ähnlich spielen wie gegen Bulgarien. Es ist Zeit, dass wir einige Tage Ruhe bekommen.“

Anders als geplant, bleiben Sie nun noch bis Montag in Bulgarien. Warum?
Heynen: „Wir haben nur geplant, dass nächste Woche nach der Einkleidung fünf Tage frei sind. Mir war es egal, ob wir hier die Tage überbrücken oder in Deutschland. Das ist die bestmögliche Lösung und wurde allein aus praktischen Gründen getroffen.“

Wie geht es dann weiter?
Heynen: „Erst haben wir die Einkleidung, dann fünf Tage frei bis zum Montag und dann treffen wir uns in Kienbaum bis Donnerstag Abend – das ist unsere physische Vorbereitung. Dann kommt unsere spielerische Vorbereitung bei einem Turnier in Polen, dann nochmals die Akklimatisierung in London. So haben wir insgesamt neun Tage Vorbereitung speziell auf London. Wir sind eine der am schlechtesten vorbereiteten Mannschaften für London. Dies liegt aber nicht am DVV oder anderen Dingen, sondern schlicht am Spielplan.“

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Foto FIVB: Nur ganz selten unzufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft, Vital Heyen.

Ihr Team hat seit Anfang Mai quasi durch gespielt. Könnte das ein Problem für die Olympischen Spiele werden?
Heynen: „Im Prinzip sind die Spieler seit September im vergangenen Jahr ununterbrochen am Ball, die Vereinssaison eingeschlossen. Die Spieler sind viel zu lang beschäftigt, einige Spieler hatten kurz frei, aber natürlich ist das nicht optimal. Wir versuchen, aus dieser Situation das Beste zu machen. Russland hat die perfekte Vorbereitung, Brasilien ebenfalls, da sie eine längere Pause nach der World League-Vorrunde hatten. Etwas schwieriger lief das für Serbien, die aber immer noch eine ziemlich gute Vorbereitung hatten. Die USA hatten eine viel bessere Vorbereitung als wir, sie hatten beispielsweise nur eine Olympia-Qualifikation, Tunesien hatte nur das Ziel und ist natürlich viel besser vorbereitet.“

Mal ehrlich: Wäre es im Hinblick auf die Olympischen Spiele nicht besser gewesen, die Finalrunde nicht zu erreichen?
Heynen: „Wir hätten uns ohne die Finalrunde besser vorbereiten können. Aber natürlich hoffe ich, dass es uns hilft, gegen diese Top-Gegner gespielt zu haben.“

Wie bewerten Sie den Sieg gegen die USA bezüglich des Gruppenspiels in London?
Heynen: „Für das Spiel in London ist das nicht entscheidend, aber es zeigt uns, dass wir in London mit jedem Gegner mithalten können.“

Vor knapp vier Monaten wurden Sie Bundestrainer. Hätten Sie in ihren kühnsten Träumen erwartet, dass Sie Fünfter der World League und Teilnehmer an den Olympischen Spielen sind?
Heynen: „Jeder muss Träume haben, man kann die nicht immer aussprechen. Es ist für mich weit über dem, was ich erwartet habe. Natürlich war auch Glück dabei.“

Sie selber nehmen zum ersten Mal an Olympischen Spielen teil. Wie sieht die Vorfreude in Vital Heynen aus?
Heynen: „Ich versuche schon tagelang zu erklären, dass ich keine Vorfreude habe. Ich bin in einem Prozess. Vor vier Monaten hatte ich gehofft, mit dem belgischen Beach-Team in London zu sein, Halle war nie ein Thema. Ich hatte vielleicht gedacht, in vier Jahren oder in acht Jahren dabei zu sein, ich bin nicht vorbereitet.“

Quelle: DVV



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