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World League: DVV-Männer träumen vom Halbfinale - 3:2 gegen die USA

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Foto FIVB: Jubel beim deutschen Team nach dem Fünfsatzsieg über Olympiasieger USA.

Die DVV-Männer haben sich mit einem 3:2 (20-25, 25-21, 21-25, 25-20, 16-14) über Olympiasieger USA die Chance auf das Erreichen des Halbfinals bei der World Laegue-Finalrunde in Sofia/BUL gewahrt. Mit nunmehr einem Sieg und einer Niederlage muss die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen das letzte Vorrundenspiel zwischen Gastgeber Bulgarien und den USA abwarten, um endgültig zu wissen, ob sie im Turnier verbleibt. Gewinnt Bulgarien, ist die deutsche Mannschaft im Halbfinale, bei einem amerikanischen Sieg sind die US-Boys neben den bereits qualifizierten Bulgaren weiter. Punktbeste Spieler gegen die Amerikaner waren Denis Kaliberda (18), Marcus Böhme und Georg Grozer (je 14), Christian Fromm und Ferdinand Tille standen nicht im Kader.

Startformation GER: Lukas Kampa, Jochen Schöps, Marcus Böhme, Max Günthör, Denis Kaliberda, Marcus Popp, Markus Steuerwald

Startformation USA: Donald Suxho, Clayton Stanley, Matthew Anderson, William Priddy, David Lee, Russell Holmes, Richard Lambourne

Den amerikanischen Kampfgeist und die Blockstärke bekamen die deutschen Spieler gleich zu Beginn zu spüren, „einfache“ Punkte gab es für die DVV-Männer nicht. Nachdem die deutsche Sechs dennoch zu Beginn voll mithielt, sorgte eine kleine Serie der US-Boys für einen erstmals höheren Rückstand (7-11). Nach einem schönen Angriffsroller von Schöps war die deutsche Mannschaft in Sichtweite, ein Block von Günthör bedeutete Anschluss (16-17). Doch drei Punkte später war alles wie vorher: Ein Block gegen Günthör sowie ein technischer Fehler bei Kaliberda führten zum Vier-Punkte-Rückstand und zur Vorentscheidung im ersten Satz.

Die Anfangsformation begann auch den zweiten Satz, drei gute Aktionen von Böhme (Block, Angriff, Aufschlag) ließen die DVV-Auswahl gut aus den Startlöchern kommen. Die Amerikaner hatten nun etwas Annahmeprobleme und mussten hoch über die Außenpositionen gehen, wo die deutsche Block-Abwehr wartete und zupackte (13-7). Als die Amerikaner verkürzten, wechselte Heynen auf der Diagonalposition – Grozer kam für Schöps. Nun agierten Popp & Co wieder konzentrierter und erhöhten gar auf fünf Punkte Vorsprung (19-14). Zu viel für den Gegner, der verdiente Satzausgleich war die Konsequenz.

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Foto FIVB: Gewohnt stark in Annahme und Angriff: Marcus Popp.

Team Deutschland wirkte weiterhin sehr kontrolliert in seinen Aktionen, leichtere Fehler waren kaum zu sehen. Als Grozer sich aus der Abwehr zweimal gegen einen Dreierblock durchsetzte (8-6) hatte das deutsche Team zu diesem Zeitpunkt erst sieben Fehler gemacht – ein ganz starker Wert. Das Spiel blieb sehr ausgeglichen, denn auch die Amerikaner fanden nach ihrem „Hänger“ im zweiten Satz wieder besser in die Partie (15-16). Als es in der Annahme eine Unstimmigkeit gab und Popp zweimal am US-Block scheiterte, hieß es plötzlich 16-20. Heynen führte in dieser Phase nochmals einen Doppelwechsel durch, doch die Wende gelang nicht mehr: die eine kurze Phase kostete diesen Satz.

Tischer begann auf der Zuspielposition, die deutsche Mannschaft stark in Satz vier: Ein Ass von Grozer, ein Angriff von Böhme sowie ein Block von Tischer sorgten für den 5:1-Blitzstart. Das Team blieb zunächst am „Drücker“, konsequent wurden die Annahme-Schwächen der Amerikaner ausgenutzt (10-4). Leider wurde das Niveau jedoch auf beiden Seiten nicht gehalten. Während das deutsche Team nachließ, zogen die Amerikaner merklich an, und der Vorsprung schrumpfte (14-12). Zum Ausgleich oder Führungswechsel reichte es jedoch nicht, denn nun war es wieder die DVV-Auswahl, die vor allem im Block punktete. Der für diesen Zweck eingewechselte Dünnes und Böhme machten das 21-15. Den fünften Satz erzwang letztlich Günthör per Block.

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Foto FIVB: Amerikaner und Deutsche lieferten sich packende und lange Ballwechsel.

Auch im finalen Satz kam das deutsche Team stark aus den Startlöchern: Zweimal punkteten die DVV-Männer aus der Abwehr, einmal griff Böhme am Netz zu (4-1). Beim Seitenwechsel hatte der Vorsprung immer noch Gültigkeit, weil das die Angriffe aus der Annahme durchgebracht wurden. Als im Anschluss zwei Breaks gelangen, hieß es 10-5, und das schien die Vorentscheidung zu sein. Doch die nächsten vier Zähler gingen aufgrund guten Aufschlag- und Blockspiels an die Amerikaner, Heynen nahm die fällige Auszeit (10-9). Die wirkte, ein Block sorgte wieder für etwas Beruhigung, dann brachte ein Grozer-Ass Matchbälle (14-11). Alle wurden von den US-Boys mit Glück und Können abgewehrt, dann sorgte ein Fehlaufschlag für den vierten Matchball, den Kaliberda im zweiten Versuch versenkte. Deutschland kann vom Halbfinale im Finalturnier träumen, braucht aber bulgarische Schützenhilfe in Form eines Sieges.


„Spielfilm“
1. Satz: 5-5, 7-11, 11-15, 16-17, 17-22, 18-22 (Grozer für Kampa), 18-23 (Tischer für Schöps)
2. Satz: 7-5, 13-7, 15-12 (Grozer für Schöps), 19-14, 22-17 (Dünnes für Popp), 22-28 (Popp zurück)
3. Satz: 8-6, 14-14, 16-21 (Tischer/Schöps für Grozer/Kampa), 18-23 , 21-24 (Grozer/Kampa zurück)
4. Satz: 5-1, 10-4, 13-11, 16-14, 19-15 (Dünnes für Popp), 21-16 (Popp zurück), 23-17 (Kampa/Schöps für Grozer/Tischer), 23-20 (Grozer/Tischer zurück)
5. Satz: 4-1, 7-4, 10-5, 10-9, 11-9 (Dünnes für Popp), 12-10 (Popp zurück), 14-11, 14-14, 15-14 (Kampa/Schöps für Grozer/Tischer)

Statistik GER-USA

Stimmen

Vital Heynen: „Wir haben heute deutlich besser gespielt, als gestern. Das war mir heute noch wichtiger als der Sieg. Natürlich hoffe ich morgen auf einen bulgarischen Sieg.“

Björn Andrae: „Das war ein tolles, enges Spiel, und ich bin froh und stolz, dass wir gewonnen haben. Jetzt müssen wir morgen abwarten, dann wissen wir, ob wir weiter im Turnier sind oder nicht.“

Alan Knipe (Trainer USA): „Deutschland musste gewinnen, und dafür haben sie gekämpft. Wir wussten, dass Deutschland ein gutes Team hat. Dennoch hatten wir unsere Chancen, aber uns fehlte die Konstanz. Wir haben in der Annahme Probleme gehabt und am Ende weniger Punkte gemacht als Deutschland.“

Clayton Stanley (Kapitän USA): „Es war ein großer Kampf der Deutschen. Wir hatten Probleme mit den Flatteraufschlägen, unser Block war gut.“

Max Günthör: „Wir hatten heute schwierige Situationen, aus denen wir uns raus gekämpft haben. Z.B. die Fünf-Punkte-Führung im fünften Satz, die wir abgegeben haben. Wir hatten Wellen im Spiel und müssen das Positive aus so einer Partie ziehen. Nämlich, dass wir auch Teams wie die USA schlagen können.“

Marcus Popp: „Es war sehr schwer heute, aber ich habe mich heute wesentlich besser gefühlt als gestern, körperlich vor allem. Ich bin sehr zufrieden, dass sich das Kämpfen heute ausgezahlt hat. Es ist wichtig, dass wir nicht aufgegeben gegen diese Top-Gegner. Wir haben unseren Job gemacht, wenn die Bulgaren jetzt morgen gewinnen, nehmen wir das gerne mit.“

Der Spielplan in der Übersicht

Pool E mit BUL, GER, USA (Ortszeiten, deutsche Zeit eine Stunde zurück)
4.7.: BUL – GER 3:1
5.7.: GER – USA 3:2
6.7.: USA – BUL (20.45)

Tabelle Pool E
1. BUL - 3 Punkte - 3:1-Sätze - 1 Spiel
2. GER - 2 Punkte - 4:5 Sätze - 2 Spiele
3. USA - 1 Punkt - 2:3-Sätze - 1 Spiel

Pool F mit BRA, CUB, POL
4.7.: CUB - BRA 3:0
5.7.: BRA - POL 2:3
6.7.: POL - CUB (17.30)

Tabelle Pool F
1. CUB - 3 Punkte - 3:0-Sätze - 1 Spiel
2. POL - 2 Punkte - 3:2-Sätze - 1 Spiel
3. BRA - 1 Punkt - 2:6 Sätze - 2 Spiele

Halbfinals*
7.7.: 1. F – 2. E (17.30) / 1. E – 2. F (20.45)
* wenn BUL als Zweiter die Halbfinals erreicht, wird das Spiel wohl abends stattfinden

Finalspiele
8.7.: Spiel um Platz 3 (17.30) / FINALE (20.45)

Alle Infos zur World League

Quelle: DVV



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