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World League: DVV-Männer bestes Team der Vorrunde - 3:2 gegen Bulgarien

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Foto FIVB: Christian Fromm wurde auf der Diagonalposition eingesetzt und machte seine Sache sehr gut.

Die deutschen Volleyballer haben auch ihr bedeutungsloses letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Bulgarien gewonnen und die erste Phase der World League mit der sensationellen Bilanz von zehn Siegen und zwei Niederlagen beendet. Die DVV-Auswahl ist damit bestes aller 16 teilnehmenden Teams in der Vorrunde. Nach den souveränen 3:0-Siegen gegen Argentinien und Portugal siegte das Team auch ohne seinen geschonten Topangreifer Georg Grozer in Sofia mit 3:2 (25:16, 24:26, 25:23, 25:27, 17:15).

Deutschland stand schon zuvor als souveräner Gruppensieger und damit Teilnehmer in der am Mittwoch beginnenden Endrunde ebenfalls in der bulgarischen Hauptstadt fest. Beim Kräftemessen der sechs besten Teams der Welt geht es um eine Siegprämie von einer Million Dollar. Gegner in der Gruppenphase sind dort erneut die Gastgeber (Mittwoch) sowie Olympiasieger USA oder Frankreich (Donnerstag). Die besten beiden Teams des Dreierpools qualifizieren sich fürs Halbfinale. Punktbeste Spieler im Duell gegen Bulgarien waren Kapitän Björn Andrae (20) und Grozer-Ersatz Christian Fromm (19).

Startformation Deutschland: Lukas Kampa (Zuspiel) - Christian Fromm (Diagonal) - Björn Andrae, Sebastian Schwarz (beide Außenangriff) - Christian Dünnes, Markus Böhme (beide Mittelblock) - Libero: Ferdinand Tille - Trainer: Vital Heynen

Den Tag des bedeutungslosen letzten Gruppenspiels gegen Bulgarien ließ das deutsche Team ruhig angehen. Jeder Spieler konnte zwischen Ball- und Krafttraining wählen. Georg Grozer hätte vom Bundestrainer sogar komplett frei bekommen, doch er trainierte mit Blick auf die Endrunde freiwillig. Im neuen Bus - der alte mit fast 1,2 Millionen Kilometern auf dem Tacho war bei der Abholung der Brasilianer vom Flughafen in Brand geraten - ging es zur Armeec Arena. Die sonst bei den deutschen 3:0-Siegen gegen Argentinien und Portugal leere Arena war diesmal mit etwa 4000 Zuschauern gefüllt. Wie schon gewohnt würfelte Bundestrainer Vital Heynen seine Startformation durcheinander. Auf der Liberoposition begann Ferdinand Tille statt Markus Steuerwald, diagonal erhielt Christian Fromm für den geschonten Grozer eine Chance auf ungewohnter Position. Und wieder glückte dem deutschen Team dank starker Aufschläge und einem sofort hellwachen Block ein perfekter Start. Später im Satz kamen Simon Tischer und Marcus Popp, und die Deutschen spielten die extrem verunsicherten Bulgaren regelrecht an die Wand. An der deutschen "Mauer" am Netz war kein Vorbeikommen, Marcus Böhme überragte mit einer von zwei Assen gekrönten Aufschlagserie und im Angriff überzeugte besonders Kapitän Björn Andrae.
Er sorgte auch im zweiten Durchgang aus schwierigen Positionen mit sonst eher aus dem Beach-Volleyball bekannten Angriffen für eine 9:6-Führung. Dann steigerten sich die Bulgaren jedoch vor allem in Sachen Aufschlag und bekamen bei einigen strittigen Entscheidungen auch die Hilfe der Schiedsrichter. So blieb es knapp bis zum Satzende. Die Bulgaren wehrten beim 23:24 einen deutschen Satzball ab, dann wurde Andrae zweimal geblockt und die Gastgeber glichen unter dem Jubel der Fans zum 1:1 aus.
Der dritte Durchgang begann mit einem Strafpunkt für die mit dem Referee unzufriedenen Deutschen, die aus dem neuerlichen Rückschlag aber Motivation schöpften. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe mit teils langen Ballwechseln, aber auch immer wieder mit leichten Fehlern auf beiden Seiten.

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Foto FIVB: Bundestrainer Vital Heynen stürmte mit seinem Tea zum ersten Mal in der Geschichte in die World League-Finalrunde.

Den Ausschlag in Durchgang drei gab schließlich eine Aufschlagserie von Marcus Böhme vom 20:21 zum 23:21. Der starke Andrae verwandelte schließlich den zweiten Satzball zur 2:1-Führung.

Der vierte Durchgang war bis zum 10:19 einer der schwächsten deutschen in der diesjährigen Weltliga-Saison. Doch erneut kam das Team zurück - Christian Dünnes am Aufschlag wehrte vom 21:24 bis zum 24:24 drei Satzbälle in Serie ab, doch ihren fünften nutzten die Bulgaren zum 2:2.

Auch der Tiebreak schließlich war h0oh dramatisch und auf beiden Seiten auf Topniveau. Beim 12:9 hatten die vom überragenden Punktesammler Zwetan Sokolow angetriebenen Bulgaren erstmals drei Zähler Vorsprung - doch dann kam wieder Dünnes an den Aufschlag. Er sorgte mit vier starken Aufschlägen für ein 14:12. Beim zweiten Matchball hämmerte Böhme noch den Angriff ins Netz, doch beim vierten leisteten die Bulgaren mit einem Angriff weit ins Aus die nötige Schützenhilfe.

Am Mittwoch kommt es in der Endrunde zur Revanche. Zweiter Gruppengegner ist wohl am Donnerstag entweder Olympiasieger USA oder Frankreich. Das entschied sich erst in der Nacht zum Montag am letzten Spiel der Gruppe C in Dallas. Das deutsche Team bekommt für die Endrunde noch prominente Verstärkung. Jochen Schöps fliegt am Montag nach einer Woche wohlverdienten Urlaubs in Bulgariens Hauptstadt ein, um seine Kollegen beim Kampf um den Jackpot von einer Million Dollar zu unterstützen.

Stimmen
Vital Heynen (Bundestrainer): "Die Mannschaft hat mich wieder überrascht und beeindruckt. Sie haben in einer völlig ungewohnten Aufstellung gespielt, Christian Fromm wohl das erste Mal im Leben auf Diagonal - und sie haben trotzdem gewonnen. Und das gegen die Bulgaren, die daheim unbedingt gewinnen wollten."

Sebastian Schwarz: "Wir haben so in dieser Formation noch nie zusammengespielt. Wir haben trotzdem ein sehr gutes Spiel gemacht und trotz allem gewonnen. Das ist stark und gibt Rückenwind für die Endrunde."


Die Abschlusstabelle
1. GER – 30 Punkte – 33:10-Sätze – 10:2-Siege
2. BUL – 22 Punkte – 28:21-Sätze – 8:4-Siege
3. ARG – 19 Punkte – 22:23-Sätze – 6:6-Siege
4. POR – 1 Punkt – 7:36-Sätze – 0:12-Siege

Alle Infos zur World League

Quelle: DVV



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