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World League: DVV-Männer mit einem Bein in Finalrunde – 3:1-Sieg gegen Bulgarien

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Foto Jürgen Sabarz: Mit vereinten Kräften gegen den überragenden Sokolov. Block von Grozer, Dünnes und Kaliberda.

Die DVV-Männer können mit den Planungen für die erstmalige Teilnahme an der Finalrunde der World League beginnen: Durch das abschließende 3:1 (25-20, 28-26, 22-25, 25-22) gegen Bulgarien in Guimaraes/POR baute die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen den Vorsprung auf die zweitplatzierten Bulgaren bei einer Bilanz von 7:2-Siegen auf sechs Zähler Vorsprung auf. D.h., dass der deutschen Mannschaft beim abschließenden Vorrunden-Turnier in Sofia/BUL (29. Juni bis 1. Juli) vier Punkte genügen (z.B. ein klarer Sieg und eine 2:3-Niederlage), um als Gruppensieger erstmals in der Historie den Sprung zur Finalrunde perfekt zu machen. Punktbeste Spieler beim Erfolg gegen den Weltranglisten-9. Bulgarien waren Marcus Popp (16) und Denis Kaliberda und Marcus Böhme (je 13).


Startsechs Deutschland: Simon Tischer (Z), Jochen Schöps (D), Denis Kaliberda - Markus Popp (A/A), Christian Dünnes – Markus Böhme (MB), Libero: Markus Steuerwald, Trainer: Vital Heynen

Startsechs Bulgarien: Libero: Georgi Bratoev (Z), Tsvetan Sokolov (D), Valentin Bratoev – Todor Skrimov (A/A), Teodor Todorov – Kostadin Gadzhanov (MB), Libero: Vladislav Ivanov, Trainer: Nayden Naidenov


Spielverlauf
1. Satz: Von Beginn an ganz enge Auseinandersetzung, enge Punktstände, kein Team kann sich absetzen. Popp, Böhme und Schöps machen Punkte, dennoch bei 7-8 zurück. Dünnes egalisiert zum 9-9, das deutsche Team erarbeitet sich aber keine Vorteile. Bei 12-13 1. Auszeit Heynen. Nach Rotationsfehler von Bulgarien immerhin16-14 Führung für das deutsche Team. Im letzten Drittel nach einem schönen Kaliberda über den Block „gerollten“ Ball Drei-Punkte-Führung bei 20. Bulgarien reagiert mit Auszeit. Es folgt eine schöne Aufschlagserie von Schöps, Kaliberda und Böhme können abstauben. Schöps setzt mit einem „Cut“ zum 24. Punkt nach. Bei 24-20 noch ein Doppelwechsel (Grozer und Kampa kommen) und nach einer Superabwehr von Kampa macht Geburtstagskind Kaliberda den letzten Punkt. Diesen Satz hat man sich hart erarbeitet.

2. Satz: Im 2. Durchgang zunächst 0:2 Minibreak für Bulgarien, bei 4 egalisiert Schöps. Die Teams belauern sich. Über 7-8 hält sich das deutsche Team im Spiel, sehr gute Feldabwehr schafft immer wieder Möglichkeiten, aber in der Annahme im 2. Drittel leichte Probleme. Immerhin noch Vorteil bei 16-14. Bei 17-14 Auszeit Bulgarien nach eigenem Angriffsfehler, dann aber schnell 19 Einstand nach bulgarischen Aufschlaghämmern (Sokolov), die keine entscheidenden Angriffe des deutschen Teams zulassen. Schöps markiert den ersten „Zwanziger“. Heynen ordnet wieder Doppelwechsel an. Nach 22 Einstand erfolgreicher Aufschlag von Grozer, Auszeit Bulgarien folgt. Grozer mit Angriffsfehler, Doppelwechsel zurück: Tischer und Schöps kommen wieder. Extrem spannende Schlussphase: Kaliberda und Dünnes halten die Mannschaft im Spiel, bei 25-26 Auszeit Heynen. Popp „mogelt“ einen Ball am Block vorbei: Einstand. Tischer versucht dasselbe – mit Erfolg und Schöps macht mit seinem Aufschlag und dem daraus folgenden Gegenangriff Punkt 28 und den „Sack zu“.

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Foto Jürgen Sabarz: "Freischuss" für Denis Kaliberda.

3. Satz: Im 3. Satz Aufschlagserie vom bulgarischen Diagonalspieler Sokolov: 0-4! Konzentration beim deutschen Team etwas im Keller: schnell 2-8 zurück. Bei 8-11 Time out Bulgarien – mit Aufschlägen von Grozer hat das deutsche Team aufgeholt. Bulgarien aber doch wieder stark im Aufschlag: 12-16. Das deutsche Team müht sich redlich, kann aber keine Serie erzwingen. Kaliberda und Dünnes bringen immerhin 2-Punkte-Abstände bei 15-17 und 16-18. Doch Bulgarien baut wieder 4-Punkte-Abstand über 18-22 bis 20-24 aus, dann nach Kaliberda-Lob noch 22-24 und letzte Hoffnungen. Bulgarien reagiert mit Auszeit und greift danach erfolgreich an.

4. Satz: Im 4. Satz Start mit Grozer und Kampa. Bei 5 Einstand, dann folgen 3 bulg. Fehler zur 8-5 Führung für das deutsche Team. Die 11-7 Führung reduziert sich auf 11-10 nach deutschen Annahmeproblemen, dann helfen wiederum bulgarische Fehler zur 16-12 Führung. Bulgarien weiter gefährlich mit Schnellangriffen und im Aufschlag. Bulgarien drängt: bei 19-17 Auszeit von Heynen, dann helfen wieder zwei bulgarische Fehler (Trainer Naidenov später in der PK: „Mein junges Team macht zu viele Fehler!“) zur 21-17 Führung. Auszeit Bulgarien. Es folgen zwei Grozer-Fehler im Aufschlag und Angriff ... und plötzlich nur noch 21-20. Heynen erneut mit Doppelwechsel: Schöps und Tischer kommen ins Spiel. Ein bulgarischer Aufschlagfehler verschafft etwas Luft zum 22-20, dann verzieht Schöps: 22-21. Dann aber kontern Böhme und Dünnes zum 24-22 und Schöps landet ein Ass zum 25-22. Riesige Erleichterung.

Fazit: Nach zwei klaren Siegen gegen Portugal und Argentinien das erwartet schwere Spiel vs Bulgarien. Von Beginn an ein Pokerspiel, ganz enge Satzstände, Versuche Fehler zu vermeiden und dann im richtigen Augenblick zuzuschlagen. Musterbeispiel dafür der 2. Satz: deutsches Team angespannt, aber doch gelassen bis zum Ende. Dann aber den Satzbeginn im 3. Durchgang verschlafen, Einwechslung von Grozer bringt keine Wende, deutsches Team kann den Aufschlagdruck des bulgarischen Diagonalspielers Sokolov nicht kontern. Im 4. Satz dann doch wieder sehr konzentrierte, aber nicht fehlerlose Leistung zum ersten Sieg über Bulgarien. Die Ausgeglichenheit im Team, das die Ruhe bewahrt hat, gab den Ausschlag. Aufregung gab es – aber nie Hektik. Dieser wichtige Sieg sorgt nun für 6 Punkte Vorsprung in der Gruppe und eine glänzende Ausgangsposition zum Erreichen des WL Finales in Sofia in 2 Wochen.


Stimmen

Bundestrainer Vital Heynen: „Ein sehr enges Spiel, nicht leicht nach den zwei vorhergehenden Niederlagen. Ein wichtiger Schritt Richtung Finale. Einen Spieler kann ich heute nicht hervorheben, das ist eigentlich ein gutes Zeichen. Das Team ist ruhig geblieben. Man kann nicht alles gewinnen, aber man muss zurückkommen – wie im 3. Satz. Man kann das Gewinnen nicht lernen, aber man muss weiter spielen, Chancen suchen. Das macht mein Team ganz gut – wie auch im 3. Satz, nachdem der Anfang verschlafen wurde. So etwas kommt vor nach zwei Sätzen Anspannung – aber wir kamen zurück. Das war ganz wichtig für den 4. Satz.“

Christian Dünnes: „Das war nicht das beste Niveau, da war noch Luft nach oben. Nach den letzten beiden Verlustspielen war das schön schwer. Sokolov unter Kontrolle zu bringen ist uns nicht gelungen. Es ist schwer, etwas gegen einen solchen Spieler zu machen.“

Simon Tischer: „Wir haben uns doch schwer getan. Haben uns vorgenommen besser zu spielen, ist nicht ganz gelungen. Es war doch ein wenig Müdigkeit da – jetzt nach drei Spielen hintereinander. Aber der Wille war da, ungebrochen, auch nach dem schwachen Start im 3. Satz. Dann hat aber auch Sokolov Fehler gemacht – er machte ja 80% des bulgarischen Spiels.“

Max Günthör: „Das war ein Superspiel: im 1. und 2. Satz richtig gut, dann kam der Hänger im 3. Satz. Da wären wir aber fast noch rausgekommen. Im 4. Satz wieder eine souveräne Leistung. War gut anzusehen.“

Ferdinand Tille: „Wir haben uns schwer getan – aber doch gegen einen Gegner mit Format. Eigentlich ist uns aber doch das gelungen, was wir uns vorgenommen hatten: im 3. Spiel mit einer konzentrierten Leistung das schaffen, was wir in den ersten beiden Spielen nicht gepackt haben, weil wir da nicht 100% gegeben haben.“

Georg Grozer: „Das war heute schwer für beide Seiten, das konnte man gleich von Beginn an merken. Im 1. und 2. Satz waren wir sehr konzentriert, im 3. Satz haben wir bei den Aufschlägen von Sokolov etwas zu lange „geschlafen“. Am Ende haben wir dann auch besser geblockt. Sokolov ist schon gut, aber es zeigt sich wieder: einer allein kann nicht gewinnen.“

Die aktuelle Tabelle
1. GER – 22 Punkte – 24:8-Sätze – 7:2-Siege
2. BUL – 16 Punkte – 20:15-Sätze – 6:3-Siege
3. ARG – 16 Punkte – 17:15-Sätze – 5:4-Siege
4. POR – 0 Punkte – 4:27-Sätze – 0:9-Siege

Jürgen Sabarz



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