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Olympia-Qualifikation (M): Erste Niederlage für DVV-Männer

Erste Niederlage für die DVV-Männer bei der Olympia-Qualifikation in Sofia (Bulgarien). Gegen den Gruppenfavoriten Italien verloren sie mit 0:3 (22:25, 21:25, 22:25). Bereits vor der Partie standen die Deutschen als Teilnehmer am Halbfinale fest. Ob sie in dieses nun als Gruppenerster oder –zweiter einziehen, entscheidet sich erst am Freitag (11. Mai). Im letzten Vorrundenspiel (16.30 Uhr) muss Italien gegen die Slowakei gewinnen, um Platz eins zu erobern.

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Die DVV-Männer um Georg Grozer und Christian Dünnes konnten die Angriffe der Italiener zu selten stoppen und verloren 0:3 (22:25, 21:25, 22:25) (Foto: Conny Kurth)

Die Partie gegen den Weltranglisten-Dritten und Vize-Europameister begann unter schwierigen Vorzeichen. Sowohl die Netzhöhe als auch die Antennen mussten mühevoll justiert werden . Und schließlich wurde Bundestrainer Vital Heynen sogar unter dem Namen seines Vorgängers Raul Lozano in der Halle vorgestellt.

In einem sehr emotional geführten Spiel hatten holten die Deutschen – dieses Mal mit Christian Dünnes, Björn Andrae und Sebastian Schwarz anstelle von Max Günthör, Denis Kaliberda und Marcus Popp in der Startformation - im ersten Satz einen Rückstand von sechs Punkten (14:20) auf und lagen sowohl im zweiten als auch im dritten Satz mit bis zu vier Punkten (12:8) und drei Punkten (22:19) vorn. Letztlich aber hatten sie doch aufgrund einer höheren Eigenfehlerquote und geringeren Durchschlagskraft im Angriff das Nachsehen.

Beste Punktesammler waren Georg Grozer (18), Schwarz (9), Andrae (5) und Max Günthör (5). Grozer war es auch, der für den spektakulärsten Ball der Begegnung sorgte. Beim Stand von 10:11 im dritten Satz erwischte einer seiner Aufschläge Italiens Libero Andrea Bari mit voller Wucht im Gesicht, so dass dieser mit Nasenbluten erst einmal behandelt werden musste.

„Es war schön, gegen so ein gutes Team wie Italien zu spielen. Sie waren heute das bessere Team. Das muss man respektieren“, sagte Heynen. „Das Ergebnis 0:3 tut natürlich weh. Aber wie wir gespielt haben, hat Spaß gemacht.“

Auf wen Deutschland im Halbfinale am Samstag (12. Mai) trifft, steht noch ebenso wenig fest wie die genaue Uhrzeit. Das erste Halbfinalspiel wird um 16.30 Uhr, das zweite um 19.45 Uhr angepfiffen. In der anderen Vorrundengruppe steht Gastgeber Bulgarien als Halbfinalteilnehmer fest. Um den zweiten Platz kämpfen Serbien und Spanien, die sich am Donnerstag 3:1 trennten. Das Finale findet am Sonntag (13. Mai, 19.45 Uhr) statt. Nur der Turniersieger qualifiziert sich für die Olympischen Spiele 2012.

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Italiens Libero Andrea Bari holte sich von Georg Grozer eine blutige Nase (Foto Conny Kurth)

Weitere Stimmen

Vital Heynen: „Wir haben verloren, aber gut mitgespielt – und das mit anderen Leuten auf dem Feld. Natürlich läuft da das Eine oder Andere nicht perfekt. Aber ich habe zwölf Spieler und das Turnier ist noch lang. Vielleicht haben wir etwas zu viel versucht, um zu gewinnen. Italien aber ist keine Mannschaft, gegen die man einfach spielen kann. Für das Halbfinale gehe ich von Bulgarien als Gegner aus. Gucken wir mal, was da passiert.“

Björn Andrae: „Das war ein schönes Spiel. Es hat Spaß gemacht. Die Mannschaft war neu zusammen gewürfelt. Die Italiener dann so zu ärgern, ist eine ordentliche Leistung. Den zweiten und dritten Satz hätten wir gewinnen müssen. Ein Spiel haben wir ja jetzt noch Zeit – dann müssen wir topfit sein.“

Markus Steuerwald: „Wir haben heute einige Sachen ausprobiert und hoffen, dass wir noch zwei Spiele vor uns haben. Dafür war es wichtig, dass alle gespielt haben. Trotzdem ist es ärgerlich, dass wir 0:3 verlieren.“

Sebastian Schwarz: „Im zweiten und dritten Satz hatten wir die Chance, diese zu gewinnen und damit das Spiel für uns zu entscheiden. Trotz der Niederlage haben wir etwas Schönes vor uns: Das Halbfinale wartet auf uns. Ich persönlich merke, dass mir nach dem frühen Saisonende Spielpraxis fehlt. Es ist daher perfekt, Spiele auf hohem Niveau zu machen. Sie tragen dazu bei, dass ich in Form komme.“

Spielfilm
1. Satz
5:8, 14:16, 19:21, 22:25
2. Satz
7:4, 8:5, 12:9, 16:14, 19:22, 21:25
3. Satz
5:5, 7:8, 9:11, 15:15, 16:15, 19:17, 19:19, 22:19, 22:23, 22:24, 22:25

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Zuspieler Simon Tischer ärgerte sich – denn vor allem in den Sätzen zwei und drei war für die DVV-Männer mehr drin (Foto Conny Kurth)

Spielstatistik
Deutschland
Aufschlag 10 Punkte, Annahme 64% (36% perfekt), Angriff 32 Punkte (37%), Block 6 Punkte
Steuerwald L, Schwarz 9, Tischer 1, Andrae 5, Böhme 4, Grozer 18, Schöps 2, Kampa, Dünnes 4, Günthör 5, nicht eingewechselt: Popp, Kaliberda
Italien
Aufschlag 2 Punkte, Annahme 57% (34% perfekt), Angriff 42 Punkte (52%), Block 10 Punkte
Mastrangelo 10, Kovar 1, Parodi 9, Bari L, Lasko 12, Zaytsev 10, Travica 4, Fei 10, nicht eingesetzt: Papi, Boninfante, Savani, Birarelli

Quelle: Conny Kurth



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