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Olympia Qualifikation (F): Knappe Niederlage gegen TUR

Des einen Freud, des anderen Leid. Während Gastgeber Türkei mit dem 3:1-Sieg (18-25, 25-16, 25-23, 30-28) gegen das deutsche Team Sieger der Gruppe A ist und damit im Halbfinale steht, muss die DVV-Auswahl im letzten Gruppenspiel morgen gewinnen um ebenfalls in der Runde der letzten vier Teams zu sein.

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Gastgeber Türkei jubelt über den Gruppensieg im Pool A. Nach dem 3:1-Sieg gegen das stehen die Türkinnen damit sicher im Halbfinale (Foto: CEV)

Ausführlicher Spielbericht

Startformation Deutschland: Kathleen Weiß, Angelina Grün, Maren Brinker, Corina Ssuschke-Voigt, Christiane Fürst, Margareta Kozuch und Libero Lenka Dürr

Startformation Türkei: Bahar Toksoy, Gözde Sonsirma Kirdar, Naz Aydemir, Esra Gümüs, Eda Erdem Dündar, Neslihan Darnel und Libero Gülden Kuzubasioglu


Das deutsche Team startet mit seiner gewohnten ersten Sechs, die deutschen Liberos Kerstin Tzscherlich – zumeist für Annahme – und Lenka Dürr – in der Abwehr, agieren dabei im Wechsel. Die DVV-Auswahl ist sehr gut auf den Gegner eingestellt, agiert vom ersten Punkt an stark und führt zur ersten Technischen Auszeit (TA) bereits mit 4 Punkten. Das Spiel des Gastgebers schwankt in der Folge zwischen wuchtigen und erfolgreichen Angriffsaktionen, aber auch leichten Fehler. So kann das deutsche Team seinen 4-Punkte-Vorsprung mit in die zweite TA nehmen, auch wenn auf DVV-Seite auch nicht alles gelingt. Auch wenn die Türkinnen, mit der unglaublich lautstarken Zuschauerkulisse, noch mal das Risiko erhöhen um den Satz noch umzubiegen, so bleibt die DVV-Auswahl ganz ruhig und konstant im eigenen Spiel. Mit einem insgesamt guten Spiel, inklusive einem überragenden Block (6 Punkte), holt sich das deutsche Team den ersten Satz mit 25-18.

Den zweiten Satz beginnen die Türkinnen mit noch mehr Druck und Risiko – vor allem im Aufschlag. Die deutsche Annahme hat in dieser Phase einige Probleme und der Gastgeber zieht davon. Mit 5 Punkten führt die Türkei zur ersten TA, zur zweiten TA mit 6 Punkten. Die Sicherheit und Ruhe aus dem ersten Satz ist nun beim deutschen Team nicht mehr vorhanden, dazu fällt die Qualität in allen Elementen ab. Die Türkinnen können somit ungefährdet den Durchgang mit 25-16 für sich entscheiden.

Im der ersten Phase des dritten Durchgangs kann weder die Türkei an die Leistung im zweiten Satz, noch das deutsche Team an das Niveau vom ersten Durchgang rankommen. Auf beiden Seiten wechseln sich gute Aktionen, mit leichten Fehlern ab. So ist das Ergebnis lange ausgeglichen, bis kurz nach der zweiten TA Mareen Apitz mit einigen starken Aufschlägen die deutsche Führung ausweitet. Doch die Türkinnen kommen, ebenfalls mit einem guten Aufschlagspiel, zurück und starten ein Serie. 5 Punkte in Folge kann der Gastgeber erzielen und dies reicht um den Durchgang knapp zu gewinnen. 25-23 holen die Türkinnen damit den dritten Satz.

Im vierten Durchgang beginnt Mareen Apitz für Kathleen Weiß im Zuspiel. Dazu kommt früh Anne Matthes für Maren Brinker um die Annahme zu stabilisieren, die in der Anfangsphase wackelt. Beide Maßnahmen fruchten und als kurz nach der ersten TA Corina Ssuschke-Voigt eine ganz starke Aufschlagserie hinlegt, zieht das DVV-Team davon. Aus einem 3-Punkte-Rückstand, haben die deutschen Frauen zur zweiten TA einen 5-Punkte-Vorsprung gemacht. Doch viel zu viele leichte Fehler in der Folge auf deutscher Seite lassen den Vorsprung wieder kleiner werden. Zwischenzeitlich kann die Türkei sogar ausgleichen, aber das DVV-Team hält in dieser Phase mit großem Kampfgeist dagegen und holt sich wenig später 3 Satzbälle. Doch wieder kommen die Türkinnen zurück, gleichen aus und haben anschließend Matchbälle. Die deutsche Auswahl stemmt sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage, aber auch die Türkinnen zeigen enormen Einsatz. Das DVV-Team hat dazu das Pech, dass die Schiedsrichter einige Fehlentscheidungen gegen die deutsche Auswahl treffen und anstatt dem Satzausgleich folgt wenig später der der Sieg für die Türkei. Zwar zeigte die Türkei insgesamt eine gute Leistung, aber leider waren für den Spielausgang auch die Fehlentscheidungen mitverantwortlich. Das deutsche Team wird somit um den Lohn für ein Match voller Einsatz und Kampfgeist gebracht.

Spielfilm aus deutscher Sicht
1. Satz: 4-2, 8-4, 13-10, 16-12, 20-15 (Schaus für Fürst), 23-18 (Apitz für Weiß), 24-18, 25-18

2. Satz: 2-4, 3-8, 4-10 (Beier für Brinker), 4-11 (Apitz für Weiß), 10-16, 13-22 (Matthes für Grün), 15-24, 16-25

3. Satz: 4-3, 4-8, 13-14 (Apitz für Weiß), 16-15, 16-16 (Beier für Brinker), 21-23 (Brinker für Beier), 22-24, 23-24 (Schaus für Fürst), 23-25

4. Satz: 4-2, 4-7 (Matthes für Brinker), 7-8, 13-10, 16-11, 20-15, 20-19 (Beier für Grün), 20-20 (Brinker für Matthes), 21-20 (Rückwechsel: Grün für Beier), 24-21, 24-24, 24-25, 25-26, 26-27, 28-27, 28-29, 28-30

Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Giovanni Guidetti: „Die Türkei hat heute gut gespielt, was mich nicht überrascht, den sie waren gut auf das Match vorbereitet. Auf der anderen Seite muss ich ganz offen sagen, dass ich mir nach heute sicher bin, dass die Türkei dieses Turnier gewinnen wird. Hier herrscht so viel politische Macht des Türkischen Verbandes und das hat dieses Match eindeutig gezeigt. Man muss als Gegner pro Satz 30 klare Punkte machen um gewinnen zu können oder dürfen. Aber das ist leider nicht möglich. So viele Fehlentscheidungen gegen uns, vor allem in so wichtigen Situationen, ist ein Skandal.“

Team-Kapitän GER, Margareta Kozuch:: „Das war ein wirklich enges und emotionales Match. Wir haben leider in den entscheidenden Phasen unsere Angriffe nicht mehr durchbekommen und die Türkei hat uns zudem mit einem starken Aufschlag immer wieder unter Druck gesetzt. Jetzt müssen wir morgen gewinnen um ins Halbfinale einzuziehen. Nur darauf kann jetzt unser Fokus gehen.“

Marco Motta, Headcoch TUR: „Im ersten Satz war Deutschland klar besser, aber danach haben wir die beste Leistung im bisherigen Turnier gespielt. Wir sind jetzt im Halbfinale und wollen noch zwei Siege schaffen. Ich bin mir aber sicher, dass Deutschland uns ins Halbfinale folgen wird und dann ist eh alles wieder offen.“

Team-Kapitän TUR, Esra Gümüs: „Ich denke das war heute ein sehr ausgeglichenes Match mit meiner Meinung nach zwei gleich starken Teams. Beide wollten unbedingt gewinnen und haben dafür alles gegeben. Ich bin sehr glücklich, dass wir das bessere Ende für uns hatten.“

Statistik
GER: Aufschlag (14 Fehler und 7 Asse), Block (17 Punkte), Angriffsquote (37 %)
TUR: Aufschlag (10 Fehler und 3 Asse), Block (16 Punkte), Angriffsquote (41 %)

Der deutsche Kader bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Ankara: Kathleen Weiß, Maren Brinker, Corina Ssuschke-Voigt, Margareta Kozuch, Christiane Fürst, Angelina Grün, Heike Beier, Anne Matthes, Mareen Apitz, Kerstin Tzscherlich, Lenka Dürr, Nadja Schaus

Bundestrainer: Giovanni Guidetti
Teammanager + Team-Journalist: Matthias Willnat
Co-Trainer: Felix Koslowski
Co-Trainer: Jan Lindenmair
Scout: Alessandro Beltrami
Athletik-Trainer: Michael Döring
Mentaltrainer: Christian Fust
Physiotherapeuten: Holger Thomas
Physiotherapeuten: Uli Henatsch
Teamarzt: Nikolaus Streich

Quelle: DVV



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