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Gut gespielt und viel gelernt beim 30. internationalen Volleyballturnier "Memorial Ferruccio Cornacchia" von Pordenone

Gut gespielt und viel gelernt! Unter diesem Motto könnte der Auftritt unserer beiden BaWü-Auswahlteams bei ihrem österlichen Auftritt anlässlich des dreißigsten internationalen Volleyballturniers „Memorial Ferruccio Cornacchia“ von Pordenone stehen.



Schon in der Vorrundengruppe mussten sich unsere Jungs (Jg. 95/96) gegen die um zwei Jahre älteren Juniorennationalmannschaften Hollands und Norwegen auseinandersetzen.



Erster Höhepunkt für unser junges Team war dann aber zunächst das Auftaktspiel  gegen den späteren Turniersieger Sisley Treviso. Nachdem der erste Satz mit 17:25 verloren wurde, fanden unsere Jungs zunehmende besser ins Spiel. Stabil in der Annahme (Lars Hammer , Jens Sandmeier) und wirkungsvoll  im Angriff von den Außenpositionen (Heiko Figgemeier, Jens Sandmeier) konnten sich unsere Jungs Punkt für Punkt absetzen. So sehr sich Sisley auch wehrte, der zweite Satz ging an BaWü! Nun gewarnt, nahmen die Italiener die junge Deutsche Mannschaft ernst und konnten am Schluss eines anfänglich ausgeglichenen Satzes das bessere Ende für sich verbuchen. Zwar ging dann auch das zweite Gruppenspiel mit 1:2 verloren, jedoch musste sich das holländische Auswahlteam den Sieg schwer erkämpfen. Der Grund dafür war ein wiederum äußerst stabiler K1 in dem ein in Annahme und Angriff bestens aufgelegter Timon Schippmann fast jeden Pass von Zuspieler Luca Wanek verwandeln konnte. So wäre vielleicht sogar mehr möglich gewesen, wenn von den 37 Chancen in der Feldverteidigung mehr als nur 6 zugespielt hätten werden können…

Gegen Norwegen war dann leider zu keiner Zeit des Matches was zu holen. Zu clever agierten die athletisch überlegenen Skandinavier, die fehlerfrei und routiniert die deutlich sichtbaren Abwehrschwächen nutzten.

So konnte unser Team bei diesem stark besetzten Turnier am zweiten Tag maximal um Platz 10 spielen. Das erste Spiel ging gegen die Regionalauswahl von Venedig. Kaum begonnen, stand es aber schon 1:0 für die Selezione F.V.G. Nach einer „kleinen Traineransprache“ wandelte sich das Bild ab Satz zwei aber deutlich. Auf der Basis eines engagierten, qualitätsorientierten Spiels konnten unsere Schnellangreifer Moritz Angele, Steffen Haussmann und Manuel Harms jeden Ball von Zuspieler Jannis Hopt verwandeln (100%!). Da auch die Verteidigung effektiver als zuvor operierte, wurden die notwendigen Breaks erarbeitet und das Spiel letztendlich klar mit 3:1 gewonnen.

So hatte das BaWü-Team die Chance, in der Endspielhalle das Finale um Platz 10 gegen eine physisch starke bulgarische Mannschaft aus Varna zu spielen. Diesmal von Anfang an sehr konzentriert lieferten unsere Jungs ihre beste Turnierleistung ab. Der Aufschlag zeigte Wirkung, die verteidigten Bälle wurde präzise zugespielt und mit klugen Angriffen abgeschlossen. Auch der im allgemeinen sonst nicht so starke Schnellangriff setzte sich gut in Szene (vor allem Steffen Haussmann), so dass in den wichtigen Spielsituationen unsere Außenangreifer die entscheidenden Bälle setzten konnten (Jan Jalowetzki). 

Alles in allem also ein guter Auftritt unserer BaWü-Jungs, wenn auch bis zum Bundespokal im Juni noch viel zu tun bleibt…

Auch für die die Ba-Wü Mädchen war schon im Vorfeld klar, dass das Turnier eine schwere Prüfung werden würde. Aufgrund vieler Verletzungen schon im Vorfeld sowie der aktuellen Verletzung von Lisa Arnholdt im Training, konnten nur 9 Mädchen an den Start gehen. Und da bei dem Turnier Spielerinnen bis zum Jahrgang 93 zugelassen waren, mussten die Löwinnen mit „echten Krachern“ rechnen.

Zum Auftakt kam man auf die 96er Nationalmannschaft der Schweiz, das einzige Team unseren Jahrgangs.  Die sehr perspektivreiche Mannschaft erwischte einen sehr guten Start (und BaWü einen schwachen) und konnte den ersten Satz locker gewinnen. Im zweiten Satz drehte das Spiel, es entstand ein offenen Spiel, in dem die Eidgenosseninnen den zweiten Satz 26:24 gewinnen konnten. Im dritten Satz lief der Ba-Wü Motor dann deutlich runder. Die Annahme stabilisierte sich, der Schnellangriff mit Nadia Jäckle wurde wirkungsvoller und das Blockspiel steigerte sich, so dass der dritte Satz „zu 15“ gewonnen wurde.

Im zweiten und dritten Spiel kamen dann die „dicken Brocken“, mit denen gerechnet werden musste. Zuerst wurde die Mannschaft von den Slovakinnen aus Bratislava erdrückt und im Anschluss unterlag das Team der Heimmannschaft aus Porcia, wobei im letzten Spiel der Vorrunde mit dem ersten Satz die beste Leistung des Turniers erreicht wurde. So wurde die Mannschaft Gruppenletzter und zog zum ersten Mal sei der Teilnahme an dem Turnier nicht in die Finalrunde ein.

In der Platzierungsrunde gelang dann der erste –und einzige – Sieg gegen eine Regionalauswahl aus Drammas in Griechenland – sicher mit 3:0. Im einzigen Spiel des Turniers stand die Mannschaft nicht unter permanentem Druck und konnte sich frei spielen.

So traf man im Finale der der Platzierungsrunde auf die 94er-Nationalmannschaft aus Ungarn,  die sich nach dem Spiel unmittelbar auf den Weg zur Qualifikation für die Juniorinnen-EM machte.  Das Spiel wurde ein abwechslungsreiche Partie, in der die Ba-Wü-Mädchen sich den Gewinn des zweiten Satzes erkämpften und bei Satzball im vierten Satz fast den Endscheidungssatz erzwingen konnten.



Der erreichte 11. Platz ist bei der Turnierstärke absolut angemessen. Ohne die drei Bundeskader Rebekka Hieber, Sophie Schubert und Sarah Thiele sowie die verletzten Kathrin Keller, Fiona Hesse und Lisa Arnholdt bleibt die Mannschaft zwangsläufig hinter ihren Möglichkeiten und muss schon ein kleines Wunder geschehen, wenn der Bundespokal im Juni erfolgreich absolviert werden soll.
   
Michael Mallick und Sven Lichtenauer

Ergebnisse (alle Teams Jahrgang 93):
BaWü (Jungen)        
Sisley Treviso         1:2      (-17,22,-17)
JNM Niederlande    1:2      (-20.-23,20)
Norwegen               0:3      (-20,-22,-25)
Selezione F.V.G.      3:1      (-16,15,14,21)
Varna Bulgaria        3:1      (21,-25,22,20)

Endplatzierung: 

  1. Sisley Treviso
  2. Nazionale Italiana
  3. Nazionale Olandese
  4. Nazionale Ungherese
  5. Nazionale Svizzera
  6. Nazionale Svedese
  7. Nazionale Inglese
  8. Futura Cordenons
  9. Nyborg Bergen Norvegia
  10. Baden - Württemberg
  11. Varna Bulgaria
  12. Agorà Venezia
  13. Pallavolo Motta
  14. Ausa PAV Cervignano
  15. FVG Selection
  16. Bratislava Slovacchia
Ergebnisse Mädchen:
BaWü                        
NM Schweiz (96)               1:2      (-13;-24;15)
Bilikova SLK (93)                0:3      (-20;-15;-21)
Domo Vip Porcia (93)        1:2      (20; -16; -21)
Dramas Grecia (95)           3:0      (15;24;19)
NM Ungarn (94)                1:3      (-20;22;-20;-24)
 
Endplatzierung:
  1. NM Holland (94)                  NED
  2. Northern Light (93)             USA
  3. NM Slovenien (94)              SLO
  4. Domo VIP Porcia (93)        ITA
  5. Bilikova Bratislave (93)       SLK
  6. Koper Slovenia                     SLO
  7. NM Schweden (94)              SWE
  8. Auswahl Istrien                    CRO
  9. NM Schweiz   (96)                SUI
  10. NM Ungarn    (94)                UNG
  11. ARGE BAW                           GER
  12. Aurora Treviso                     ITA
  13. SPEZ Coneliano                    ITA
  14. NM England                          GBR
  15. Centro Coselli TS                  ITA
  16. Ermis Dramas (95)              GRE    



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