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1. Bundesliga Volleyball – Play-offs Halbfinale, 4. Spiel: Von wegen Aprilscherz

Die Saison 2011/2012 ist für den VfB Friedrichshafen beendet: Mit 1:3 (25:17, 22:25, 22:25, 22:25) verloren die Häfler gegen die Berlin Recycling Volleys und unterlagen damit in der Halbfinalserie der Play-offs mit eins zu drei. Zum ersten Mal seit acht Jahren findet das Finale um die Deutsche Meisterschaft nun ohne Beteiligung der Volleyballer vom Bodensee statt.

Berlin (cku). Von wegen 1. April. Nein, mit einem Aprilscherz hatte das vierte Halbfinalspiel der Play-offs in der Volleyball-Bundesliga zwischen dem VfB Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys nichts zu tun. Mit 1:3 (25:17, 22:25, 22:25, 22:25) verlor der amtierende Deutsche Meister und DVV-Pokalsieger 2012 gegen den Herausforderer aus der Hauptstadt und kann damit nicht mehr in den Kampf um die Deutsche Meisterschaft 2012 eingreifen. Eins zu drei endete die Halbfinalserie zwischen den beiden Dauerrivalen – es ist zugleich das Saisonende für die Häfler Volleyballer, die damit in der Meisterschaft Platz drei belegen.

Zum ersten Mal seit acht Jahren müssen sie zuschauen, wenn die nationale Volleyballkrone verliehen wird. Zuletzt war für sie in der Saison 2002/2003 gegen den SV Bayer Wuppertal im Halbfinale Endstation. „Die Meisterschaft ist für uns zu Ende – so früh wie selten“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu, der seit seinem Amtsantritt 1997 pro Saison mindestens einen Titel an den Bodensee holte. „Jetzt werden wir soviel Presse haben wie selten. Wenn wir gewinnen, ist das ja uninteressant.“

Vor exakt 7.042 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle musste der VfB im vierten Halbfinalduell in die dritte Niederlage binnen einer Woche einwilligen. Dabei begann die Partie eigentlich vielversprechend. Das Häfler Team – mit Nikola Jovovic im Zuspiel und Matthew Denmark in der Mitte – begann couragiert und verdiente sich dank druckvollem Angriffs- und Aufschlagspiel souverän den ersten Satz.

Als dieser Druck jedoch nachließ, fanden die Gastgeber immer besser ins Spiel und ließen sich auch durch die Verletzung von Diagonalangreifer Urpo Sivula nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Der eingewechselte Paul Carroll sorgte wie eine Maschine zuverlässig für Zähler um Zähler und avancierte so zum besten Punktesammler der Partie. Friedrichshafen wiederum steckte nicht auf. Die Häfler kämpften um jeden Ball, benötigten letztlich aber zu viele Anläufe, um erfolgreich zu punkten. Der Wille war vorhanden – die Kraft aber ging ihnen zusehends aus.

Immer wieder versuchte Moculescu, durch Wechsel neue Impulse zu setzen. Für Außenangreifer Milos Vemic kam Leonardo dos Santos und für Diagonalspieler Oliver Venno erst Zoran Jovanovic und dann Marcus Böhme ins Spiel. Sowohl im dritten als auch im vierten Durchgang führten die Schmetterkünstler vom Bodensee zur ersten und zweiten technischen Auszeit, gaben in der Endphase jedoch beiden Abschnitte wieder aus der Hand. „Berlin hat eigentlich nichts Besonderes gemacht. Sie haben weder hart aufgeschlagen noch hart angegriffen“, sagte VfB-Kapitän Joao José. „Aber wir waren nicht in der Lage, darauf zu reagieren und gut zu spielen.“

Enttäuschung klang mit – genauso wie bei seinen Teamkollegen, die nur zu gerne ein fünftes Halbfinalspiel erzwungen hätten, nun aber die Saison viel früher beenden als erhofft. „Ich kann noch gar nicht realisieren, dass wir jetzt wirklich raus sind“, sagte Böhme und fügte selbstkritisch hinzu. „Ich weiß nicht, ob wir in der Halbfinalserie alles rausgeholt haben. An manchen Stellen hätten wir sicher besser spielen können.“ Nur wenige Worte fand ebenso Mittelblocker Matthew Denmark: „Ich habe keine Idee, was ich jetzt machen soll. Das habe ich nicht erwartet.“

Während Berlin nun im Finale um die Deutsche Meisterschaft auf Generali Haching trifft, ist für Friedrichshafen nicht nur die Saison beendet, sondern für die kommende Spielzeit rein formell auch keine Teilnahme an der Champions League möglich. Als DVV-Pokalsieger ist der VfB für den CEV Cup qualifiziert und könnte nur dank einer Wild Card an der Champions League teilnehmen. Davon allerdings werden in der kommenden Saison vom Europäischen Volleyball-Verband CEV laut Europa-Rangliste nur zwei Stück vergeben.

Conny Kurth (Pressestelle VfB Friedrichshafen)



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