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CEV-Pokal: Smart Allianz liefert Kampf vor leeren Rängen

Aus im Viertelfinale des Volleyball-Europapokals nach 1:3 bei Robur Tiboni Urbino – Notstand am Spielort in Italien ausgerufen.

Urbino - Stuttgarts Volleyballfrauen haben ihren ersten Ausflug auf europäischem Parkett nach einer 1:3-Niederlage (25:23, 21:25, 14:25, 19:25) bei Robur Tiboni Urbino beendet. Das Pokal-Aus im Viertelfinale wird von Manager Bernhard Lobmüller insgesamt aber als Erfolg gewertet. „Unsere ersten ­Erfahrungen im internationalen Geschäft machen Lust auf mehr.“ ().

Beim Auftritt in Urbino lieferte sich seine Mannschaft, die erneut auf den Einsatz von Kim Renkema (Rückenprobleme) verzichten musste, über 103 Minuten lang einen heißen Kampf mit dem amtierenden CEV-Pokalsieger. Doch die Angreiferinnen um die dominierende italienische Nationalspielerin Ilaria Garzaro waren in den entscheidenden Phasen nicht zu stoppen. „Wir haben eine sehr gute Mannschaftsleistung geboten, haben dann aber die Lockerheit verloren, als wir gemerkt haben, dass wir gewinnen können“, berichtete Bernhard Lobmüller, „bei dieser Geisterstimmung zu spielen war allerdings unschön.“ Die Begleitumstände der aus Sicherheitsgründen vor leeren Rängen ausgetragenen Partie im Palazzo dello Sport Mondolce werden bei allen Beteiligten noch lange nachwirken.

In dem auf 550 Meter Höhe gelegenen Ort der Region Marken sind aufgrund starker Schneefälle seit Tagen Schulen und Kindergärten geschlossen. Die Verwaltung hat sogar den Notstand ausgerufen, die Bevölkerung wurde gebeten, in den Häusern zu bleiben aufgrund herabfallender Eiszapfen. Nur wenige Straßen sind vom Schnee geräumt und passierbar. In der Sporthalle und im Hotel, in dem die Mannschaft aus Stuttgart nach einer abenteuerlichen Anreise untergebracht wurde, gab es Wassereinbrüche. „Wir sind froh, dass wir am Donnerstag schnell wieder weg sind“, sagte Manager Lobmüller.

Sowohl die Verantwortlichen von Robur Tiboni Urbino als auch von Smart Allianz Stuttgart hatten aufgrund des Schneechaos zuvor um eine Spielverlegung gebeten. Doch der europäische Volleyballverband CEV in Luxemburg drohte im Falle einer Spielabsage beiden Vereinen mit Sanktionen. „Offensichtlich leben die Funktionäre in einer anderen Welt oder schauen nie in den Fernseher“, hat der italienische A-1-Ligist daraufhin auf seiner Internetseite veröffentlicht und schrieb weiter: „Wir sind im Verband nur auf Arroganz und Überheblichkeit gestoßen.“ Auch Lobmüller hat keinerlei Verständnis für das Vorgehen des Verbandes. „Die Sicherheit der Spielerinnen scheint den Funktionären jedenfalls nicht so wichtig zu sein wie die korrekte Ausführung des Spielplans“, schimpfte er.

Die Stuttgarter Mannschaft fliegt an diesem Donnerstag von Italien gleich weiter direkt nach Berlin, um sich dort auf die wichtige Bundesligapartie beim SC Potsdam (Samstag, 18.30 Uhr) vorzubereiten.

Tom Bloch



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