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„Ich hätte meine Mutti gerne mit einem Sieg gegen unsere Nachbarn aus den Niederlanden gegrüßt“, so Henning Wegter nach der Auftaktniederlage.

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Bericht Niederlande-Deutschland 3:2 (22:25, 25:20, 21:25, 25:22, 15:12)
2:3 Niederlage zum Auftakt der Junioreneuropameisterschaft

Daraus wurde leider nichts. Die engagiert spielende deutsche Mannschaft musste mit 2:3 klein beigeben. Henning Wegter kommt aus Nordhorn, gerade mal zwei Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt. Klar, daß das Duell mit den Nachbarn für ihn besonders viel Brisanz birgt. In Nordhorn begann Henning das Volleyballspiel mit zwölf Jahren beim VC. Sehr schnell folgte er seinem Vater zum FC Schüttorf und gab dort schon mit fünfzehn Jahren sein Debüt in der zweiten Bundesliga. Der Apfel fiel nicht weit vom Stamm, da Hennings Vater Bundesligaspieler beim FC Schüttorf war. Dem Landestrainer Niedersachsens Heiko Herzberg entging das große Talent Hennings natürlich auch nicht. So wurde Henning in die Landesauswahl berufen und belegte mit der NVV Auswahl beim Bundespokal immer Plätze auf dem Siegerpodest. Um ideale Trainingsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu haben, machte Henning den Schritt nach Berlin schon mit 17 Jahren. Beim VCO Berlin spielte der genau 2 Meter große Mittelblocker zunächst in der zweiten Mannschaft Regionalliga, dann im vergangenen Jahr zweite Bundesliga. Und kommende Saison wird er sich die notwendige Wettkampfhärte mit der Juniorennationalmannschaft unter dem Dach des VCO Berlin in der ersten Bundesliga holen, um bei der Qualifikation zur Junioren-WM bestehen zu können. Bundestrainer Manfred Steinbeißer betreut die Jungs auf ihrem Weg zur WM.

Das Spiel:
1.Satz
Deutschland beginnt mit Kai Kleefisch, Jan Umlauft, Tim Broshog, Henning Wegter, Marcel Herrmann, Sebastian Kühner und Markus Steuerwald auf der Liberoposition.
Das Spiel beginnt sehr ausgeglichen. Bis zur ersten technischen Auszeit (8:7 für die Niederlande) kann sich kein Team absetzen. Umlauft mit einem knallharten Diagonalangriff und Wegter mit einem Schnellangriff setzen ein Zeichen. Nach der Auszeit setzt sich das Spiel weiter mit gekonnten Aktionen aus der Annahmesituation heraus auf beiden Seiten fort. Die Niederlande geht mit einer 16:15 Führung in die zweite technische Auszeit. Manfred Steinbeißer wechselt Kai Kleefisch gegen Sebastian Richter zur Verstärkung der Annahme. Die deutsche Mannschaft geht darauf durch einen Angriff über die Position vier durch Jan Umlauft und einen Block von Tim Broshog mit 17:15 in Führung. Nachdem die Niederlande wieder die Führung mit 19:18 übernommen hat, spielt sich Marcel Herrmann frei. Bis zum Ende des Satzes gelingen ihm vier Angriffe aus dem Hinterfeld A. Zudem schlägt Sebastian Kühner ein As. Den Schlusspunkt setzt beim Stand von 22:24 Henning Wegter. Er blockt seinen holländischen Gegenüber ganz alleine zum Satzgewinn. Beim Stand von 20:20 wurde Erik Weber für Tim Broshog zum Aufschlag eingewechselt.
25:22 für Deutschland!

2.Satz
Deutschland beginnt mit Sebastian Richter, Jan Umlauft, Tim Broshog, Henning Wegter, Marcel Herrmann, Sebastian Kühner und Markus Steuerwald auf der Liberoposition.
Bis zur ersten technischen Auszeit gestaltet sich das Spiel wieder sehr ausgeglichen. Aber das spielerische Niveau ist nicht mehr so hoch. Resultieren doch zahlreiche Punkterfolge aus Fehlaufschlägen auf beiden Seiten. 8:7 führt die Niederlande beim Technical Timeout. Danach kann sich das Team aus den Niederlanden leider auf 11:7 absetzen. Einige ungenaue Annahmen des deutschen Teams führen zu langen Ballrallies, die die Niederländer für sich entscheiden. Auch die Auszeit von Manfred Steinbeißer, bei 7:10 beantragt, nützt zunächst nichts. Bis zum Stand von 11:15 ändert sich der Abstand nicht. Weiter prägen Fehlaufschläge das Spiel. Mit 16:11 gehen die Niederländer in die zweite Technische Auszeit. Manfred Steinbeißer tauscht Sebastian Richter gegen Kai Kleefisch aus. Bis zum 13:20 vergrößert sich der Vorsprung der Niederländer. Mit einer starker Verteidigung von Umlauft, die in einem Block für Deutschland durch Wegter mündet, und einem harten Angriff von Herrmann über die Position zwei, nimmt der niederländische Trainer beim Stand von 16:20 eine Auszeit. Enge Ballwechsel finden nun ihre Sieger auf beiden Seiten. Kai Kleefisch schließt in Bedrängnis einen Angriff und den zweiten Satz über die Position vier mit einem „Ausball“ ab.
20:25 für die Niederlande.

3.Satz
Deutschland beginnt mit Kai Kleefisch, Jan Umlauft, Tim Broshog, Henning Wegter, Marcel Herrmann, Sebastian Kühner und Markus Steuerwald auf der Liberoposition.
Jan Umlauft setzt den Gegner zu Beginn des Satzes stark mit seinem Aufschlag unter Druck. Dadurch erspielt sich das Team eine 4:0 Führung. Nach einer Auszeit fängt sich das niederländische Team und holt zum 3:4 auf. Zur ersten technischen Auszeit gehen die Niederländer zum ersten Mal in Führung (8:7). Jetzt wechselt Manfred Steinbeißer Sebastian Richter für Kai Kleefisch ein. Bis zum 11:14 können die Niederländer dennoch ihren Vorsprung ausbauen. Richter punktet dann zunächst am Netz nach einer spektakulären Feldabwehr von Markus Steuerwald gegen einen Angriff gegen Einerblock. Darauf findet Sebastian Richter seinen Rhythmus im Aufschlag, schlägt zwei Asse, und bringt den Gegner stark in Bedrängnis. So sind Wegter und Herrmann im Block erfolgreich. Das deutsche Team geht mit einer 16:15 Führung in die zweite Technische Auszeit. Eine weitere „unmögliche“ Feldabwehr von Steuerwald, der den blockfreien Gegner entzaubert, verwandelt Umlauft zur Zweipunkteführung. Beim 18:17 bringt Manfred Steinbeißer Roy Friedrich für Tim Broshog. bis zum 22:20 bleibt die Führung konstant, dann kommt wie zu Ende des ersten Satzes die Zeit von Marcel Herrmann. Der Thüringer blockt den gegnerischen Angreifer alleine, greift einmal über die Position vier erfolgreich an und setzt den Schlusspunkt zum 25:21 mit einem Angriff über die Position zwei.
25:21 für Deutschland!

4.Satz
Deutschland beginnt mit Sebastian Richter, Jan Umlauft, Roy Friedrich, Henning Wegter, Marcel Herrmann, Sebastian Kühner und Markus Steuerwald auf der Liberoposition.
Die Niederländer erwischen das deutsche Team mit drei Assen schmerzhaft in der Annahme. Beim Stand von 1:4 muss Manfred Steinbeißer die Jungs mit einer Auszeit schon wieder zu sich holen. Dann spielen die Niederländer fast allein. Erfolge aus der Annahme mit Schnellangriffen lassen sie Fehlaufschläge folgen. So geht es bis zum 5:8 der Technischen Auszeit. Weiter bestimmen Fehler auf beiden Seiten das Spiel. Bis zur zweiten technischen Auszeit kann das deutsche Team auf 14:16 verkürzen. Durch zwei Blocks von Richter und Wegter und einem erfolgreichen Abgriff von Herrmann geht das deutsche Team mit 17:16 in Führung. Dann wechselt die Führung hin und her: 19:18 für die Niederlande, 20:19 für Deutschland, 21:20 für die Niederlande. Nach dem Ausgleich zum 21:21 kommt das deutsche Team ins Hintertreffen. Durch zwei Fehler bei Hinterfeldangriffen gehen die Niederländer mit 24:21 in Führung. Manfred Steinbeißer ersetzte bei 21:23 Marcel Herrmann durch Max Lake. Die Niederländer setzen dann den Schlusspunkt zum 25:22.
22:25 für die Niederlande.

5.Satz

Deutschland beginnt mit Kai Kleefisch, Jan Umlauft, Tim Broshog, Henning Wegter, Marcel Herrmann, Sebastian Kühner und Markus Steuerwald auf der Liberoposition.
Wieder ist das Spiel durch Fehlaufschläge geprägt. Bis zum 3:3 kann sich kein Team absetzen. Bis zum Seitenwechsel setzen sich die Niederländer mit 8:5 ab. Der Abstand kann durch das deutsche Team nicht verringert werden. Beide Teams setzen nun viel ihre Schnellangreifer ein. Beim Stand von 8:11 kommt Richter für Umlauft. Das deutsche Team kommt durch zwei Fehler der Niederländer zum 12:12. ein Schnellangriff der Niederländer und ein Fehler beim Angriff der Deutschen über die Position vier bringt den Niederländern wieder einen Vorsprung zum 14:12. Die Niederländer beschließen das Spiel mit einem Angriff durch den deutschen Block.
12:15 für die Niederlande.

Punktbester Spieler war Marcel Herrmann mit 20 Punkten.

Stimme zum Spiel:
Bundestrainer Manfred Steinbeißer:
„Wir können mit unserer Annahmeleistung nicht zufrieden sein. Das war sicher entscheidend. Die vergangenen Wochen hatten wir immer über sechzig Prozent Plusannahmen. Hätten wir diesen Wert erreicht, so wäre das Spiel gewonnen worden. Das Turnier birgt schon nach dem ersten Spieltag einige Überraschungen. So müssen wir nun den Blick nach vorne wenden und die kommenden Chancen nutzen.“

Nächstes Spiel:
Am heutigen Donnerstag, den 7.09.06, trifft das deutsche Team um 14.30 Uhr MESZ auf die Mannschaft aus Bulgarien. Die Bulgaren verloren ihr Auftaktmatch gegen die Auswahl aus Italien mit 0:3. Für beide Teams hat das Spiel große Bedeutung für den weiteren Turnierverlauf.


Liebe Volleyballfreunde,

die Juniorennationalmannschaft 87/88 ist im Moment weit von Deutschland entfernt nahe des Uralgebirges in Kasan (RUS). Die Europameisterschaft der Junioren findet hier vom 6.-14.09.06 statt.
Die Delegationsleitung ist bei Kurt Radde, der schon zahlreiche internationale Turniere in dieser Funktion erlebt hat, in ausgezeichneten Händen. Bundestrainer Manfred Steinbeißer und Co-Trainer Heiko Herzberg (LT Niedersachsen) kümmern sich um die sportlichen Belange. Stefan Krech (Arzt und Volleyballer aus Gotha) und Carolin Scheck (Physiotherapeutin aus Hamburg) kümmern sich um die Gesundheit der Jungs. Andreas Nestke beobachtet die Gegner genauso akribisch, wie für den SCC Berlin. Ich selbst bin als Helfer für alle Fälle und für die Berichterstattung aus Kasan dabei.

Jetzt hoffen wir auf viel Erfolg der Jungs um Manfred Steinbeisser:
Nr. Nachname Name Position Verein Heimatverein
1 Lake Max D/AA VCO Berlin TuB Bocholt
2 Kleefisch Kai AA VCO Berlin SCC Berlin
3 Broshog Tim MB VCO Berlin SCC Berlin
4 Kühner Sebastian Z VCO Berlin SCC Berlin
5 Richter Sebastian AA VCO Berlin SC Ransbach-Baumbach
7 Wegter Henning MB VCO Berlin USC Braunschweig
11 Herrmann Marcel D VCO Berlin VC Gotha
12 Weber Erik Z VCO Berlin WSG Potsdam-Waldstadt
15 Friedrich Roy MB VCO Berlin VC Leipzig
16 Steuerwald Markus L VfB Friedrichshafen VC Offenburg
17 Umlauft Jan AA VCO Berlin TSV Friedberg
18 Kaliberda Denis AA/D VCO Berlin SCC Berlin

Unsere Anreise erfolgte von Sonntag auf Montag aus Kienbaum. Wir starteten um 16.30 von der Sportschule Kienbaum. Am Flughafen Kasan kamen wir um 5.50 Ortszeit an. Zwischenstop war in Frankfurt am Main und Samara (RUS). Kasan ist der MESZ um zwei Stunden voraus. Manfred Steinbeißer hielt die Ruhepausen am Montag kurz, damit die Jungs recht früh am Abend zur Ruhe kamen, um so die geringe Zeitumstellung schnell bewältigen zu können. Wir sind gut untergebracht im Hotel „der Bulgare“ in der Hauptstadt Tatarstans. 1,2 Mio. Menschen leben hier. Der Wohlstand wird durch Erdöl- und Gasförderung gesichert. Die Mehrheit der Bevölkerung Kasans ist dem Islam zugehörig. Nach außen ist dies, fast nicht zu bemerken. Die Stadt wirkt westlich. Acht der zwölf Teams teilen mit uns die Herberge. Es ist also, tatsächliche „Europameisterschaftsstimmung“ zu spüren.

Zum Turnier:
In zwei Sechser-Gruppen wird die Vorrunde der EM ausgespielt. Die jeweils beiden ersten Mannschaften spielen die Plätze 1-4 aus, die dritt- und viertplatzierten Mannschaften spielen um die Plätze 5-8. Die jeweils beiden Gruppenletzten treten nach der Vorrunde die Heimreise an.
Unsere Spiele sind:
06.09.06 19.00 Niederlande - Deutschland
07.09.06 16:30 Deutschland – Bulgarien
08.09.06 16:30 Frankreich – Deutschland
10.09.06 14:00 Deutschland – Slowakei
11.09.06 14:00 Italien – Deutschland
Weitere Informationen zum Turnier findet ihr auf www.cev.lu. Dort sind sicher die Ergebnisse auch immer aktuell veröffentlicht.

Gerd Gruen



Partner des VLW


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