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Pressemitteilung VLW Cup

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7. VLW-Cup in Waiblingen gilt als wichtiger Prüfstein und bringt interessante Erkenntnisse

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Der VLW-Cup ist in mehrfacher Hinsicht ein äußerst attraktiver Termin. Für Trainer und Betreuer bringt der Vergleich der Jugend - und Juniorenteams verschiedener Auswahlmannschaften der Bundesländer, aber auch Nachwuchsteams des DVV, interessante Erkenntnisse und gilt nach wie vor als wichtiger Prüfstein für künftige Aufgaben. Dies konnten Spieler, Trainer und Betreuer auch diesmal wieder feststellen. In Waiblingen gewann bei den Jungs Brandenburg, bei den Mädchen war überraschend Sachsen das beste Team. Da hatte auch der vermeintliche Favorit, die DVV 2 keine Chancen mehr. Im Endspiel verloren sie 1:2 gegen die Sächsinnen. Insgesamt nahmen sechs Teams in den männlichen Klassen und vier Teams in den weiblichen Klassen teil, darunter hatte Nachwuchsbundestrainer Jens Tietböhl gleich zwei Garnituren des DVV-Jugendkaders gemeldet. "Die Mädchen der Jahrgänge 90/91 verbanden den VLW-Cup gleich mit einem Trainingslager in Waiblingen und waren nach viertägigem Trainingslager zu Beginn der Spiele ganz gut gegen ihre Konkurrentinnen eingestimmt - auch wenn sie am Ende gegen Sachsen verloren. Dennoch konnte sich der Bundestrainer schon mal ein Bild machen, dass das Trainingslager ganz gut angeschlagen hat. Die baden-württembergische Auswahl wurde im Halbfinale von Sachsen knapp geschlagen und landete auf dem vierten Platz. Mit dem Ergebnis konnte man auf den ersten Blick nicht ganz zufrieden sein, aber Landestrainer Sven Lichtenauer, der die Mädchen betreute, musste allerdings auf einige wichtige Spielerinnen verzichten, die einmal anderweitig im Einsatz waren, oder noch an Verletzungen laborierten, was sich natürlich bemerkbar machte. "Wir hatten im letzten Jahr zwar den Bundespokal gewonnen, aber ich hatte neue, junge Spielerinnen dabei und habe dafür gesorgt, dass alle spielen konnten, deshalb habe ich viel hin- und hergewechselt", zog Sven Lichtenauer sein Fazit. Je mehr Erfahrungen die jungen Mädchen sammeln, desto besser. Trotz der Niederlagen zeigten die Begegnungen, Baden-Württemberg hat im weiblichen Bereich viele Rohdiamanten, die noch geschliffen werden müssen. Vor dem Bundespokal wirde es im Januar noch eine Maßnahme geben - ein sechstägiges internationales Turnier, und Anfang Februar ein Lehrgang in Heidelberg. Da muss das Team versuchen, möglichst schnell zusammenzuwachsen. "Wir sind als Titelverteidiger Favorit beim Bundespokal, dazu müssen wir uns stellen, aber ich möchte dennoch keinen großen Druck auf die Mädchen ausüben", so Sven Lichtenauer. Bei den Verantwortlichen lösten das Niveau und die Leistungen der jungen Teams im Gesamten, der Kampfgeist und die Spielfreude - egal woher sie kamen - in Waiblingen viel Lob aus.
"Es war ein erstklassig besetztes, sportlich wertvolles Turnier, dass uns eine Standortbestimmung für den Bundespokal im Februar nächsten Jahres beschert hat", sagte Gerd Grün, Leistungssportreferent der ARGE Baden-Württemberg. Kleiner Wehmutstropfen: die tunesischen Teams hatten aus finanziellen Gründen relativ kurzfristig abgesagt. Vor allem die Jungs aus Nordafrika hätten sicher für einige Farbtupfer gesorgt und einigen Teams gehörig eingeheizt. "Sie hätten gut dazu gepasst", bedauerte Gerd Grün die Absage. Doch auch ohne die Tunesier avancierten die drei Tage zu einem spannenden, attraktiven Turnier mit einem überraschenden Sieger bei den Jungs: die Brandenburger avancierten zum Favoritenschreck. Nachdem sie in der Vorrunde beide Spiele verloren hatten, gewann die Truppe im Viertelfinale gegen den Westdeutschen Volleyballverband, sorgten dafür, dass sich die älteren Jungs (Jahrgang 87/88) der ARGE Baden-Württemberg im Halbfinale verabschieden mussten, schlugen im Finale in einer sensationellen Aufholjagd nach einem 0:1 Rückstand die Niedersachsen mit 2:1 und gingen damit als stolzer Sieger aus der Halle. Die Baden-Württemberger verloren im Spiel um Platz drei ganz knapp gegen Berlin und ärgerten sich über einige verpasste Chancen. Im Viertelfinale verlor die ARGE-Auswahl gegen Brandenburg, die sie in der Vorrunde in einem mitreißenden Spiel noch geschlagen hatte. So schnell ändern sich die Vorraussetzungen. Dennoch war Landestrainer Michael Mallick nicht unzufrieden. "Es war alles da, was Rang und Namen hat im Nachwuchs-Volleyball bis auf die Bayern und wir haben den Abstand zur Spitze in jedem Fall verringert", sagte Mallick nach dem Turnier. "Klar wären wir gerne weiter vorne gelandet, aber das Niveau war auch extrem gut". Da brauchte man sich auch für eine Niederlage nicht zu schämen. "Die Teams waren sehr ausgeglichen", so der Coach. Die Trainer nahmen auch die Möglichkeit wahr, einige Dinge auszuprobieren und zu experimentieren. Die jüngeren Jahrgänge der ARGE, sprich das zweite Team aus Baden-Württemberg haben sich als Fünfte gegen die älteren und erfahreneren Gegner ganz gut verkauft. "Sie haben sich wacker geschlagen", lobte Michael Mallick. "Toll war, dass sie Nordrheinwestfalen sogar schlagen konnten". Die Crew um die Jugend-Nationalspieler Valters Lagzdins und Simon Quenzer - die beide beim VfB Friedrichshafen in der 2. Liga spielen, zeigte erfrischenden Volleyball und keine Angst vor den größtenteils zwei Jahre älteren Spielern. Die Mannschaft hatte nichts zu verlieren und spielte recht unbekümmert. Teilweise musste sich die Truppe, die von Söhnke Hinz betreut wurde, den "Großen" nur ganz knapp geschlagen geben. Man sah deutlich, welches Potenzial in den Jungs, die gerade dabei sind zu einer Mannschaft zusammenzuwachsen, steckt. "Die Jungs stehen am Anfang und haben große Möglichkeiten, sich zu entwickeln und wer weiß wohin die Zukunft führt. Vielleicht landen einige auch beim Beachvolleyball", sinnierte Michael Mallick. Dabei git das Förderungssystem in Baden-Württemberg als vorbildlich. Viele der Nachwuchsspieler kommen schon aus Vereinen mit guter Jugendarbeit oder von Zweitliga-Clubs.
Der VLW-Cup gilt als eins der wichtigsten Turniere in Baden-Württemberg und hat eine lange Tradition. Er wurde 1993 als Nachfolger des Alpen-Cups gegründet und gibt jungen Spielern die Möglichkeit ihr Können gegen gleichwertige Konkurrenz zu zeigen und Erfahrungen zu sammeln, die mit einer Vereinsmannschaft so nicht möglich ist. Dabei bedeutet es für jedes junge Talent einen besonderen Reiz in einer Auswahl zu spielen. Thilo Späth, Kapitän der 1. ARGE-Mannschaft, der in Friedrichshafen in der 2. Liga spielt und im Augenblick einziger Junioren-Nationalspieler aus Baden-Württemberg ist, hat 2006 sogar die EM in Russland und 2007 die WM in Casablanca vor Augen. "Dafür trainiere ich, da wird alles andere erst Mal untergeordnet", sagt der 18-Jährige, der täglich in der Sporthalle steht und 2006 auch noch sein Abitur bauen will und muss. "Da wird man zwangsläufig zum Organisationstalent", sagt er lachend. Von gewisser Konzentration und Konsequenz einmal abgesehen. Neben den spannenden, interessanten und teilweise äußerst emotionalen Spielen hatten die Waiblinger Organisatoren, die im Rahmen des VLW-Cups "50 Jahre organisierten Volleyballsport" feierten, das Turnier voll im Griff. "Das Schwabenland wurde sehr gut vertreten", sagte Gerd Grün am Ende hoch zufrieden. Einziges Manko: an den drei Tagen "verirrten" sich nur wenige Zuschauer in die Sporthalle am Staufergymnasium. Die Teams hätten durchaus mehr Beachtung von außen verdient. Allerdings ihrer Motivation tat dies keinen Abbruch. Viele Talente wollen den Weg nach oben schaffen - dies ist Anreiz genug um alles zu geben und über sich hinaus zu wachsen. Der VLW-Pokal war ein Vorgeschmak auf den Bundespokal im Februar 2006 - und die darauf folgenden Aufgaben.
Ursula Kaiser



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