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Beachvolleyball-Weltmeisterschaften 2005 in Berlin

Schon Dienstagmittag war der CenterCourt auf den frei verfügbaren Plätzen nahezu restlos voll, so dass jedes Spiel bis einschließlich Sonntagnachmittag von mindestens 5.500 Zuschauern gesehen wurde. Hier bewährte sich der Ansatz des DVV’s immer einen Großteil der Zuschauerplätze kostenlos zur Verfügung zu stellen. Spätestens ab Freitagmittag waren aber dann auch die restlichen Plätze belegt, so dass die Spiele von über 8.500 begeisterten Zuschauern gesehen wurden. Die Zuschauer verursachten selbst bei uns Schiedsrichtern immer wieder eine Gänsehaut und dazu trug natürlich auch der deutsche Erfolg mit den Teams Brink/Schneider und dem Überraschungsduo Polte/Schoen bei, welche am Schluss den dritten und vierten Platz belegten. Schade, dass hier ein zu früher Pfiff des zweiten Schiedsrichters im Halbfinale vielleicht eine noch bessere Platzierung von Brink/Schneider verhinderte.

Für die Schiedsrichter war aber nicht nur Stimmung, Party, Sonne und schöne Körper angesagt. Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung kann Beachvolleyball für uns Schiedsrichter ganz schön anstrengend sein. Um nur ein paar Zahlen zu nennen: Es fanden während der Weltmeisterschaften insgesamt 188 Spiele statt. Es waren also 376 Schiedsrichtereinsätze zu leisten. Es wurde parallel auf sechs verschiedenen Courts gespielt, wobei selbst der Court zwei noch eine eigene Tribüne mit knapp 2.000 Zuschauern hatte. Je nach Schiedsrichter waren auf der WM bis zu sieben (!) Spiele täglich zu leiten. Auf der World Tour oder der deutschen Masters Tour können es auch mal bis zu zwölf Spiele sein. Als Beachvolleyballschiedsrichter ist man in der Regel von 8.00 Uhr (eine Stunde vor Spielbeginn) bis zur Abschlußbesprechung nach dem letzten Spiel (ca. 20.30 - 21.00 Uhr) ununterbrochen auf dem Gelände. Hierfür wird den Schiedsrichtern ein eigener Bereich mit Getränken, Buffet und kleineren Rückzugsmöglichkeiten gestellt. Abends hat man auf den diversen Spielerpartys zwar alle Vorzüge eines VIP’s wie eigenen Shuttle-Service, kostenloses Essen und Trinken, aber abgesehen von der morgendlichen Alkoholkontrolle bei größeren Veranstaltungen ist man abends meistens ganz schön kaputt. In der Regel isst man abends noch zusammen etwas, lässt sich dann kurz auf den Veranstaltungen sehen und schaut, dass man schnell in sein Hotelbett kommt.

Die württembergischen Schiedsrichter haben, wie schon seit Jahren auf der Deutschen Beachvolleyball Masters Tour, auch bei der Weltmeisterschaft in Berlin die wichtigen Spiele der Veranstaltung leiten dürfen. Harald Boes war zudem 1 Schiedsrichter im Weltmeisterschaftsfinale der Frauen und Marc Hagener leitete das Spiel um die Bronzemedaille bei den Frauen. Bei den Herren durften die Beiden leider nicht mehr eingreifen, da durch die beiden deutschen Teams und zusätzlich einer weiteren schweizer Mannschaft keine Kontinentneutralität mehr gewährleistet werden konnte.

Zusammen mit den Teams Ribalta/Crespo (Cuba) und Shelda/Behar (Brasilien) stellte Marc Hagener als erster Schiedsrichter nebenher auch noch zwei neue Weltrekorde auf. Beim 2:1 (21-19, 17-21, 35-33) der Kubanerinnen über die Weltranglistenzweiten wurde nicht nur das bislang längste Frauenmatch der WorldTour gespielt (88 Minuten reine Spielzeit), sondern auch noch am meisten Punkte in einem dritten Satz (68 Stück !) überhaupt erzielt.

Einziges Manko dieser Veranstaltung ist die nicht sehr ausführliche Berichterstattung im deutschen Fernsehen gewesen. Im Gegensatz zu RTL übertrug Eurosport jeden Tag fünf Stunden live von der Weltmeisterschaft. Leider war der Empfang dieser Übertragung aus rechtlichen Gesichtspunkten nicht im deutschsprachigen Raum möglich. So kam die wirklich tolle Stimmung auf den Rängen leider gar nicht so richtig rüber.

Abschließend bleibt nur zu empfehlen, dass man sich auch als Zuschauer solche Ereignisse nicht entgehen lassen sollte, da jeder, der in Berlin dabei war, unheimlich beeindruckt von der Stimmung und vor allen Dingen von den sportlichen Leistungen war. Jedes Spiel auf den immer gut zugänglichen Nebencourts entspricht vom Niveau her ungefähr einem möglichen Finale in Timmendorfer Strand auf den deutschen Meisterschaften. Und dass sollte man sich als Beachvolleyballer doch auf keinen Fall entgehen lassen oder ?


Die beteiligten Schiedsrichter hatten folgende Einsätze während der WM (1./2.Schiri):
Marc Hagener 20 Spiele (12/8)
Harald Boes 18 Spiele (13/5)
Jörg Stippa 12 Spiele (2/10).

Marc Hagener



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