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DVV-Frauen: Pachale: „Mein Mitwirken bedeutet nicht die Olympia-Qualifikation“

Pachale Vom 15. bis 20. Januar 2008 findet im GERRY WEBER STADION in Halle/Westfalen das europäische Volleyball-Qualifikationsturnier der Frauen für Peking 2008 statt. Bundestrainer Giovanni Guidetti freut sich angesichts der sportlichen Schwere der Aufgabe über die Rückkehr von Italien-Profi Hanka Pachale (Perugia) ins Team. Die 31-jährige Außenangreiferin wird nach mehr als sechs Jahren Abstinenz in Halle/Westfalen erstmals wieder das Nationaltrikot tragen. Über die Beweggründe äußert sie sich im nachfolgenden Interview.

Foto links: Der Italien-Profi Hanka Pachale (rechts), gemeinsam mit der Kubanerin Mirka Francia im Trikot ihres Clubs Perugia, kehrt nach sechs Jahren zurück ins deutsche Nationalteam. © DVV


Wissen Sie, wann Sie das letzte Mal das Nationaltrikot getragen haben?
Hanka Pachale: „Zur Fußball-WM. Spaß beiseite: Bei der Europameisterschaft 2001 in Bulgarien.“

Warum danach nicht mehr?
Hanka Pachale: „Am Anfang war es eine Auszeit wegen physischer Probleme (Knie-Athroskopie) im Sommer 2002, dann eine persönliche Entscheidung, privat einen anderen Weg einzuschlagen. Mit Sicherheit hat auch eine Rolle gespielt, dass die körperliche Belastung mit der Saison in Italien und der Nationalmannschaft auf Dauer einfach zu hoch war.“

Was sind die Gründe dafür, dass Sie bei der Olympia-Qualifikation wieder für Deutschland spielen?
Hanka Pachale: „Ich hoffe, mit meinen spielerischen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Mannschaft eine Hilfe zur Verfügung stellen zu können. Giovanni Guidetti hat mich zum wiederholten Male gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, wieder das Nationaltrikot überzustreifen und im Januar bei der Olympiaqualifikation zu helfen. Um es kurz zu machen: im Moment passt halt einfach alles, und ich habe zugesagt. Ich will aber auch klarstellen, dass Hanka Pachale nicht automatisch das Ticket nach Peking ist. Aber mit Sicherheit werde ich - wie auch alle anderen Spielerinnen und der Betreuerstab - alles in meiner Macht stehende tun, um uns im Januar zu qualifizieren.“

Hat es auch damit zu tun, dass mit Giovanni Guidetti ein Mann Trainer ist, den Sie bereits als Vereinstrainer kennen gelernt haben?
Hanka Pachale: „Ich denke schon. Weil es natürlich besser ist, wenn man den Trainer bereits kennt und weiß wie er arbeitet.“

Als Sie 2001 ihr vorerst letztes Länderspiel für Deutschland gemacht haben, waren Angelina Grün, Birgit Thumm und Kathy Radzuweit ebenfalls in der Mannschaft. Das heißt, den Großteil des Teams kennen Sie gar nicht, oder?
Hanka Pachale: „Persönlich kenne ich nicht alle, nein. Aber da ich zum Beispiel alle Spiele der Europameisterschaft gesehen habe, weiß ich zumindest wer wer ist. Und hier in Italien habe ich jetzt auch schon Fürst und Kozuch kennen gelernt, da wir schon gegeneinander gespielt haben.“

Können Sie sich noch an die erfolgreichen Olympia-Qualifikationen 1996 und 2000 - jeweils in Bremen – erinnern. Wie war das damals?
Hanka Pachale: „Bremen 1996 war ich leider nur Zuschauer auf der Tribüne aus Verletzungsgründen. Habe es aber zum Glück dann nach Atlanta geschafft. Bremen 2000 war ein tolles Erlebnis. Vielleicht auch, weil es fast unmöglich schien, sich gegen Mannschaften wie Kroatien, Italien oder Holland durchzusetzen. Das letzten Endes wir dann das Ticket nach Sydney gelöst haben, war eine sensationelle Leistung und enorme Genugtuung.“

Das Teilnehmerfeld für HalleWestfalen steht fest: Was muss passieren, dass erneut die DVV-Frauen als Turniersieger vom Platz gehen?
Hanka Pachale: „Keine der anderen Mannschaften unterschätzen, sich immer an die eigenen Stärken erinnern und alle Spiele gewinnen.“

Wen sehen Sie als härteste Konkurrenten an?
Hanka Pachale: „Wie schon gesagt, ohne jemanden zu unterschätzen von den anderen Mannschaften: Russland, Serbien, Polen, Holland.“

Danke für das Gespräch!

Interview: Thilo von Hagen (DVV)



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