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EM 2007 Russland (M): Stelian Moculescu: "Sechs Teams können Europameister werden"

Mit 1:1-Siegen gehen die deutschen Männer in die Zwischenrunde, wo sie auf die Slowakei, Spanien und Frankreich treffen. Bundestrainer Stelian Moculescu äußert sich im Interview zur Vor- und zur Zwischenrunde.

Nach einem Tag Abstand. Wie beurteilen Sie die Partie gegen die Niederlande?
Moculescu: "Da hat sich in meiner Beurteilung nichts geändert: Die Niederländer haben sehr gut gespielt, besser geht es nicht. Ich denke, auch wenn wir nicht unseren besten Tag hatten, hatten wir im zweiten Satz gute Chancen, das Spiel zu drehen, aber wir haben sie nicht genutzt. Eine erfahrenere Mannschaft hätte das besser gemanagt."

Ihre Mannschaft wirkte nicht so aggressiv, so entschlossen wie in den beiden Partien zuvor. Trügt diese Einschätzung und wenn nicht, warum war dies so?
Moculescu: "Das war sicherlich so. Die ersten beiden Partien haben wir überragend gespielt, dann sind wir mit Medaillendiskussionen konfrontiert worden, davon haben wir uns nicht richtig abgeschottet. So sind wir aus den Träumen unsanft geweckt worden."

Wie fällt Ihr Fazit der Vorrunde aus?
Moculescu: "Wir können sehr zufrieden sein. Wir haben zwei hervorragende Spiele, zwei Duftmarken gesetzt. Aber wie es schon fast üblich ist, haben wir auch so einen leichten Drang zum Masochismus. Der wird aber immer kleiner und ich hoffe, dass er irgendwann ganz verschwindet. Es ist sehr schwierig für eine Mannschaft, die niemand auf der Rechnung hat, mit den entstehenden hohen Erwartungen umzugehen. Ich hoffe, wir lernen daraus für die Zwischenrunde. Meine Prognose geht auf, dass hier mindestens sechs Mannschaften Europameister werden können. Einen klaren Favoriten gibt es hier nicht, vielleicht Russland, die hatten aber noch keinen richtigen Gegner. Es gibt sehr viele Überraschungen, Polen beispielsweise startet als Vize-Weltmeister mit null Siegen in die Zwischenrunde. Wir haben nur das falsche Spiel verloren."

Sie sprechen es an. Wie beurteilen Sie den Modus: Trotz zweier Siege in der Vorrundengruppe liegen sie in der Zwischenrundentabelle hinter den nur einmal siegreichen Niederländern?
Moculescu: "Wir kannten den Modus vorher, man muss halt nur die richtigen Spiele gewinnen."

Wie schätzen Sie die Zwischenrundengegner Slowakei, Spanien und Frankreich ein?
Moculescu: "Spanien ist sehr dominant. Sie haben sechs Spieler, die auf sehr hohem Niveau spielen, das ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit einem sehr präzisen Zuspieler. Frankreich ist gehandicapt durch das Fehlen von ihrem Zuspieler Pujol (umgeknickt im ersten Spiel, Anm. d. Red.), durch das Fehlen weiterer Spieler sind sie sehr gebeutelt, aber sie kompensieren das ganz gut. Die Übermacht, die sie mal waren, sind sie aber nicht mehr. Die Slowakei ist ein Gegner, den wir schlagen müssen, da gibt es keine Ausreden."

Kommt ihnen die Spielreihenfolge entgegen?
Moculescu: "Die ist sehr gut. Alles Schlechte hat auch etwas Gutes. Die anderen werden sich erst einmal die Köpfe einhauen, wir haben mit der Slowakei den vermeintlich leichtesten Gegner. Wir haben genügend Zeit, uns auf die Spiele gegen Spanien und Frankreich vorzubereiten."

Sowohl in St. Petersburg als auch in Moskau haben fünf Teams die Chance, in das Halbfinale einzuziehen. Haben Sie eine so ausgeglichene EM schon einmal erlebt?
Moculescu: "Nein, aber ich habe es vorausgesagt, dass sechs Teams Europameister werden können. Es ist ja nicht nur in St. Petersburg so, sondern auch in Moskau. Finnland und Belgien sind bislang die Überraschungen in Moskau und einige Teams, die sich mehr ausgerechnet haben wie beispielsweise Kroatien, sitzen schon im Flieger."

Warum ist die Ausgeglichenheit so hoch?
Moculescu: "Spielerisch hat sich nichts geändert. Die guten Teams sind nicht besser geworden, die schwächeren Teams haben aufgeholt, deshalb ist es so ausgeglichen."

Was ist für ihr Team drin?
Moculescu: "Ich komme nicht von meinem Weg ab. Träumereien führen oft zu Alpträumen. Zunächst müssen wir die Slowaken schlagen und dann zusehen, dass wir eine der großen Teams bezwingen. Dass meine Mannschaft dazu fähig ist, hat sie schon gezeigt, jetzt muss sie es hier in der Zwischenrunde bestätigen."

(Quelle: DVV)



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