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U-18-WM in Mexiko (w): Japan lässt deutschen Medaillentraum platzen

Bei der Weltmeisterschaft der U-18-Volleyballerinnen in Mexiko hat das deutsche Team am Mittwoch auch sein zweites Gruppenspiel verloren. Nach dem 1:3 (25:14, 20:25, 20:25, 21:25) gegen den Asienmeister Japan ist der geheime Medaillentraum des als Europa-Champion angereisten DVV-Ensembles schon jetzt geplatzt.

Mexicali – Bei der Weltmeisterschaft der U-18-Volleyballerinnen in Mexiko hat das deutsche Team am Mittwoch auch sein zweites Gruppenspiel verloren. Nach dem 1:3 (25:14, 20:25, 20:25, 21:25) gegen den Asienmeister Japan ist der geheime Medaillentraum des als Europa-Champion angereisten DVV-Ensembles schon jetzt geplatzt.
Betroffene Mienen und Tränen bestimmten nach der Partie das Bild im deutschen Lager. „Wir haben die EM gewonnen und uns nach diesem Titel hier selbst unter Druck gesetzt. Dem haben wir dann letzten Endes nicht standgehalten“, resümierte der sichtlich getroffene Bundestrainer Jens Tietböhl. „In den entscheidenden Situationen waren wir nicht Herr unserer Nerven. Da sind wir einfach zu verkrampft gewesen“, so die Analyse des DVV-Coaches.

Dass die Asiatinnen durchaus schlagbar für die deutsche Sechs gewesen wären, dokumentiert der erste Satz. An die gute Leistung aus dem Braslien-Spiel (1:3) nur 18 Stunden vorher anknüpfend, spielten die DVV-Mädels mit dem Gegner ab der zweiten Satzhälfte Katz und Maus. Die akribische taktische Vorbereitung des Trainerstabs auf die kleingewachsene japanische Truppe schien sich auszuzahlen. Sicher in der Annahme, konzentriert im Block und durchschlagskräftig im Angriff präsentierten sich Patricia Grohmann und Co.
Doch der Asienmeister kam mit unbändigem Willen in den zweiten Durchgang zurück. Schnell tat sich eine Lücke von drei, vier Punkten auf, die das DVV-Ensemble nicht mehr zu stopfen in der Lage war. Vor allem der Aufschlag verlor an Qualität. Eigenfehler, die man im ersten Abschnitt praktisch überhaupt nicht gesehen hatten, mehrten sich. „Irgendwann haben sie dann angefangen, nachzudenken und sind verkrampft“, konstatierte Tietböhl. Der Satz war weg, doch nach dem 4:0-Start in den dritten Durchgang schien die DVV-Sechs wieder zu alter Stärke und Sicherheit zurück gefunden zu haben. Doch der Spielwitz hielt nicht lange genug an, die unheimlich sicheren und in der Feldabwehr bärenstarken Japanerinnen kämpften sich Punkt für Punkt heran. Unerklärlich der Knackpunkt, als sich Deutschland bei 18:16 schon wieder einen kleinen Vorsprung erspielt hatte. Nach 1:6 Ballpunkten in Folge waren die Japanerinnen deutlich vorbeigezogen, der Satzrückstand nicht mehr zu verhindern.
Trotz eines miesen Starts in den vierten Satz (1:6), als im DVV-Sechser gar nichts mehr klappen wollte, zeigten Grohmann und ihre Mitstreiterinnen nochmal ihr Kämpferherz. 15:13 führten sie, dann waren es ein Aufschlagfehler und der folgende japanische Ausgleich, der Deutschland erneut aus dem Tritt brachte. Dass das Schiedsrichtergespann übers Spiel gesehen gleich 15 Rotationsfehler der Japanerinnen – trotz mehrerer Hinweise von der deutschen Bank – übersah, wollte Tietböhl am Ende jedoch nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Zusammenfassend analysierte der Berliner: „Es war mit dem Südamerikameister und dem Asienmeister die erwartet schwere Gruppe für uns. Gegen beide haben wir gut ausgesehen. Daher können wir von unserer Mannschaft nicht enttäuscht sein. Jetzt geht es darum, in den verbleibenden sechs Spielen weitere wertvolle internationale Erfahrungen zu sammeln!“
Am Donnerstag wollen Tietböhls Elevinnen nun den ersten Sieg bei der WM landen. Außenseiter Puerto Rico ist der Gegner (14 Uhr Ortszeit). Mit einem Erfolg kann das DVV-Team seine Ausgangssituation für die erste Platzierungsrunde der Ränge neun bis 16 noch verbessern.

Deutschland spielte mit:
Lena Möllers, Patricia Grohmann, Kira Walkenhorst (alle VCO Berlin), Saskia Hippe (Köpenicker SC), Berit Kauffeldt (VC Parchim), Lenka Dürr (RR Vilsbiburg) – Luise Mauersberger (VCO), Sina Kostorz (VCO), Victoria Bieneck (VCO), Sandra Sydlik (Köpenicker SC).

Die Vorrundenspiele der Gruppe:
Di., 31. Juli, 20 Uhr: Deutschland – Brasilien 1:3
Mi., 01. August, 14 Uhr: Deutschland – Japan 1:3
Do., 02. August, 14 Uhr: Deutschland - Puerto Rico

Alle Termine Ortszeit. Deutschland plus neun Stunden.


Quelle: DVV / Lutz Hackmann



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