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DVV-Frauen: Erneutes 3:1 gegen den WM-Sechsten Japan!

Die DVV-Frauen haben auch das zweite von vier Spielen gegen den WM-Sechsten Japan gewonnen: In Ulm siegte die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti vor 1.700 Zuschauern mit 3:1 (25-21, 23-25, 25-23, 25-15), tags zuvor hatte die deutsche Mannschaft 3:1 in Tübingen gesiegt. Punktbeste Spielerinnen auf deutscher Seite waren Dominice Steffen, Maren Brinker (je 17) und Cornelia Dumler, Christiane Fürst (je 15), bei den Japanerinnen punkteten Kurihara (20) und Takahashi (11) am besten. Vor der Partie wurde Cornelia Dumler, die in der Serie als Kapitän fungiert, für ihr 150. Länderspiel von DVV-Vize-Präsident Martin Walter geehrt. Die Serie wird in Mühlacker (23.6. um 18.00 Uhr) und in Heilbronn (24.6. um 17.00 Uhr) fortgesetzt.

Bundestrainer Giovanni Guidetti begann mit Mareen Apitz im Zuspiel, Dominice Steffen auf der Diagonalposition, Maren Brinker und Cornelia Dumler im Außenangriff, Kathy Radzuweit und Christiane Fürst im Mittelblock und Heike Beier auf der Libero-Position.

Sein Gegenüber Shoichi Yanagimoto schickte Yoshie Takeshita, Miyuki Takahashi, Sachiko Sugiyama, Megumi Kurihara, Erika Arakia, Saori Kimura und Yuka Sakurai aufs Feld – dies waren fünf aus der WM-Stammformation.

In den ersten drei Sätzen sahen die Zuschauer in Ulm ein ausgeglichenes Spiel. Beide Teams agierten stabil aus der Annahme, beide Teams machten viele eigene Fehler. So war es nicht verwunderlich, dass die Entscheidung in den ersten drei Durchgängen jeweils erst am Satzende fiel. Während auf deutscher Seite vor allem Christiane Fürst, Cornelia Dumler und Maren Brinker punkteten, war es Kurihara auf japanischer Seite. Mit dem schnellen Kombinationsspiel der Gäste kam der deutsche Block insgesamt gut zurecht, Fürst und Kathy Radzuweit blockten diverse Male den gegnerischen Schnellangriff. Der vierte Satz gehörte dann Dominice Steffen. Die Hamburgerinnen machte in diesem Durchgang zahlreiche Punkte in Block und Angriff, sodass sie am Ende gar punktbeste Spielerin mit Brinker war. Wie schon in Tübingen zeigten sich bei den Japanerinnen Ermüdungserscheinungen, die Deutschen hatten leichtes Spiel.

Ausführlicher Spielbericht

1. Satz, 0-2, 3-3,
Ein Angriffsfehler von Steffen sowie ein Block gegen Fürst ließen die japanischen Gäste mit 0:2 in Führung gehen. Ein erfolgreicher Block gegen Japans Star-Angreiferin Takahashi sowie ein Angriffsfehler der Gäste brachte den Ausgleich. Als Dumler zwei Mal in Folge im Außenangriff punktete, lag die DVV-Auswahl das erste Mal vorne (5-4). Auffällig: Sämtliche taktischen Aufschläge der Japanerinnen suchten Dumler, die jedoch fehlerlos agierte. Als Kurihara ihren Sprungaufschlag nicht richtig traf, patzte auch der Interims-Kapitän – es ging mit 6-8 in die erste technische Auszeit. Als Apitz/Fürst ein Block gelang, wurde bereits zum dritten Mal ein Netzfehler gegen die deutsche Mannschaft gepfiffen – Guidetti tobte und protestierte. Ein Annahmefehler sowie ein Übertreten durch Steffen brachte den Gästen einen Vier-Punkte-Vorsprung – Auszeit Deutschland (8-12). Dumler konnte einen Punktball nicht nutzen, Steffen setzte ihren Angriff in den Doppelblock, Beier patzte in der Annahme – die Japanerinnen zogen auf 10-16 davon. Ein „Knaller“ von Fürst, ein Netzangriff Japans sowie ein harter Diagonalangriff von Steffen, ließ die DVV-Auswahl rankommen und das Ergebnis erträglicher gestalten – Auszeit Japan (13-16). Nachdem auch den Japanerinnen ein erster Annahmefehler unterlief, waren es nur noch zwei Punkte Rückstand (15-17). Guidetti wechselte Tina Gollan (für Apitz) und Denise Hanke (für Steffen) ein, die Zuspielerin servierte knallhart, Dumler nutzte die Punktchance (16-17). Als eine Punktchance zum Ausgleich nicht genutzt werden konnte, knallte Guidetti sein Taktikbord wütend weg. Kurze Zeit später war der Ausgleich und die Führung geschafft: Zunächst blockte Brinker den Einbeiner von Kimura, anschließend verzog Arakia gegen den Riesenblock Gollan/Fürst (20-19). Fürst verwandelte abermals ihren Aufsteiger, Steffen kehrte aufs Feld zurück (21-20). Der druckvolle Sprungaufschlag von Gollan bereitete den anschließenden Blockpunkt von Fürst ein (22-20). Einen Punkt später kam Apitz zurück und bedient sogleich ihre Dresdner Mitspielerin Fürst (23-21). Dumler verwertete im Anschluss einen Punktball, ehe Brinker mit einem unerreichbaren Netzkanten-Aufschlag die 1:0-Satzführung besorgte (25-21).

2. Satz
Die deutsche Mannschaft begann wie im ersten Satz, bei Japan kam Yuki Shoji (für Sugiyama) aufs Feld. Die Japanerinnen zeigten sich nicht geschockt durch den Satzverlust und legten einen 1-5-Blitzstart hin. Blockpunkte gegen Dumler und Steffen sowie ein guter eigener Angriff sorgten für Jubel der Rothemden und eine Auszeit für Deutschland. Zwar konnte Steffen per Longline-Angriff verkürzen (3-7), aber nach einem Aufschlagfehler von Dumler ging es mit vier Punkten Rückstand in die erste technische Auszeit (4-8). Nun klappte zumindest der Angriff aus der Annahme: Die überzeugende Brinker und Fürst versenkten ihre Angriffe - doch auch den Gästen gelang dies, sodass sich nichts am Rückstand änderte (6-10). Ein direkter Aufschlagpunkt durch Fürst ließ die Zuschauer jubeln (9-11), und als Dumler den längsten Ballwechsel des Spiels positiv longline abschloss, war der Anschluss geschafft (11-12). Ein raffinierter kurzer Aufschlag von Dumler war Grundlage für den folgenden Punktgewinn und Ausgleich durch Brinker (13-13). Als den Japanerinnen ein völlig unnötiger Ball an die Decke sprang, ging die deutsche Mannschaft zum ersten Mal in Führung (15-14), die aber sofort wieder abgegeben werden musste (Steffen aus dem Rückraum ins Netz, 15-16). Beim 17-18 bot sich den Japanerinnen die Punktchance, doch die weltbeste Blockerin, Fürst, griff zu und sorgte für den Ausgleich. Dann war es aber passiert, Oyama schlug ihren Angriff durch den Block – Guidetti nahm sofort eine Auszeit (18-20). Im Anschluss kam Atika Bouagaa für Brinker, um die Annahme zu stärken. Den Punkt machte aber der deutsche Block (Dumler/Radzuweit) – dann erneut der im ersten Satz erfolgreiche Doppelwechsel, Hanke und Gollan für Steffen und Apitz (19-20). Zwar setzte Hanke ihren Aufschlag ins Aus, anschließend bediente sie Dumler aber mustergültig (20-21). Ein abermaliger Fehlaufschlag (Dumler) machte alle Chancen auf den Ausgleich zunichte, Bouagaa sicherte per Angriff den Anschluss (21-22), ehe erneut ein Fehler am Aufschlag passierte (Radzuweit, 21-23). Steffen und Apitz kamen nach einem Schnellangriff von Fürst (über den Block) zurück, und die Linkshänderin von NA.Hamburg holte den Ausgleich (23-23). Takahashi nutzte ihre zweite Chance im Angriff und holte den ersten Satzball für Japan, den Kurihara per Außenangriff nutzte – Satzausgleich (23-25).

3. Satz
Die Teams starteten mit den Anfangs-Formationen des zweiten Durchgangs, und abermals erwischten die Japanerinnen den besseren Start (zwei Annahmen übers Netz durch Beier, 0-3). Durch drei gute Aktionen in Folge (Angriff und Aufschlag Brinker, Block Steffen) machten die deutschen Spielerinnen den Fehlstart wett (3-3), ein Block von Radzuweit (gegen 2-Schuss von Tajimi) sowie ein Ass durch Steffen führten gar zum 7-5. Nach einer feinen Finte von Apitz ging es mit 8-6 in die technische Auszeit. Zwei seltene Fehler der Gäste (Angriff und Netzberührung) war der Vorsprung auf 10-6 gewachsen – Auszeit Japan. Der Vorsprung hatte weiter Bestand, weil in dieser Phase beiden Teams diverse Fehler in Angriff und Aufschlag unterliefen (12-8), ein Block von Steffen/Fürst machte daraus einen Fünf-Punkte-Vorsprung. Mit einem Zähler weniger Vorsprung ging es in die zweite technische Auszeit, Dumler machte aus einem schwierigen Pass das Beste – einen Punkt (16-12). Dumler war es auch, die mit Angriff und Lob die nächsten zwei Zähler beisteuerte, ehe der abermalige Doppelwechsel (Hanke und Gollan für Steffen und Apitz) kam (18-14). Zwei Fehler auf deutscher Seite (ein oberes Zuspiel von Libero Beier im Dreimeterraum wurde anschließend angegriffen und Hanke spielte als Hinterspielerin über das Netz) machten es wieder spannend (18-16), ehe Brinker hart diagonal durchzog (19-16). Abermalige zwei Zähler der Asiatinnen ließen Guidetti verzweifeln, Gollan verhinderte per Block den Ausgleich (20-18), Apitz und Steffen kamen zurück. Und das Duo führte sich gut mit einem gemeinsamen Punkt (Apitz auf Steffen) ein – Auszeit Japan (21-18). Dann Glück für die DVV-Frauen: Bei Steffens Angriff, der weit neben das Feld segelte, war eine Japanerin im Netz (22-19). Einen Zähler später kommt Bouagaa für Brinker, der Aufschlag, der Bouagaa treffen sollte, landete im Netz (23-20). Beim 23-22 nimmt Guidetti eine Auszeit – Bouagaa hatte eine Annahme verpatzt. Dumler war es, die mit einem erfolgreichen Angriff gegen den Dreierblock den Satzball holte (24-23) – Japan wehrte den ersten ab. Die Jubilarin war es auch, die den Satz beendete: Apitz hatte Dumler auf der Außenposition perfekt bedient, der Italien-Legionär vollendete krachend (25-23).

4. Satz
Bouagaa blieb für Dumler auf dem Feld, und Steffen blockte drei Kombinationen der Japanerinnen erfolgreich (3-0). Der schöne Vorsprung war eine Minute später Makulatur: Fehler auf deutscher Seite bedeuteten Ausgleich und Rückstand (3-4). Abermals war es Steffen, die für Punkte sorgte und die Führung zurück holte (7-5). Ein schneller Zwei-Meter-Schuss mit Radzuweit ließ beide Teams in die technische Auszeit gehen (8-5). Fünf Punkte später standen erneut beide Teams seitlich der Linie – Japans Cheftrainer Yanagimoto war mit seinem Team nicht zufrieden (10-7). Beide Teams kämpften nun verbissen um die Punkte, beide wollten den Sieg (13-11), ein „Knaller“ von Steffen (überragend in diesem Satz) ließ die Zuschauer jubeln und die Mannschaften in die Auszeit gehen (16-13). Fürst setzte gleich nach der Auszeit per Ass einen drauf, anschließend zappelte eine japanische Angreiferin im Netz, der Sieg rückte näher (18-13). Zwei weiteren Angriffsfehler Japans schraubten das Ergebnis auf 20-13, ehe Kurihara seit langem wieder für Japan punktete. Mit Gollan und Hanke kamen die beiden bekannten Spielerinnen in die Partie, Hanke spielte Bouagaa blockfrei und die bedankte sich (22-15). Der deutsche Block und Brinker machten die nächsten zwei Zähler, Matchbälle en masse (24-15). Brinker, eine der effektivsten Spielerinnen, machte gleich den ersten mittels hartem Diagonalangriff perfekt (25-15).


Stimmen zum Spiel:

Giovanni Guidetti: "Ich bin zufrieden, weil wir gut gespielt haben und es für meine Spielerinnen schwierig ist, weil wir in jedem Spiel anders auflaufen. Beispielsweise auf der Libero-Position. Die Leistungen aller sind sehr gut, die jungen Spielerinnen nutzen ihre Chance, und das ist gut für mich. Es wird sehr schwer für mich, zwölf Spielerinnen für die EM zu finden - die Auswahl ist größer als im vergangenen Jahr."

Heike Beier: "Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Ich hätte nicht gedacht, dass wir Japan zweimal in Folge relativ leicht schlagen können. Vor allem in der Annahme habe ich sie stärker eingeschätzt. Und obwohl wir mit einer total anderen Mannschaft als gestern gespielt haben, hat man dies nicht gemerkt. Ich habe bisher einmal Libero in meiner Karriere gespielt, das war 1999 bei der Jugend-EM. Das war ganz schrecklich. Heute war es ganz gut, auch wenn ich kein gutes Gefühl hatte."

Dominice Steffen: "Der Beginn von mir war ja nicht so prickelnd, ich habe mir zuviel Druck gemacht. Zum Glück habe ich später noch aufgedreht, und wir haben gewonnen."

Miyuki Takahashi: "Ich bin momentan in keiner guten körperlichen Verfassung, eigentlich bräuchte ich eine Pause. Auch die Mannschaft macht derzeit viel Ausdauer und Kraft, zudem testen wir einige neue Spielerinnen. Das Ergebnis ist momentan zweitrangig."

(Quelle: DVV/Thilo von Hagen)



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