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DVV-Frauen: Heike Beier: "Ich möchte in Peking dabei sein"

Die 23jährige Heike Beier ist noch relativ neu in der Nationalmannschaft. Aus der Bundesliga kennt man Heike Beier vom Dresdner SC, mit dem sie dieses Jahr den Deutschen Meistertitel gewann. Gestern Abend begeisterte sie mit ihren Mannschaftskolleginnen beim Länderspiel Deutschland-Japan in Tübingen. Das 3:1 war auch ihrem starken Einsatz über alle vier Sätze zu verdanken.

Du warst bereits 2006 mit der Nationalmannschaft in Montreux (5. Platz) und hast dort deine ersten drei Länderspiele bestritten. Aber erst jetzt bist du offiziell in der Nationalmannschaft.
Heike: Ja, ich bin froh, das ich diese Chance bekommen habe. Letztes Jahr kam die Berufung zur Nationalmannschaft für mich zu spät. Da hatte mich bereits mit meiner Partnerin Anne Matthes auf die Deutsche Beach-Serie vorbereitet, die Sponsorenverträge standen, dass konnte ich nicht mehr absagen. Um so glücklicher bin ich, dass Giovanni es mir nicht übel genommen hat und mich dieses Jahr wieder zum Lehrgang eingeladen hat.

Wie hast du von deiner Berufung zur Nationalmannschaft erfahren?
Heike: Giovanni hat mich angerufen. Er wollte mich haben eigentlich als zweiten Libero zu Kerstin Tzscherlich haben. Wie gesagt, freue ich mich über diese zweite Chance und möchte ihm in diesem Jahr zeigen, dass ich in die Nationalmannschaft will und seine Entscheidung richtig war.

Du bist ja nicht die einzige Dresdnerin in der Nationalmannschaft insgesamt sind 6 Spielerinnen des Dresdner SC dabei (Tzscherlich, Fürst, Ssuschke, Matthes und Apitz) . Macht das den Einstieg etwas leichter?
Heike: Ja, natürlich. Es ist ein gutes Gefühl, wenn du die Mädels schon kennst. Das macht es leichter für mich als Neuling. Sicher hat man die anderen Spielerinnen schon mal in der Liga gesehen und spielt auch in der Saison ein paar Mal gegeneinander. Aber es ist schon leichter, mit vielen Mädels herzufahren, als alleine. Allerdings ist es auch kein Problem, alleine zu kommen. Das Team ist toll und nach ein paar Tagen ist man dabei. Das Vereinsgeschehen ist hier überhaupt keine Thema. Wir haben alle ein Ziel, für das wir hart trainieren und das heißt Europameisterschaft in diesem Jahr.

Wie sieht euer Training aus?
Heike: Zur Zeit ist es noch sehr individuelle. Wir machen sehr viel Krafttraining und Techniktraining. Wir sind ja noch in der Vorbereitungszeit und es besteht noch kein Zwang ein Team einspielen zu müssen. Bei den Länderspielen kann Giovanni uns Spielerinnen austesten und auf verschiedenen Positionen und in verschiedenen Konstellationen ausprobieren.

Ihr seit 17 Spielerinnen, 12 werden für den EM-Kader gebraucht. Wie groß ist da der Leistungsdruck?
Heike: Druck ist sicherlich da, aber da muss jede durch. Und wer das nicht ab kann, der kommt auch bei wichtigen Turnieren mit dem Druck nicht zurecht. Wir sind 17 Mädels und jede gibt ihr Bestes und mehr kann man einfach nicht machen. Man kann hart trainieren und zeigen, was man kann und das man lernbereit ist. Gedanken um die Konkurrenz macht man sich erst vor der Nominierung. Das Klima innerhalb des Teams ist total gut. Jeder kann etwas dazu lernen und auch wenn es vielleicht diesen Sommer nicht klappt, dann vielleicht im nächsten. Und jede nimmt ja auch auf jeden Fall etwas von den Lehrgängen mit nach Hause.


Du spielst auch Beach-Volleyball. Letztes Jahr hast du bei der Deutschen Beach Serie mitgespielt. Ist Beach jetzt Tabu?
Heike: In dieser Saison habe ich mich natürlich für die Nationalmannschaft entschieden. Sollte es aber nicht klappen mit der Nationalmannschaft, werde ich sicherlich wieder das eine oder andere Beachturnier spielen. Dann nicht so professionell wie im letzten Jahr mit Sponsoring, sondern eher im Rahmen der eigenen finanziellen Möglichkeiten. Aber natürlich hoffe ich, dass ich in der Mannschaft zu bleibe.


Was sind deine persönlichen Ziele?
Heike: Mittelfristig heißt das Ziel auf jeden Fall Peking. Kurzfristig möchte ich im 12er Kader sein, der bei der Europameisterschaft an den Start geht und da eine möglichst gute Platzierung erreichen. Außerdem würde ich gerne die Qualifikationsspiele für Olympia mitspielen und gewinnen.

Und was machst du außer Volleyball?
Heike: Ich mache zur Zeit eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau. Diese Ausbildung lässt sich ideal mit meiner Volleyball-Karriere vereinbaren. Das Fitness-Studio kommt mir sehr entgegen und stellt mich zum Beispiel jetzt für diese Lehrgänge frei. Ansonsten wäre das auch gar nicht möglich .

Wie ist dein Tipp für die Länderspiele?
Heike: Es wird schwer werden, weil unsere drei Stammspielerinnen fehlen. Ich denke, dass die Spiele ausgeglichen sein werden. Mit der Schnelligkeit und der Stärke in der Abwehr der Japanerinnen, wird es nicht leicht werden.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei den Spielen!

Interview: Sybille Baecker



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