headerphoto

DVV-Pokal: Georg Grozer jr. (Moerser SC): „Friedrichshafen ist nicht so stark wie letztes Jahr“

Foto: Georg Grozer jun. Beim DVV-Pokalfinale 2006 konnte der Moerser SC nur im ersten Satz die Auseinandersetzung mit dem Favoriten VfB Friedrichshafen ausgeglichen gestalten. Mehr aber auch nicht. Am Ende das Team vom Bodensee mit 3:0 die Partie und letztlich auch den Pokal. Revanche ist demzufolge angesagt, denn der Moerser SC fordert im diesjährigen Finale einmal mehr den Pokalverteidiger heraus. Georg Grozer Junior (22 Jahre) tritt immer mehr in die Fußstapfen seines gleichnamigen Vaters, der seit dieser Saison auch sein Trainer beim Moerser SC ist. Der Kapitän des Moerser SC, Finalist und Außenseiter, äußerte sich zu den Chancen, seine Erwartungen an das GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen sowie seinen neuen Trainer.

Foto: In diesem Jahr in HalleWestfalen die doppelten Grozer mit dem Moerser SC: Sohn Georg schlägt als Kapitän auf und Vater Georg trainiert in dieser Saison den letztjährigen Finalisten. (Foto: © Sabarz)

Im vergangenen Jahr erreichte Moers völlig überraschend das Pokalfinale. Würden Sie das abermalige Vordringen ins Finale als erneute Überraschung ansehen?

Georg Grozer jun.: „Nein, eigentlich nicht. Man kann natürlich nie sicher sein, dass man es wieder ins Finale schafft. Wir haben ja auch eine andere Mannschaft als im letzten Jahr. Aber ich hatte ehrlich damit gerechnet, dass wir es wieder schaffen.“

Der Moerser SC hat sein „Gesicht“ vor Saisonbeginn gewaltig verändert: ein neuer Trainer, viele neue Spieler. Zeigt sich dies auch auf dem Spielfeld?

Georg Grozer jun.: „Ja klar, jeder der sich mit Volleyball auskennt sieht, dass das Team professioneller geworden ist. Wir haben fast auf jeder Position ein neues „Gesicht“.“

Auch Friedrichshafen hat sich personell verändert. Was ist die Stärke von Friedrichshafen in dieser Saison?

Georg Grozer jun.: „Na, ähnlich wie in der letzten Saison. Sie haben eine sehr starke, sehr erfahrene Mannschaft, aber sie haben auch wichtige Spieler verloren. Nach meinem persönlichen Eindruck sind sie jedoch nicht ganz so stark wie im letzten Jahr. Gerade deshalb hoffe ich auf ein gutes Spiel.“

Wie lautet das Rezept gegen Friedrichshafen?

Georg Grozer jun.: „Ein Patentrezept gibt es auf keinen Fall. Wir müssen gut spielen, den Kampf annehmen und dann wird es Chancen geben, die wir nutzen müssen.“

Zum zweiten Male finden die Pokalfinals im Gerry Weber Stadion in Halle statt. Was haben Sie für Erwartungen?

Georg Grozer jun.: „Ich hoffe, dass es so voll wird wie im letzten Jahr. Aber auch wenn die Zahl nicht ganz erreicht wird, weil die Münsteranerinnen fehlen, wird die Stimmung sehr gut sein. Es hat mir im letzten Jahr total gefallen, weil das Publikum bei allen guten Aktionen applaudiert hat und keine Mannschaft bevorzugt hat. Das war einzigartig.“

Ihr Vater war in Volleyball-Deutschland mit seiner Art und Spielweise ein Idol. Jetzt ist er auch ihr Trainer. Können Sie und Ihr Vater den Sport vom Privaten trennen?

Georg Grozer jun.: „Ja, zu Saisonbeginn haben wir uns zusammengesetzt und ausführlich unterhalten. Wir können es trennen – bis jetzt hat es gut geklappt.“

Was hat sich durch den Trainer Georg Grozer Senior geändert?

Georg Grozer jun.: „Jeder Trainer hat natürlich seinen eigenen Stil. Ich denke, mein Vater kommt gut rüber. Er weiß auch, wann er locker sein kann und wann er die Zügel anziehen muss – auch bei mir.“

Warum läuft es im Pokal so gut und in der Liga so schlecht?

Georg Grozer jun.: „Schwer zu sagen - eine Mischung aus Überheblichkeit, Krankheit und Pech. Es ist mehr als ärgerlich, eigentlich müssten wir Vierter oder Dritter sein. In der Liga haben wir immer gedacht, wir können noch was drehen. Im Pokal waren wir konzentriert und konsequent.“

Seit einiger Zeit haben Sie auch die deutsche Staatsbürgerschaft und können voraussichtlich ab Mai 2007 für die deutsche Nationalmannschaft spielen. Ein Pokalsieg gegen Bundestrainer Moculescu wäre doch eine gute Empfehlung, oder?

Georg Grozer jun.: „Ein Sieg wäre natürlich schön. Aber ich denke, dass Herr Moculescu auch eine gute Leistung ohne einen Sieg registrieren wird.“

Bei Friedrichshafen spielt mit Jochen Schöps ein direkter Nationalmannschafts-Konkurrent auf der Diagonalposition. Ein weiterer Kandidat ist Italien-Profi Christian Pampel. Was rechnen Sie sich in der deutschen Auswahl aus?

Georg Grozer jun.: „Ich versuche erst mal in die >erste Zwölf< zu kommen. Ich weiß, dass es drei starke Diagonalspieler gibt. Jeder hat sein eigenes Profil, jeder hat seine Chancen. Der Bundestrainer hat die Qual der Wahl – ich kann mich nur anstrengen.“

Was machen Sie am Abend des 4. März?

Georg Grozer jun.: „Wir werden auf jeden Fall ein wenig feiern – die Mannschaft ist noch nicht so lange beisammen, da wird eine kleine Feier in jedem Falle richtig sein. Wenn wir gewinnen, weiß ich noch nicht was passiert – es wird bestimmt laut. Aber ich weiß jetzt schon, dass am Montag Training sein wird.“



Partner des VLW


VOLLEYBALL ERGEBNIS APP

Spielergebnisse und Ergebnisübermittlung in einer App - jetzt abholen und als Ergebnismelder registrieren!

PHOENIX II

Vereinsaccount, Meldung Kleinfeldmannschaften, ePass, Meldebogen, Zugang Staffelleiter
>>> https://vlw.it4sport.de

Newsletter abonnieren

Der VolleyNewsletter ist der offizielle Newsletter des Volleyball-Landesverbandes Württemberg e.V (VLW) und bringt wichtige Informationen aus der Volleyballwelt zeitnah und aktuell an alle Abonnenten.

JETZT ABONNIEREN

Veranstaltungen


Zum Event-Kalender

Rahmenspielplan

Hier geht es zum aktuellen Rahmenspielplan:
Spielbetrieb/Termine/Rahmenspielplan