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Bundesliga: Friedrichshafen & Rottenburg siegen

Dienstag und Mittwoch statt Samstag und Sonntag wurde diese Woche in der Bundesliga bei den Herren gespielt. An beiden Tagen durften die Württemberger Bundesligisten als Sieger vom Platz gehen:
02.12.2008 TSV Giesen/Hildesheim - EnBW TV Rottenburg 2:3
03.12.2008 VfB Friedrichshafen – Netzhoppers Königs Wusterhausen 3:0



02.12.2008 EnBW TV Rottenburg: Hochs – Tiefs – und dann kam Schneider

Der Klassenerhalt ist ein kleines Stück näher gerückt. In einem engen Spiel gewann der EnBW TV Rottenburg bei Mitaufsteiger TSV Giesen/Hildesheim gestern Abend in fünf Sätzen mit 3:2 (25:20, 18:25, 25:17, 23:25, 15:6). Die Rottenburger leisteten sich einige Fehler und bekamen lange Giesens Diagonalangreifer Henning Machtens nicht in den Griff. Den fünften Satz dominierte allerdings dann Rottenburgs Diagonalangreifer Stefan Schneider.

„Der fünfte Satz ist Diagonalangreiferzeit“, pumpte Schneider kurz nach der Partie mit hochrotem Kopf in die Kamera. Die Gesichtsfarbe war bezeichnend für Schneiders Spiel im entscheidenden Tiebreak - ihm gelang einfach alles. Den letzten Angriff von Giesen blockte der Diagonalangreifer mit dem Gesicht ins gegnerische Feld. „So einen habe ich davor auch schon mal abgekriegt, der ist aber nicht im Feld gelandet“, lächelte Schneider selig.

Nicht Rottenburg gegen Giesen, sondern Rottenburg gegen Machtens konnte die Partie lange tituliert werden. Den Diagonalangreifer aus Giesen bekam der EnBW TVR vier Sätze lang nicht in den Griff. Im fünften Satz musste Machtens allerdings seinen zu diesem Zeitpunkt bereits knapp fünfzig Angriffen Tribut zollen. Die Durchschlagskraft ließ nach und die Stunde von Schneider kam.
Bis dahin hatte Schneider, wie das gesamte Rottenburger Team, mit Höhen und Tiefen agiert. „In den Partien gegen Wuppertal und Eltmann waren wir stärker, die nötige Lockerheit hat heute bis zum fünften Satz etwas gefehlt“, so Trainer Müller-Angstenberger. Im ersten Satz brachte ein 9:2-Zwischenspurt die entscheidende Führung. Danach agierten die Rottenburger ungewohnt unsicher in der Annahme. Sie machten zwar kaum direkte Fehler, jedoch musste man oft über die Außenpositionen angreifen. Da hatten dann entweder Giesens Blockspieler die Hände am Ball oder die Feldverteidigung war gut positioniert. So entstanden viele längere Ballwechsel welche die Hausherren, meist über Machtens, für sich entschieden. Rottenburgs Trainer reagierte und tauschte Zuspieler Neumeister gegen Kapitän Welz. Die Rottenburger erhöhten im dritten Satz den Aufschlagdruck, minimierten ihre Eigenfehler und kamen zu einem klaren Satzerfolg. Doch Giesen, angetrieben vom Publikum, konterte noch einmal. Im Angriff waren die Hausherren im vierten Satz nicht zu stoppen. Rottenburg hielt sich zwar im Spiel, doch einen knappen Linienball von Dirk Mehlberg sah der Schiedsrichter zum 23:25 im Aus - dann kam der beeindruckende Tiebreak des EnBW TVR. „Wir haben ein enges Spiel und damit zwei wichtige Punkte gewonnen. Trotz der derzeitigen Tabellensituation üben wir uns in Demut“, war der knappe Kommentar des Religionslehrers Müller-Angstenberger nach der Partie.

In der Tat, mit diesem Sieg kletterte der EnBW TV Rottenburg erstmals in dieser Saison auf den 6. Tabellenplatz und hat nun mit 10:10 Punkten sechs Punkte Abstand auf die Abstiegsränge. „Wir wollen am kommenden Montag im Heimspiel gegen den VCO Berlin noch einmal nachlegen. Das wird schwer genug, denn die Jungs der Juniorennationalmannschaft sind derzeit richtig gut drauf. Mit einem Sieg wäre die Vorrunde natürlich richtig fantastisch gelaufen“, so Müller-Angstenberger zum Abschluss.
Der Trainer hofft, dass kommenden Montag wieder viele Zuschauer den Weg in die Paul Horn-Arena finden, wenn zum ersten Mal das Fernsehen ein Heimspiel des EnBW TV Rottenburg live überträgt. Zudem wird die Firma Erima in Zusammenarbeit mit Intersport Micki Sport einen Promotion- und Verkaufsstand in der Halle aufstellen: Dort wird ein brandneues Fan-Shirt vorgestellt und zum Verkauf angeboten. Außerdem kann man das original Spielertrikot der aktuellen Saison zu einem tollen Sonderpreis erwerben.

PM/TVR




03.12.2008 VfB Friedrichshafen: Nicht glanzvoll, aber ungefährdet

Der VfB Friedrichshafen bleibt in der Bundesliga eine Macht: Mit 3:0 (25:21, 25:19, 25:18) bezwangen die Häfler am Mittwochabend die Netzhoppers Königs Wusterhausen und feierten damit ihren achten Sieg im neunten Bundesligaspiel. Bester Spieler und erfolgreichster Punktesammler der 68-minütigen Partie war Idi

Wenige Minuten, nachdem der letzte Ballwechsel gespielt war, stand Mirko Culic mit fragendem Blick direkt neben dem Spielfeld in der Arena Friedrichshafen. Statt den Journalisten Rede und Antwort zu stehen, drehte er den Spieß einfach um. „Was denken Sie nun über uns?“, fragte er. „Wie haben wir uns verkauft?“ Die Meinung war einhellig und durchweg äußerst positiv – auch wenn das Ergebnis deutlich ausfiel. Nur 68 Spielminuten nämlich benötigte der VfB Friedrichshafen bis das 3:0 (25:21, 25:19, 25:18) über den bis dato Tabellendritten Netzhoppers Königs Wusterhausen unter Dach und Fach gebracht war.

„Die Netzhoppers haben gut verteidigt und das Spiel damit zu einer kurzweiligen und interessanten Angelegenheit gemacht“, sagte VfB-Cheftrainer Stelian Moculescu. „Nichtsdestotrotz haben wir verdient gewonnen. Auch wenn wir hart trainiert haben und die Jungs etwas müde waren.“

Das änderte jedoch nichts daran, dass die Häfler das Spielgeschehen in allen drei Durchgängen dominierten. Sie glänzten zwar nicht, boten vor 1.800 Zuschauern aber eine solide Leistung, die genügte, um nie ernsthaft in die Gefahr eines Satzverlustes zu geraten. Insbesondere im ersten Abschnitt mussten sie sich jedoch des mutigen und engagierten Spiels der Netzhoppers erwehren, die sich bis zum 20:20 auf Augenhöhe zeigten, dann jedoch den VfB davonziehen lassen mussten. „Es war ein offenes Spiel“, ärgerte sich Culic. „Dann aber machen wir Fehler anstatt Friedrichshafen zu Fehlern zu zwingen.“

Danach steckten die Netzhoppers nicht auf, mussten allerdings ihre Grenzen erkennen. Über die jeweiligen Stationen 8:6, 16:14 und 22:16 gingen die Sätze zwei und drei an den VfB, dessen bester Spieler und zugleich mit 13 Zählern erfolgreichster Punktesammler am Mittwoch der Brasilianer Idi war. Gute Noten verdiente sich zudem Lukas Divis, der dieses Mal anstelle von Georg Grozer auf die Außen-Annahme-Position rückte. „Lukas hat in den vergangenen Wochen sehr gut trainiert“, sagte Moculescu. „So etwas muss man auch mal belohnen.“

Nach dem achten Bundesligasieg im neunten Spiel rangiert Friedrichshafen weiterhin an der Tabellenspitze der Volleyball-Bundesliga. Verfolgt wird der amtierende Deutsche Meister und Pokalsieger von Generali Haching, SCC Berlin und dem Moerser SC, die ihre Aufgaben am zehnten Spieltag erfolgreich lösten und allesamt vier Minuspunkte – und damit zwei mehr als der VfB – auf dem Konto haben.

Den Häflern um Kapitän Joao José bleibt nun keineswegs Zeit, um sich zurückzulehnen. Schon am Sonntag (7. Dezember, 16 Uhr) wartet mit dem Auswärtsspiel beim VC Bad Dürrenberg/Spergau die nächste Aufgabe in der Bundesliga, ehe in der kommenden Woche wieder die CEV Indesit European Champions in den Fokus rückt. Dort stehen am 11. und 17. Dezember die vorentscheidenden Partien gegen Griechenlands Pokalsieger Panathinaikos Athen auf dem Programm. „Dann wird sicherlich noch mehr als heute von uns verlangt“, sagt Divis. „Aber das ist ganz normal. Denn die Champions League ist einfach ein anderes Level.“

PM/VfB



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