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Außerordentlicher DVV-Verbandstag: DVV und Landesverbände setzen Zeichen der Zusammenarbeit

Als am Sonntagmorgen um 10:30 Uhr die Teilnehmer des Hauptausschusses des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) sich zur geplanten Kaffeepause in dem Nebenraum ihres Tagungssaals zusammenfanden, hatten es einige Vertreter des DVV und der Landesverbände gar nicht eilig wieder in den Sitzungsraum zurückzukehren. Die anregenden Gespräche bei einer Tasse Kaffee zogen sich immer mehr in die Länge und auch wenn für diese Pause nach der Tagesordnung nur 15 Minuten angesetzt waren, störte es niemanden, dass einige Hauptausschuss-Teilnehmer sich an diesen Zeitplan nicht mehr hielten. Denn was eigentlich als Pause gedacht war, hatten sich im Laufe des Hauptausschusses zum ‚Ausklang’ entwickelt. Deutlich vor der angesetzten Zeit hatte der DVV-Hauptausschuss alle Tagesordnungspunkte erfolgreich abgearbeitet und damit ein deutliches Zeichen der Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Verbandszukunft geliefert.

Mit einer kleinen ‚Verlängerung’ im Programm am Vortag hätte der außerordentliche Verbandstag und der DVV-Hauptausschuss bereits am Samstag beendet gewesen sein können, so schnell, konsequent und einig bearbeiteten DVV-Präsidium und –Vorstand mit den Vertretern der Landesverbände sowie der DVL alle Tagesordnungspunkte ab. Allein der außerordentliche Verbandstag war am Samstagmorgen nach gerade mal zwei Stunden erfolgreich abgeschlossen worden. Mit Geschlossenheit und Homogenität wurden alle Anträge zur Satzungs- und Ordnungsänderung ohne jegliche Gegenstimme oder Enthaltung genehmigt.

Im anschließenden Hauptausschuss trugen die Verantwortlichen aus verschiedenen Bereichen ihre Berichte über das auslaufende Jahr vor und stellten sich anschließend den Fragen der Anwesenden. Präsident Werner von Moltke dankte zunächst den aktuellen Partner des DVV sowie der Deutschen Volleyball-Liga für die gute Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang sprach von Moltke einen ganz besonderen Dank an die Zurich Versicherung aus - für elf Jahre erfolgreiche Partnerschaft. Nun müsse es die höchste Aufgabe der DVV-Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Deutschen Volleyball Sport GmbH (DVS) sein, für das kommende Jahr einen neuen Hauptsponsor zu finden. Hierfür würde der Verband neue Wege bestreiten und mit erfahrenen Marketing-Agenturen zusammen arbeiten.
‚Veränderungen’ blieben in dem Vortrag des Präsidenten weiterhin ein Kernbegriff. Von Moltke zeigte auf, wie in diesem Jahr eine deutliche Verjüngung bei den hauptamtlichen DVV-Mitarbeitern, bei erfolgreichem Erhalt von Know-how, stattgefunden habe. Zudem sprach sich von Moltke eindeutig dafür aus, im nächsten Jahr auch in der DVV-Struktur eine umfangreiche Veränderung zu schaffen. So sollte das Präsidium abgeschafft und im Vorstand die Position des ‚Hauptamtes’ gestärkt werden. Nach gegenwärtigen Plänen sollen dann im Vorstand neben dem Präsidenten und drei Vize-Präsidenten der DVV-Generalsekretär und der Sportdirektor mit Sitz, Stimme und Haftung vertreten sein. Diese Phase der Umstrukturierungspläne und auch die weitere Zukunft des Verbandes möchte von Moltke nach eigener Aussage weiter mitgestalten. Zum Abschluss seines Vortrages kündigte der DVV-Präsident an, sich im kommenden Sommer erneut zur Wahl zu stellen.

Ebenfalls den Blick in die Zukunft des Verbandes untermauerten Vize-Präsident Martin Walter und der Vorsitzende der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ) Hubert Martens mit ihrer Verbandsentwicklung ‚Binden und Finden’ von Mitgliedern. Der DVV stünde in der immer größeren Konkurrenz mit anderen Sportarten um Mitglieder und wolle deshalb auf diese Situation mit einem umfassenden Konzept reagieren. Walter und Martens hatten in dieser Hinsicht Ideen entwickelt, die in Zukunft in Zusammenarbeit mit dem DVV, den Landesverbänden und der DVL zu Konzepten und Modulen ausgearbeitet werden sollen. Bereits im ersten Quartal 2009 soll es für alle Interessenten bzw. die Vertreter des Breiten- und Freizeitsports sowie des Jugendbereichs einen Workshop geben, auf dem alle Ideen weiter entwickelt werden sollen. Der Hauptausschuss gab für dieses Projekt eine eindeutige, positive Signalwirkung und beschloss die Weiterbearbeitung von ‚Binden und Finden’ von DVV-Mitgliedern einstimmig.

Im Anschluss zeigte Sportdirektor Günter Hamel die Bilanz der deutschen Nationalmannschaften im Hallen- und Beach-Bereich in diesem Jahr auf. Hamels erstes Fazit lautete hierbei: „Auf den ersten Blick hat sich die Situation nicht großartig verändert. Sowohl im Männer- als auch im Frauenbereich gibt es eigentlich immer die gleichen Nationen, welche die Siege bei bedeutenden Events unter sich ausmachen. Wir haben es in diesem Jahr, mit dem Höhepunkt Olympische Spiele in Peking, nicht geschafft, diese Dominanz zu durchbrechen.“ Die deutschen Nationalmannschaften seien von der absoluten Weltspitze immer noch ein Stück entfernt. Dass man die Erwartungen in dieser Hinsicht, speziell in Peking, nicht habe erfüllen können, sei ohne Zweifel klar. Aber man habe die Zeit nach Olympia umfassend genutzt um die ‚Schwächen und Fehler’ zu analysieren und wäre in dieser Phase – im Hinblick auf die Olympischen Spiele in London 2012 - schon dabei an den Verbesserungen zu arbeiten. Die Verpflichtung von Raùl Lozano als neuen Bundestrainer der Männer-Nationalmannschaft sei in dieser Hinsicht auch das richtige Signal. Lozano werde in der Volleyball-Welt als einer der besten Trainer angesehen und man sei zuversichtlich mit ihm die erklärten Ziele zu erreichen. Auch wenn einige Ergebnisse in diesem Jahr nicht so zustande gekommen wären, wie man dies aus DVV-Sicht gerne gesehen hätte, so stellte Hamel dieser kritischen Betrachtung auch ein ‚aber’ entgegen. Im Hinblick auf die Möglichkeiten des Verbandes wären ein bisschen Stolz und Selbstbewusstsein durchaus angebracht, denn für seine Situation würde der DVV viel erreichen. Hamel nannte hierfür als ein Beispiel die Qualifikation der Männer in diesem Jahr für die Olympischen Spiele. „Was Stelian Moculescu und sein Team uns in Düsseldorf für positive Emotionen geschenkt haben, sollte nicht vergessen werden. Allein diese Qualifikation hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und mit unserer Arbeit und unserem Engagement so weitermachen sollten.“

Am Ende des Hauptausschusses berichteten DVV-Vize-Präsidentin Ines Knauerhase und DVS-Geschäftsführer Holger Brusch über das ‚Finanzjahr 2008’ und gaben einen Ausblick auf die kommenden Monate aus DVV-Sicht. Knauerhase konnte berichten, dass der Verband das aktuelle Jahr mit einem Überschuss abschließen werde. Für 2009 hingegen seinen noch einige wichtigen Positionen zu sichern um die angestrebten Erwartungen zu erfüllen. Brusch ergänzte in dieser Hinsicht, dass die DVS mit mehreren Agenturen und Sponsoren im engen Kontakt und Austausch stehe, um möglichst schnell einen neuen Hauptsponsor des Verbandes präsentieren zu können. Für das Jahr 2008 habe die DVS die Finanzplanung positiv übertreffen und somit ihre ‚Aufgaben’ mehr als erfüllen können.

Den Hauptausschuss beendete DVV-Präsident Werner von Moltke mit dem Resümee, in Halle hätten Präsidium, Vorstand, Landesverbände und DVL im konstruktiven Miteinander die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des deutschen Volleyballsports gestellt. In dieser Gemeinschaft sei er zuversichtlich, dass der DVV auch die schwierigen Phasen gut meistern und so den deutschen Volleyball weiter positiv gestalten werde.

(PM/DVV)



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