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CL: Schöps: „Es motiviert mich, gegen den VfB zu spielen“

schöpsBevor Ex-Häfler Jochen Schöps am Donnerstag (13. November, 20.15 Uhr) mit seinem russischen Klub Iskra Odintsovo gegen den VfB Friedrichshafen antritt, spricht er im Interview über das Leben in Russland, sein Team, die Champions League und natürlich die Vorfreude auf die Rückkehr an den Bodensee

Freut sich auf das Spiel gegen seinen ehemaligen Verein: Jochen Schöps (Foto: CEV)

Im September begann für Sie mit der Rückkehr nach Odintsovo der zweite Teil Ihres Russland-Abenteuers. Haben sich Ihre Erwartungen bislang erfüllt?
Es ist das eingetreten, was ich erwartet hatte. Das erste Jahr im Ausland ist nicht besonders einfach. Es tauchen Probleme auf, die man von zu Hause nicht kennt – und wenn es nur um die Sprache und damit darum geht, möglichst viel verstehen oder überhaupt lesen zu können. Wenn man es schafft, sich an diese neue Situation zu gewöhnen, macht es super viel Spaß. Und sportlich gesehen war es ja sowieso optimal für mich. Es war eine Herausforderung, über einen längeren Zeitraum und nicht nur bei einzelnen Spielen gut zu sein.

Wie muss man sich Ihr Leben in Russland vorstellen?
Eigentlich gar nicht so anders als in Deutschland. Morgens und abends ist Training. Nur die Zeiten sind unterschiedlich. Manchmal fangen wir morgens erst um zehn oder halb elf an und sind dann halt etwas später fertig. Abends ist um fünf Uhr Training. Zwischendurch fahre ich immer nach Hause – das dauert pro Weg ungefähr eine Viertelstunde.

Fühlen Sie sich in Ihrem neuen Zuhause wohl?
Ja. Denn meine Wohnung ist wirklich sehr schön. Es ist eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit Parkett, einer schönen großen Küche und einem Wohnzimmer mit einer Couch die ich desöfteren zum Bett umfunktioniere. Dann kann ich auch mal vor dem Fernseher einschlafen. Interessant ist auch die Sache mit der Heizung. Hier gibt es nur Zentralheizung und die wird irgendwann einfach angestellt. Vorher gibt es gar keine Heizung und man muss auf Sonne hoffen, danach läuft sie volle Pulle.

Wie würden Sie Ihre diesjährige Mannschaft von Iskra Odintsovo beschreiben?
Der Mittelblocker Andrej Egortchev ist neu aus Kazan dazugekommen. Das Gros der Mannschaft – die Zuspieler, die Annahme-Außen, zwei Mittelblocker, der Libero und ich - aber ist gleich. Derzeit sind zwei wichtige Spieler verletzt. Alexej Verbov, unser Libero, hat sich im Champions-League-Spiel gegen Athen am Rücken verletzt und Alexej Kuleshov, ein Mittelblocker, hat vor drei Wochen einen Ball ins Auge bekommen und seitdem nicht mehr trainiert.

Wie schätzen Sie die Champions-League-Vorrunde mit Ihrem Team, Panathinaikos Athen, Belchatow und dem VfB Friedrichshafen ein?
Ich freue mich, denn das werden bestimmt alles schöne Spiele. Sicherlich aber fliegen eine oder vielleicht sogar zwei Mannschaften raus, die in einer anderen Gruppe ganz sicher die nächste Runde erreicht hätten. Das ist schade für die Teams, aber so ist halt die Auslosung.

Freuen Sie sich schon auf Ihr Gastspiel am 13. November in Friedrichshafen?
Auf jeden Fall. Einerseits ist das meine einzige Chance, während der Saison mal nach Deutschland zu kommen. Andererseits motiviert es mich auch, gegen Friedrichshafen zu spielen. Schließlich ist der VfB der Klub, der mich ausgebildet hat und dem ich viel zu verdanken habe. Während des Spiels bin ich Gegner und will gewinnen – das ist auch ganz normal. Danach können wir wieder entspannt miteinander umgehen.

Zur Person
Jochen Schöps wurde am 8. Oktober 1983 geboren und spielte von 2003 bis 2007 für den VfB Friedrichshafen. Nachdem der 2,02 Meter lange Diagonalangreifer im vergangenen Jahr mit dem VfB das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League gewonnen hatte, wechselte er zum russischen Spitzenklub Iskra Odintsovo, mit dem er unter anderem an der Seite von Brasiliens Star Giba Vizemeister wurde. Der 143-fache Nationalspieler wurde 2007 zum „Volleyballer des Jahres“ gekürt und nahm in diesem Jahr mit der deutschen Auswahl an den Olympischen Spielen in Peking (China) teil.

PM/VfB



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