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VfB Friedrichshafen: Friedrichshafen lässt sich den Sieg entreißen

Erste Niederlage auf nationalem Parkett nach mehr als eineinhalb Jahren: Mit 2:3 (25:22, 25:19, 13:25, 21:25, 9:15) verloren die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen das Bundesligaspiel gegen den Moerser. Dabei konnten sie eine 2:0-Satzführung nicht zu ihren Gunsten nutzen und ließen sich den sicher geglaubten Sieg noch entreißen

Kampa
Lukas Kampa erhielt gegen seinen Ex-Klub viele Spielanteile, konnte aber die Niederlage nicht verhindern (Foto: Conny Kurth)

Vor dem fünften und entscheidenden Satz griff Stelian Moculescu zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Ohne zu zögern beorderte er seine Mannschaft noch einmal in die Kabine, um ihnen wichtige Hinweise mit auf den Weg zu geben. „Ich habe gesagt: Wenn wir nicht mutig spielen, werden wir heute nichts gewinnen“, verriet der Cheftrainer des VfB Friedrichshafen später. „Und genauso ist es ja dann auch gekommen.“

Mit 2:3 (25:22, 25:19, 13:25, 21:25, 9:15) hatte Friedrichshafen am Montagabend gegen den Moerser SC das Nachsehen. Es war die erste Niederlage auf nationalem Parkett seit dem 10. März 2007, als Wuppertal den VfB mit 1:3 in die Knie zwang. 597 Tage beziehungsweise gut 85 Wochen vergingen, ehe es den Moerser Adlern gelang, dem amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger wieder eine Niederlage beizubringen. Während auf MSC-Seite Mannschaft, Betreuer und Fans feierten, versuchte Moculescu, der Partie etwas Positives abzugewinnen. „Es ist nicht schlecht, auch mal zu verlieren“, sagte er. „So etwas ist immer sehr lehrreich.“

Die Niederlage war umso erstaunlicher, da sich der VfB dabei eine 2:0-Satzführung und damit den fast schon sicher geglaubten Sieg noch aus den Händen reißen ließ. Zwar agierten die Häfler, bei denen wie zuletzt Lukas Tichacek, Sung-Min Moon, Idi, Georg Grozer, Juliano Bendini, Joao José und Thomas Kröger in der Startaufstellung standen und später auch Lukas Divis, Lukas Kampa, Robert Hupka und Markus Steuerwald zum Einsatz kamen, aufgrund der nur 7,20 Meter und damit knapp zwei Meter weniger als vorgeschriebenen Deckenhöhe und der provisorisch hergerichteten Schulsporthalle des Moerser Adolfinums, nicht souverän, hatten aber das Spielgeschehen vollkommen unter Kontrolle.

Dann aber folgte die Zehn-Minuten-Pause und gab der Partie eine gänzlich neue Richtung. Wie ausgewechselt agierten beide Teams. Mit dem Rücken zur Wand spielte Moers Alles oder Nichts und überrollte das VfB-Ensemble damit förmlich. Während die Häfler kaum wussten, wie ihnen geschah, gewann der MSC erst Satz drei, dann Satz vier – und schließlich zur großen Freude der nur etwa 650 Zuschauer auch den entscheidenden fünften Durchgang.

„Wir wussten, dass Friedrichshafen nur wenig Fehler machen würde. Diese aber wollten wir herausfinden und ausnutzen“, verriet MSC-Trainer Georg Grozer senior sein Erfolgsrezept und freute sich über die gelungene Umsetzung. „Nach dem zweiten Satz hat einfach alles gestimmt.“ Auf VfB-Seite war die Enttäuschung offensichtlich. „Wir haben relativ sicher geführt, aber danach aufgehört, zu spielen. Es hat nichts mehr funktioniert“, sagte Moculescu und zollte dem Gegner Respekt. „Man muss anerkennen: Wir haben nicht gut gespielt und Moers war besser.“

Damit verpasste Friedrichshafen den möglichen Sprung an die Tabellenspitze und rangiert stattdessen weiterhin auf dem dritten Platz. Am Samstag (1. November, 19.30 Uhr) steht bereits das nächste Spitzenspiel auf dem Programm. Dann gastiert der bislang ungeschlagene Spitzenreiter Generali Haching in der Arena Friedrichshafen.

Die weiteren Spiele des VfB Friedrichshafen
Sa. 01.11.2008 19.30 Uhr BL: VfB Friedrichshafen – Generali Haching
Mi. 05.11.2008 18.00 Uhr CHL: PGE Skra Belchatow (POL) – VfB Friedrichshafen
Sa. 08.11.2008 19.30 Uhr evivo Düren - VfB Friedrichshafen

PM/VfB



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