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VfB Friedrichshafen: Mädchenschwarm mit großen Ambitionen

Sung-Min Moon Für eine Woche machte sich Sung-Min Moon ein erstes Bild von Friedrichshafen und dem VfB. Das war durchweg positiv, wie der koreanische Nationalspieler bei seiner Präsentation erklärte. Bevor das Abenteuer Deutschland jedoch endgültig beginnt, muss Moon noch einmal nach Korea, um dann in Thailand mit seinem Nationalteam beim Asian Cup anzutreten

Begrüßten Sung-Min Moon (Mitte) in Friedrichshafen: Jürgen Hauke (Geschäftsführer VfB Friedrichshafen) und Stelian Moculescu (Trainer VfB Friedrichshafen) (Foto: C.Kurth)

Weit weg von Zuhause kann man sich schon so manches Mal über die Gepflogenheiten in anderen Ländern wundern. Im Grunde genommen hätte er keine Probleme im fremden Europa, er sei sehr anpassungsfähig, erzählte Sung-Min Moon während seiner Vorstellung in dieser Woche in Friedrichshafen. Einige Dinge aber gaben dem Koreaner zu denken. Die Sache mit dem Zebrastreifen zum Beispiel. „In Korea muss man als Fußgänger immer sehr auf die Autos achten“, sagte Moon. „Hier aber halten sie einfach an, wenn ich über den Zebrastreifen gehe.“

Unangenehm war das dem 21-Jährigen nicht. Im Gegenteil. Und auch sonst freut er sich schon auf die bevorstehende Zeit in Friedrichshafen. „Es ist klein und gemütlich hier“, fasste er seine ersten Eindrücke zusammen. „Und die Umgebung mit dem See und den Bergen ist phantastisch.“

Mit dem deutschen Essen habe er keine Probleme, nur an der Verständigung hapert es noch. Derzeit nämlich spricht Moon nur koreanisch und außerdem wenige Brocken Englisch. Das aber reicht noch nicht, um über die Runden zu kommen, weshalb der 1,98 Meter lange Volleyballer, möglichst schnell an der Verbesserung seiner Sprachfertigkeiten arbeiten will. Läuft alles nach Plan, wird Moon während der ersten Wochen in Deutschland von seinem Manager Bang Ho Suk begleitet und bekommt danach einen Sprachtrainer zur Seite gestellt, der mit ihm Englisch oder Deutsch pauken soll. Gut möglich, dass der VfB dabei auf eines der zahlreichen Hilfsangebote von in Deutschland lebenden Koreanern zurückkommt, die den Klub mittlerweile erreichten. Lee aus Tübingen beispielsweise bot seine Unterstützung an und bat gleichzeitig, Moon folgendes auszurichten: „Bitte sagen Sie ihm, dass alle Koreaner in Deutschland hinter ihm stehen. Dies ist eine typisch koreanische Mentalität. Koreaner halten immer zusammen.“

Um ihn möglichst schnell in die Mannschaft zu integrieren, wird er zunächst eine Wohngemeinschaft mit dem Brasilianer Juliano Bendini bilden. „Die Umstellung von Korea nach Deutschland wird nicht einfach werden. Das wird eine Weile dauern“, sagte VfB-Cheftrainer Stelian Moculescu. „Wir bemühen uns, es ihm so einfach wie möglich zu machen.“

Moculescu hält große Stücke auf den 61-fachen koreanischen Nationalspieler, der in diesem Jahr bester Punktesammler und Aufschlagspieler der Weltliga war. In den ersten Trainingseinheiten verfestigten sich die Eindrücke, die er bereits von Videos gewonnen hatte. „Er ist ein junger Spieler, der über eine sehr gute Athletik verfügt“, sagte er. „Er wird Zeit brauchen, um sich an die Spiel- und Trainingsweise in Europa zu gewöhnen. Wenn das aber gelungen ist, wird es spektakulär und wir werden viel Freude an ihm haben.“

Nicht nur die Spielweise, auch die Art und Weise sowie die Dauer und Intensität der Übungseinheiten sind Neuland für Moon. In Korea, erzählt er, seien zwischen sieben und neun Trainingsstunden pro Tag normal. Dabei allerdings ist die Intensität nicht durchgängig hoch. Anders in Friedrichshafen: „Hier sieht alles ganz locker aus“, so Moon, „aber es ist sehr anstrengend und intensiv“. Trotzdem will sich der Volleyballer, der in Korea ein Star ist und dort vor allem von den Mädchen umschwärmt wird, der Herausforderung stellen. „In Korea gibt es zwei Meinungen“, sagte Moons Manager Bang. „Die einen haben Angst, weil er zwar bei uns ein Star, aber in Europa ein Anfänger ist. Die anderen sagen: Er ist so gut, dass er sich in Europa durchsetzen wird.“

Bevor das Abenteuer Deutschland beginnt, muss Moon noch einmal zurück nach Korea. Mit seiner Nationalmannschaft steht für ihn vom 20. bis 26. September in Thailand der 1. Asian Cup auf dem Programm. Am 29. September wird er dann wieder in Friedrichshafen erwartet und ist damit beim ersten Saisonspiel am 2. Oktober gegen den VCO Berlin mit von der Partie.

PM/VfB



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