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Olympia: DVV-Beach-Team meistert Chaos in Peking

In jedem Spielfilm würde man die Geschichte wahrscheinlich als "zu überspitzt" beurteilen. Mehrere Jahre hatte das DVV Beach-Team die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele detailgenau geplant. Die deutschen Athleten sollten sich in Peking auf das bedeutendste Sport-Event der Welt optimal vorbereiten können. Doch kaum war das DVV-Beach-Team vorgestern in China angekommen, machte die Beijinger Organisierende Kommission der Olympischen Spiele (BOCOG) alle Pläne des deutschen Teams zunichte.

Noch vor dem Abflug aus Deutschland hatte das Team um Teilmannschaftsleiter Dr. Michael Tank die Informationen bekommen, dass es im "HongFu Park" - dem "eigenen" Trainingszentrum knapp 30 Minuten Fahrzeit vom Olympischen Gelände entfernt, Probleme mit dem Essen geben würde. Angeblich konnte nicht mehr sichergestellt werden, dass das Speisefleisch dort frei von schädlichen Substanzen sei. Ein ärgerlicher Falktor, aber für das deutsche Beach-Team kein Grund das Quartier zu wechseln. Schließlich hatte der DVV im Vorfeld keine Kosten und Mühen gescheut, im "HongFu Park" optimale Trainingsbedingungen zu installieren. So wurde originalgetreu die Wettkampfanlage des Olympischen Turniers dort eingerichtet, von der Netzanlage bis zum Sand.

Kaum waren die deutschen Beach-Volleyballer aber am Dienstag in Peking gelandet, da machte Ihnen das BOCOG klar, dass sie nicht in den "Hong Fu Park" einziehen dürfen. "Sie haben das neben den Problemen mit dem Essen damit begründet, dass wir dort nicht sicher wären", beschreibt Michael Tank die chaotischen Verhältnisse vor Ort. "Das sind aber keine Argumente. Das Essen im "HongFu Park" ist das Gleiche wie im deutschen Haus - also völlig in Ordnung - und die Sicherheit wäre im Park ebenfalls gewährleistet. Dort gibt es einen eigenen Sicherheitsdienst." Warum das chinesische Organisationskomitee aber dennoch den Einzug des DVV-Beach-Teams in die geplante Trainingsstätte nicht zuließ, erklärt sich Tank wie folgt: "Die offizielle Begründung ist, dass es dafür ein Gesetzt gibt, das ist natürlich ein Argument, gegen das man nichts machen kann. Aber der eigentliche Grund ist, dass das BOCOG einfach alles kontrollieren will. Das geht natürlich viel besser wenn wir da wohnen, wo sie die totale Kontrolle über uns haben." Und so musste das deutsche Team trotz aller Proteste umziehen - ins Olympische Dorf.

"Man muss sagen, dass die Verhältnisse hier nicht schlecht sind", so Tank weiter, "und wenn man die Helfer hier vor Ort um etwas bittet, wird auch alles versucht um dies möglich zu machen, aber generell erschweren die gesamten Umstände unsere Vorbereitung doch immens." In der Praxis bedeutet dies, dass die deutschen Beach-Volleyballer zwar im "HongFu Park" trainieren dürfen, davor und danach aber wieder ins Olympische Dorf zurückkehren müssen. "Wir trainieren im Park, weil wir dort mehr als eine Stunde die Anlage nutzen können, das ist die Maximalzeit auf dem Olympischen Trainingsgelände", erklärt Teilmannschaftsleiter Tank das Vorgehen. "Nur bringt uns das in enorme logistische Schwierigkeiten." Denn zu Anfang stand dem deutschen Team kein Shuttle-Service zur Verfügung, später wurde zwar ein Auto organisiert, die Probleme verschwanden dadurch aber nicht, sie veränderten sich nur. "Heute Morgen konnte Gerald Maronde die ersten 40 Minuten des Trainings von Okka Rau und Stephanie Pohl nicht leiten, weil er im Stau feststeckte. Statt der geplanten Fahrzeit von 40 Minuten, hat er zwei Stunden gebraucht, um in den Park zu kommen", gibt Tank eines von vielen Beispielen für die chaotischen Verhältnisse. "Auch können wir die Sportler mit dem Wagen nicht direkt ins Olympische Dorf bringen, weil das Auto auf die Schnelle nicht entsprechend akkreditiert werden konnte", veranschaulicht Tank die problematische Situation. "Die Athleten müssen also bestimmte Strecken zu Fuß hinter sich bringen, eine gute Vorbereitung auf ein Turnier sieht nun wirklich anders aus."

Wie in den meisten Spielfilmen so zeichnet sich aber auch in dieser Geschichte ein mögliches Happyend ab. In Rekordzeit stellte sich das DVV-Beach-Team auf die erschwerten Umstände ein und blickt nun positiver auf die kommende Tage. "Wir haben langsam wieder alles im Griff", so Tank zur aktuellen Lage seines Teams. "Wir machen das Beste aus der Situation und ich bin zuversichtlich, dass alles am Ende gut wird." Sollten die deutschen Beach-Duos trotz der schwierigen Umstände am Ende den erhofften Erfolg im Olympischen Turnier erreichen, wäre es wirklich ein Happyend einer kaum zu glaubenden Geschichte.

PM/DVV



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