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DVV-Männer: Erneuter Sieg gegen Bulgarien

Mit dem zweiten Sieg im zweiten Testspiel gegen Bulgarien scheinen die deutschen Volleyballer auf einem guten Weg in Richtung Peking zu sein. Das Team von Trainer Stelian Moculescu gewann gegen den Weltranglisten-Vierten mit 3-2 (-21, 27, 23, -12, 9) vor 1100 Zuschauern in der ausverkauften Sporthalle des Olympia-Stützpunktes Rhein-Neckar. Nicht nur die Gegnerauswahl, sondern auch andere Umstände, machten das Testspiel in Heidelberg zu einer sehr guten Vorbereitung für die Olympischen Spiele. Denn in der vollen Sporthalle herrschten ab der Mitte des Matches Umstände, die auf das DVV-Team auch möglicherweise in Peking zukommen: 30 Grad Temperatur und 70% Luftfeuchtigkeit verlangten den Spielern alles ab.


Der ‚Spielfilm’ zum Match:

Deutschland beginnt wie gestern mit der Popp, Andrae, Hübner, Schöps, Dehne, Bergmann und Kröger als Libero, Bulgarien startet mit Ivanov, Gaydraski, Zehekov, Kaziyski, Nikolov, Alesksiev und Libero Salparov. Ein Hinterfeldangriff von Popp bringt das 1-0. Ausgleich Bulgarien. Es wird zunächst eine enge Partie. Auch wenn die Führung wechselt, kein Team kann sich mehr als einen Punkt Vorsprung erspielen. Mit 8-7 geht Bulgarien in die erste Technische Auszeit (TA). Nach der Unterbrechung kommt Bulgarien aber in Schwung. Ivanov mit dem Punkt, Popp ins Aus, Schöps scheitert am Block – das bulgarische Team macht drei Punkte in Folge. Bei 10-7 nimmt Bundestrainer Stelian Moculescu seine erste Auszeit. Die Anweisungen des deutschen Coaches tragen Früchte. Wenig später hat ‚Team Germany’ sich die Führung zurückgeholt, vor allem Dank der gelungenen Aktionen von Schöps und Dehne – 13-12. Diesmal nimmt Martin Stoev, der bulgarische Coach, eine Auszeit und stellt sein Team neu ein. Bulgarien agiert in Folge wieder sicherer – übernimmt zur zweiten TA die Führung, 16-15. Anschließend behält das bulgarische Team die Kontrolle, kann seine Führung leicht ausbauen 20-17, Moculescu nimmt seine zweite Auszeit. Diesmal nützt es nicht viel, Bulgarien bleibt vorn, 22-19. Moculescu reagiert erneut, bringt Pampel und Kromm für Schöps und Popp. Aber auch dies kann die Wende nicht mehr bringen, weil es dem deutschen Block nicht gelingt die bulgarischen Angriffe zu entschärfen. Bei 24-20 hat Bulgarien vier Satzbälle. Als Kromm kurz später seinen Aufschlag ins Netz setzt, geht der erste Durchgang mit 25-21 an die Gäste.

Das was im ersten Satz fast gar nicht funktionierte, klappt zu Beginn des zweiten Durchgangs. Der deutsche Block entschärft den bulgarischen Angriff, 1-0 für das Moculescus-Team. Doch auch die Bulgaren wissen wie man blockt, zwei deutsche Angriffe werden abgewehrt, die Gäste übernehmen die Führung, 3-2. Der Weltranglisten-Vierte baut seinen Vorsprung weiter aus, 4-2, 6-3. Deutschland kann etwas verkürzen, aber Bulgarien geht mit einer 8-6-Führung in die erste TA. Mit zwei Rettungstaten von Deutschlands Libero Kröger und einem Bergmann-Block schafft das deutsche Team wenige Punkte nach der TA den Ausgleich, 9-9. Nach einem tollen Ballwechsel, mehrfach geht der Ball hin und her, holt sich Deutschland die Führung zurück, 10-9. Bulgarien schafft mehrmals den Ausgleich, 10-10, 11-11, 12-12, 13-13 und übernimmt dann erneut zur zweiten TA die Führung, 16-14. Es bleibt ein sehr enges Match, bei der die Führung ständig wechselt. Bulgarien zeigt sich zum Spiel gestern stark verbessert, spielt viel konstanter. Moculescu wechselt, bringt für Bergmann Böhme auf der Mittelblocker-Position. Das zahlt sich aus, Böhme hämmert zwei Angriffe ins bulgarische Feld, dazu ein erfolgreicher Hübner-Block, Deutschland ist wieder dran, nur noch 20-19 für Bulgarien. Auszeit der Gäste. Hübner hält Deutschland jetzt im Spiel, macht per Block und Schnellangriff mehrere Punkte. Dazu ein Hammer-Aufschlag von Pampel, 23-23. Andrae blockt Alesksiev und schafft damit einen Satzball für Deutschland. Kaziyski wehrt diesen ab und Zehekov holt mit einem platzierten Aufschlag einen Satzball für Bulgarien heraus, 25-24. Auszeit Deutschland. Zehekov verschlägt den nächsten Aufschlag, 25-25. Böhme und Schöps können Kaziyski nicht stoppen, wieder Satzball Bulgarien, 26-25. Dann packt der deutsche Block zu, einmal zum Ausgleich, dann zum Satzball für Deutschland, 27-26. Andrae schlägt ins Netz, erneut Ausgleich, 27-27. Stelian Moculescu nimmt seine zweite Auszeit. Nun setzen die Bulgaren den Aufschlag ins Aus, dann macht der deutsche Block den Satz zu, Böhme und Schöps fangen Ivanov ab, 29-27. Der höchst spannende Satz geht an das deutsche Team.

Der dritte Satz ist nur kurz ausgeglichen, 1-1, 2-2, dann zeigen Böhme und Andrae ihre Klasse. Böhme mit zwei Schnellangriffen, Andrae mit Abwehraktionen und Hinterfeldangriffen. Dazu sind Schöps mit Block und Angriff sowie Hübner erfolgreich, Deutschland hat das Spiel an sich gezogen, führt 6-2. Bulgariens Coach Stoev nimmt früh seine erste Auszeit. Es nützt nichts, Deutschland zieht weiter davon, 8-3 zur ersten TA. Diesmal bringt die Unterbrechung etwas aus bulgarischer Sicht. Den Gästen gelingt nun wieder etwas, sie verkürzen auf 6-8. Moculescu reagiert, nimmt seine erste Auszeit. Bulgarien kann dennoch wenig später ausgleichen, 10-10, dann legt das deutsche Team wieder zu. Dehne bedient zweimal glänzend Böhme, der verwandelt, 12-10 für Deutschland. Als Bulgarien erneut ausgleichen kann, 12-12, schlagen wieder Böhme und Andrae zu, 14-12. Das deutsche Team profitiert in dieser engen Phase immer wieder von der sicheren Annahme von Libero Kröger, der einige ‚Hammer-Aufschlägen’ der Bulgaren entschärfen kann. Deutschland geht mit einer 16-14-Führung in die zweite TA. Hübner und Schöps halten Deutschland anschließend in Führung, 18-15, 19-16. Doch Ivanov im Block, Alesksiev im Angriff und zwei verschlagene Bälle von Andrae bringen die Wende im Satz, auf einmal führt wieder Bulgarien, mit 21-19. Für Andrae bringt Moculescu jetzt Kromm. Jetzt ist ‚Popp-Time’ in der Halle. Erst schafft der deutsche Angreifer den Ausgleich, 22-22, im Anschluss sorgt er für das 23-22. Auszeit von Bulgarien. Böhme bringt mit einem Ass Satzbälle für Deutschland, 24-22 und zwei Bälle später versenkt erneut Markus Popp – Deutschland holt sich auch den dritten Satz mit 25-23.

In den vierten Durchgang startet Bugarien viel besser, vor allem durch Kaziyski gehen die Gäste mit 3-0, 5-2, 7-3 in Führung. Moculescu wechselt den Zuspieler, bringt Tischer für Dehne. Deutschland ist in keiner Phase mangelnder Einsatz vorzuwerfen, Hübner räumt bei einer Rettungsaktion einige Werbebande ab, es hilft aber alles nichts, Bulgarien baut seine Führung weiter aus, 11-6. Bundestrainer Moculescu nimmt eine Auszeit, kann sein Team wieder auf Kurs bringen. Im Block steht das deutsche Team jetzt wieder besser, Deutschland verkürzt auf 8-12, jetzt nimmt Bulgarien seine Auszeit. Einige kurze Anweisungen von Martin Stoev und die Gäste agieren in ihrem Spiel in der Folge wieder sicherer. 16-9 führt Bulgarien zur zweiten TA. Deutschland wechselt, für Schöps kommt Pampel, für Popp Kromm und für Andrae Siebeck. Doch der Vorsprung der Bulgaren ist riesig, 19-10 führt der Weltranglisten-Vierte. Alles deutet auf einen fünften Satz hin. Bei 20-10 nimmt Moculescu seine zweite Auszeit. Doch das bulgarische Spiel ist nicht mehr zu bremsen, über 21-10, 23-11 und 24-12 holt sich Bulgarien mit 25-12 den vierten Satz. Diesen Durchgang sollte das deutsche Team ganz schnell vergessen - die Entscheidung in diesem Match fällt im Tiebreak.

Bei Deutschland bleiben Pampel, Hübner, Kromm, Böhme, Tischer, Siebeck und Kröger auf dem Feld und das Team will es jetzt wissen, mit 1-0, 2-1 und 4-3 hält Deutschland die Führung. Auf einmal ist das sichere Spiel der Bulgaren aus dem vierten Satz wie weg geblasen, Deutschland führt mit 6-3 und Bulgarien muss eine Auszeit nehmen um wieder Ruhe ins eigene Spiel zu bringen, viele Aktionen werden in dieser Phase zu überhastet abgeschlossen. Allein die letzten drei Aufschläge ‚verballern’ die Gäste. Bei 8-5 fürs deutsche Team werden die Seiten gewechselt. Ein Kromm-Block und zwei Angriffsfehler der Bulgaren lassen die deutsche Führung weiter anwachsen, 11-7. Dann passt Hübner am Netz auf, lässt einen Ball ins bulgarische Feld tropfen, 12-7 für Deutschland. Bulgarien erneut mit einer Auszeit. Doch die leichten Fehler können die Gäste nicht richtig abstellen. Wieder werden zwei Aufschläge ins Netz gesetzt, 14-9 für Deutschland – Matchball. Erneut mit einem Fehler beenden die Gäste das Spiel, Deutschland gewinnt den Tiebreak mit 15-9 und damit auch das zweite Testspiel gegen den Weltranglisten-Vierten.

Stelian Moculescu: „Wir haben heute ein gutes Spiel gesehen, die ersten drei Sätze waren deutlich besser als das Spiel gestern. Bulgarien wollte nicht zweimal hintereinander verlieren und dementsprechend haben sie sich auch heute präsentiert. Am Ende war es für uns nicht entscheidend ob gewonnen oder verloren haben, viel wichtiger ist unsere Leistung und die müssen wir noch weiter verfeinern. Für diesen Zeitpunkt sind wir aber schon in einer guten Verfassung, athletisch und spielerisch. In diesen beiden Spielen haben einige Dinge ausprobiert und ich bin mit den meisten Ergebnissen in dieser Hinsicht zufrieden. Ich freue mich zu sehen, dass wir mit der Weltspitze mithalten können, aber Rückschlüsse auf Olympia kann man deswegen nicht automatisch ziehen. Für mich war dies das letzte Spiel auf deutschem Boden, aber ich schaue momentan nur auf Peking. Nur darauf fokussiere ich mich jetzt.“

Thomas Kröger: „Ich bin mit unserer und meiner Leistung heute zufrieden. Bulgarien war deutlich stärker als gestern und wir haben dennoch dagegen gehalten und das Spiel für uns entschieden. Sicherlich gab es im vierten Satz eine Phase wo wir extrem unter Druck gekommen sind, aber wir haben heute eine tolle Moral gezeigt. Nach dem deutlichen vierten Durchgang noch mal so wieder zu kommen, wird uns viel Selbstvertrauen für Peking geben.“

Simon Tischer: „Ich freue mich, dass ich heute meine Spielanteile bekommen habe. Sicherlich war es im vierten Satz nicht einfach, aber wir haben uns im fünften Durchgang bewiesen. Nachdem wir den vierten Satz so deutlich verloren hatten, war es vom Coach mutig uns alle auf dem Feld zu lassen. Aber wir haben diesen Test gut bestanden. Diese Situation hat uns durchaus gezeigt, dass alle 12 Spieler für Peking wichtig sein werden und wir können somit alle mit einem gestärkten Selbstbewusstsein nach China reisen.“

Markus Böhme: „Meine Leistung und die des Teams ist in der letzten Zeit stetig nach oben gegangen. Heute war das noch mal ein weiterer, positiver Schritt. Wir können mit dem Stand der Dinge zufrieden sein, wenn wir jetzt die Zeit bis zum Beginn der Olympischen Spiele in Peking weiter so gut nutzen, werden wir in Peking auch eine gute Leistung zeigen können.“

Frank Dehne: „Wir finden langsam aber sicher unseren Spielrhythmus. Unsere Aufschläge werden konstanter, die Angriffs- und Abwehraktionen immer eingespielter und sicherer. Man sieht, dass sich die Mannschaft immer besser findet. Somit war es auch sehr wichtig, dass heute auch alle zum Zug gekommen sind und ihren Teil zum Sieg beigetragen haben.“



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