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VfB Friedrichshafen: „Die Euphorie kommt erst, wenn ich im Flieger sitze“

Bei den Olympischen Spielen in Peking (China) ist Thomas Kröger der einzige Spieler vom VfB Friedrichshafen. Im Interview spricht er über die Nominierung, das Aus von Markus Steuerwald, seine lange Verletzungspause und die Ziele beim bedeutendsten Sportereignis der Welt

Am vergangenen Wochenende sprang Thomas Kröger in letzter Minute auf den Olympiazug auf. Der Libero ist damit der einzige Spieler aus dem aktuellen Aufgebot des VfB Friedrichshafen, der an den Olympischen Spielen in Peking (China) teilnimmt. Für den 29-jährigen Niedersachsen ist das eine ganz besondere Situation. Schließlich kämpfte er sich nach einer Verletzungspause mit zwei Knieoperationen Schritt für Schritt zurück und wurde dafür mit dem größten Erfolg seiner Karriere belohnt.

Wie ist Ihre Gefühlslage ein paar Tage nach der Nominierung für die Olympischen Spiele? Fiebern Sie dem Traum von Peking schon entgegen?
Ganz ehrlich: So ganz realisiert habe ich das noch nicht. Im Moment steht das Training im Vordergrund und Olympia ist relativ weit weg. Ich denke, die Euphorie wird erst kommen, wenn ich tatsächlich im Flieger nach Peking sitze und weiß, dass ich dabei bin. Bis dahin könnte ja noch so viel passieren.

Wie haben Sie von Ihrer Nominierung erfahren?
Stelian Moculescu hat mir das am vergangenen Freitagabend mitgeteilt. Das war nach dem Abendessen, kurz und knapp ohne lange Erklärungen.

Und Ihre Reaktion?
Natürlich habe ich mich gefreut. Denn für jeden Sportler ist es ein Traum, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Andererseits war es auch ein komisches Gefühl. Denn ich wusste ja, dass es Markus (Steuerwald, Anm. d. Red.) somit nicht geschafft hat.

Wie gehen Sie mit dieser Situation jetzt um?
Ich fühle mich nicht besonders gut dabei. Bei der Qualifikation in Düsseldorf war ich die ganze Zeit dabei und habe gesehen, dass Markus sehr gut gespielt hat und auch erlebt, welche Anspannung nach dem Turnier von ihm abgefallen ist. Ich kann mir gut vorstellen, wie es ihm jetzt geht. Vermutlich ist auch das ein Grund, weshalb ich mich noch nicht so riesig über meine Nominierung freuen kann.

Ihr letztes großes Turnier war die WM 2006. Danach folgte eine lange Verletzungspause. Ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen auch vor diesem Hintergrund etwas ganz Besonderes?
Auf jeden Fall. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich es schaffen könnte, nach diesen Verletzungen an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Meine Knieprobleme waren eine Endlosgeschichte und haben dazu geführt, dass ich über ein Jahr lang überhaupt keinen Sport machen konnte. Zum Glück kam ich dann nach Friedrichshafen. Dort hat man an mich geglaubt und mich Stück für Stück wieder aufgebaut. Dafür gebührt dem VfB ein riesen Dankenschön.

Sind die Verletzungssorgen mittlerweile vollkommen ausgestanden?
Ich hoffe. Die Knie fühlen sich gut an und der restliche Körper auch. Im Moment geht es mir so gut wie schon seit zweieinhalb Jahren nicht mehr als die Schmerzen anfingen.

Wie blicken Sie den Olympischen Spielen in sportlicher Hinsicht entgegen?
Mein Traum ist, dass wir als Mannschaft gut spielen und uns gut verkaufen. Wir haben eine ziemlich schwere Gruppe erwischt. Es wird daher schwer, eine super Platzierung zu erreichen. Wenn wir nach dem Turnier sagen können, dass wir in jedem Spiel alles gegeben haben und nicht mehr möglich war, können wir zufrieden sein.

Das deutsche Team trifft in der Vorrunde auf Polen, Russland, Ägypten, Serbien und Brasilien. Was darf man erwarten?
Schwer zu sagen. Gegen Brasilien wird es sehr, sehr schwer zu gewinnen. Ägypten müssen wir schlagen. Bei den anderen müssen wir müssen wir schauen, wie sie und auch wir selbst drauf sind. Wir können gewinnen, aber auch alle Spiele verlieren. Unser erstes Ziel ist es, die Vorrunde zu überstehen. Wenn wir das schaffen, sehen wir weiter.

PM/VfB



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