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DVV-Männer - Stelian Moculescu im Interview

Zwei Wochen nahm sich Stelian Moculescu nach der erfolgreichen Olympiaqualifikation Zeit für einen wohlverdienten Urlaub. Im Interview spricht der 58-Jährige, der in Personalunion Trainer des VfB Friedrichshafen und der deutschen Männer-Nationalmannschaft ist, über den Erfolg von Düsseldorf und die Rolle seines Vereins, des VfB Friedrichshafen

Moculescu
Erfolgreicher Dirigent: Stelian Moculescu gibt beim VfB Friedrichshafen und bei der Nationalmannschaft die Richtung vor
(Foto: Günter Kram)


Gut zwei Wochen sind seit der erfolgreichen Olympiaqualifikation in Düsseldorf vergangen. Hatten Sie inzwischen Zeit, um mal wieder in Ruhe durchzuschnaufen?
So schlimm war das dieses Mal gar nicht. Wenn man solch ein Abschnitt mit dem erhofften Erfolg abschließt, fallen sehr viele Dinge relativ schnell ab. Ich fühle mich jetzt wirklich gut. Wir haben ein Ziel erreicht, auf das wir sehr lange hingearbeitet haben und das ist ein sehr, sehr schönes Gefühl.

Haben Sie vollends realisiert, dass Sie Ihr Ziel, die Olympiateilnahme tatsächlich erreicht haben?
Eigentlich schon. Im Grunde genommen habe ich die ganze Geschichte schon in der ersten halben Stunde nach dem letzten Sieg über Spanien verarbeitet. Da ist der ganze Film im Zeitraffer noch einmal bei mir abgelaufen. Das war wie eine innere Reinigung. Dieses Ziel Olympiaqualifikation zu erreichen, bedeutet mir persönlich sehr viel. Noch mehr aber freut es mich für die Mannschaft.

Was genau war rückblickend Ihr Erfolgsrezept?
Wir standen mit dem Rücken zur Wand. Hätten wir verloren, hätte man unsere ganze Arbeit als gescheitert bezeichnen können. Denn letztendlich zählt nur der Erfolg. Das ist allen klar geworden. Die Mannschaft hat einen unbändigen Siegeswillen gezeigt, der ihr vorher in dieser Form vielleicht das eine oder andere Mal gefehlt hat.

Welche Rolle hat bei dem Erfolg Ihr Verein, der VfB Friedrichshafen, gespielt?
Ohne den VfB hätte es das Ganze nicht gegeben. Der VfB Friedrichshafen mit seinen beiden Hauptsponsoren ZF und Zeppelin hat einen nicht zu bemessenden Anteil an dem Erfolg. Der Verein hat es mir erlaubt, die Doppelfunktion aus Vereins- und Bundestrainer auszuüben sowie junge deutsche Spieler zu formen, zu entwickeln und dann auch weiterzuschicken. Es ist ja nicht leicht für einen Klub, Spieler dann wegzulassen, wenn sie gerade gut geworden sind. Insgesamt sind es bestimmt acht oder neun Spieler, die in Friedrichshafen groß geworden und dann ins Ausland gegangen sind, aber zum größten Teil jetzt das Gerüst der Nationalmannschaft bilden.

Wie sieht die Planung bis zu den Olympischen Spielen aus?
Wir treffen uns in der kommenden Woche zum ersten Lehrgang und haben dann gut sechs Wochen Zeit, um eine gute athletische Basis zu schaffen. Die Olympischen Spiele dauern zwei Wochen und sind damit ein sehr langes Turnier. Spielerisch müssen wir noch am einen oder anderen arbeiten, denn wir wollen besser spielen, als wir das in Düsseldorf getan haben.
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Bedeutet das, dass Sie in den kommenden Wochen ausschließlich bei der Nationalmannschaft eingespannt sind und keine Zeit für den VfB haben?
Natürlich nicht. Meinen zweiwöchigen Urlaub habe ich schon für den VfB genutzt und auch weiterhin wird beides Hand in Hand gehen. Man kann von beidem ja nie völlig loslassen. Die Nationalmannschaft oder der VfB sind immer im Hinterkopf – das lässt sich gar nicht komplett trennen.

Wie schreiten in Friedrichshafen die Planungen für die Saison 2008/2009 voran?
Wir können zufrieden sein. Denn wir sind schon ein ganzes Stück weiter als wir es in den vergangenen Jahren waren. Sieben Spieler haben wir schon unter Vertrag, mit anderen sind wir in Gesprächen. Im Moment spielt der Markt allerdings verrückt. Andere Vereine geben Geld aus ohne Ende – das können und wollen wir uns nicht beteiligen. Da müssen wir erstmal abwarten.

PM/VfB



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