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Friedrichshafen gewinnt erstes Finalspiel - Protest-Aktion gegen Auslädnerquote: "Let us play"

Mit 3:2 (23:25, 25:13, 24:26, 25:18, 15:11) hat der VfB Friedrichshafen das erste Spiel der maximal fünfteiligen Finalserie um die Deutsche Meisterschaft gegen den SCC Berlin gewonnen. Dabei sorgten 3.200 Zuschauer für eine beeindruckende Kulisse. Das zweite Finale findet am Dienstag (15. April, 20.15 Uhr) in Berlin statt

Bei diesem ersten Finalspiel musste man einfach begeistert sein. Nicht nur, dass 3.200 Zuschauer in der Arena Friedrichshafen für eine beeindruckende Kulisse sorgten. Auch die Hauptakteure auf dem Spielfeld lieferten sich eine hochklassige und spannende Partie, die der VfB Friedrichshafen letztlich nach 116 Spielminuten mit 3:2 (23:25, 25:13, 24:26, 25:18, 15:11) gegen den SCC Berlin gewann. „Das war ein sehr hochklassiges Spiel“, sagte VfB-Cheftrainer Stelian Moculescu. „Jetzt sind wir in den Finals angekommen. Und das war gar nicht so einfach.“

Schließlich gingen die Häfler als großer Favorit in die Begegnung während Berlin als vermeintlicher Außenseiter nichts zu verlieren hatte. Dementsprechend starteten beide Teams in das erste von maximal fünf Endspielen. Friedrichshafen agierte unter Druck und nicht mit der letzten Konsequenz im Aufschlag. Der SCC dagegen spielte locker drauflos, führte mit bis zu vier Punkten Vorsprung und sicherte sich Satz eins. Das wollte das VfB-Ensemble offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Die Mannen um Kapitän Joao José präsentierten sich jetzt konzentrierter und griffen vor allem im Block beherzter zu. Der Lohn: der Satzausgleich nach nur 23 Minuten.

Danach schien Friedrichshafen auf der Siegerstraße angekommen. Im dritten Satz betrug der Vorsprung beim 14:9 komfortable fünf Punkte, war beim 16:15 bis auf einen Zähler geschmolzen und beim 18:15 wieder angewachsen. Dann kämpften sich die Berliner heran, hatten beim 21:21 den Ausgleich geschafft und sicherten sich schließlich im zweiten Anlauf Abschnitt drei. Wiederum steigerten sich die Häfler, gewannen den vierten Abschnitt souverän und bogen anschließend endgültig auf die Siegerstraße ein. Nur einmal – als Dirk Westphal den SCC mit zwei gelungenen Aufschlägen auf 9:8 heranbrachte – mussten sie zittern, durften letztlich aber doch den Sieg bejubeln.

„Wir hätten 3:1 gewinnen müssen“, sagte Moculescu. „Den dritten Satz haben wir mehr hergeschenkt als dass Berlin ihn gewonnen hätte.“ Und Christian Pampel, mit 20 Zählern bester Punktesammler der Begegnung, erklärte: „Wir haben es Berlin heute einfach gemacht und viele Punktbälle zu leichtfertig vergeben.“ Beim zweiten Finalspiel am Dienstag (15. April, 20.15 Uhr) in Berlin wird es nicht weniger spannend – da war sich der Nationalspieler sicher. „Einfacher wird es nicht“, sagte er und fügte hinzu: „Aber wir können es uns einfacher machen, indem wir besser spielen.“ Für Friedrichshafens Idi ist das Pflicht. Er schickte schon einmal eine martialische Kampfansage in Richtung Berlin: „Nach diesem Spiel ist jedes weitere wie ein Krieg. Wir müssen kämpfen, um zu gewinnen.“

Unabhängig vom Ausgang des zweiten Finalspiels kommt es am kommenden Samstag (19. April 19.30 Uhr) zum dritten Aufeinandertreffen in der Arena Friedrichshafen. Hat bis dahin keine Mannschaft drei Mal gewonnen, kommt es zu den Entscheidungsspielen. Diese finden am 22. April in Berlin sowie am 26. April in Friedrichshafen statt.

Beim Public Viewing Auswärtsspiel in Berlin verfolgen
Public Viewing ist beim VfB Friedrichshafen zu einer schönen Tradition geworden. Auch, wenn die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen am kommenden Dienstag (15. April) im zweiten Spiel der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft auswärts beim SCC Berlin antreten, bleiben die Häfler Fans nicht außen vor. Wie schon bei der European Champions League wird auch diese Begegnung live auf einer Großbildleinwand im Foyer der Arena Friedrichshafen übertragen. Spielbeginn ist um 20.15 Uhr. Die Arena öffnet um 19.30 Uhr ihre Pforten.

VfB-Spieler setzen Zeichen: Lasst uns spielen!

Mit T-Shirts mit der Aufschrift „Let us play – lasst uns spielen!“ machten die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen beim ersten Finalspiel gegen den SCC Berlin auf die drohende Ausländerbeschränkung aufmerksam. Die Aktion wird nicht allein von Friedrichshafen, sondern derzeit von vielen Klubs auf der Welt durchgeführt

Let us play
"Let us play" fordern die Spieler vom VfB Friedrichshafen. Sie protestierten gegen die geplante Ausländerbeschränkung (Foto: Conny Kurth)

Die Fragezeichen in den Augen der mehr als 3.000 Zuschauer waren überall zu sehen. Warum nur, fragten sie sich, machten sich die Spieler des VfB Friedrichshafen vor dem ersten Finalspiel gegen den SCC Berlin nicht in ihren normalen Trikots warm, sondern in T-Shirts, die vorn mit „Let us play“ und hinten mit „Lasst uns spielen“ bedruckt waren? Die Antwort: Mit der ungewöhnlichen Aktion protestierten die Volleyballer vom Bodensee gegen die geplante Ausländerquote des Volleyball-Weltverbandes (FIVB).

Demnach sollen schon ab der kommenden Saison nur noch maximal zwei Ausländer gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen dürfen. Auch eine Beschränkung der Gesamtzahl der Ausländer ist in der Diskussion. „Das ist der Tod des Volleyballs. Wir kommen zurück in die 70-er, als nur zwei oder drei Nationen das Spielgeschehen in Europa bestimmt haben“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu. „Wir müssen jetzt Zivilcourage zeigen und uns artikulieren. Das kann bis zum Boykott gehen.“ Vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) und der Deutschen VolleyballLiga (DVL) fordert er: „Die müssen sich jetzt ganz klar positionieren.“

Um ein Zeichen zu setzen und vor allem auf das Problem aufmerksam zu machen, schlossen sich die VfB-Volleyballer der T-Shirt-Aktion an, an der sich mittlerweile weltweit Teams beteiligen. Sowohl in Italien als auch in Frankreich und Brasilien liefen die Spieler mit „Let us play“-Shirts auf. „Wir sind auf diese Aktion über die Viertelfinalspiele in der A Uno aufmerksam geworden. Da hat Modena den Anfang gemacht“, erklärt VfB-Manager Stefan Mau. „Also haben wir die Spieler gefragt, ob sie mitmachen wollen. Alle waren von der Idee begeistert.“


Die weiteren Finalpiele des VfB Friedrichshafen um die Deutsche Meisterschaft
15. April (20.15 Uhr) Play-offs Finale 2: SCC Berlin - VfB Friedrichshafen
19. April (19.30 Uhr) Play-offs Finale 3: VfB Friedrichshafen – SCC Berlin
22. April (20.15 Uhr) Play-offs Finale 4: mögliches Entscheidungsspiel auswärts
26. April (19.30 Uhr) Play-offs Finale 5: mögliches Entscheidungsspiel zu Hause

PM/VfB



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