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Olympische Spiele 2008: Marc Hagener und Frank Leuthäußer als Schiedsrichter dabei

Die Teilnehmerzahl der deutschen Volleyballer bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wächst immer weiter: Nach den vier DVV-Beach-Duos, die ihren Platz im olympischen Teilnehmerfeld sicher haben (die Frage ist nur, welche?), bekamen nun zwei deutsche Schiedsrichter ihr Peking-Ticket: Frank Leuthäußer (Gotha) und Marc Hagener (Fellbach). Für Beach-Schir Marc Hagener ist es der erste Einsatz bei den Olympischen Spielen.

Wie haben Sie von der Nominierung erfahren?
Marc Hagener: „Erfahren habe ich es durch eine SMS beim Zwischenstopp in Singapur – in Deutschland in der S-Bahn habe ich es offiziell nachgelesen. Ich bin natürlich super glücklich, die jahrelange Arbeit als ehemaliger Hallen- und jetziger Beach-Schiedsrichter zahlt sich aus.“
Frank Leuthäußer: „Erfahren habe ich von der Nominierung per FIVB-Fax vom 10. Januar 2008. Ich habe mich sehr gefreut, denn die Olympischen Spiele sind nicht nur für Sportler der Höhepunkt.“

Was für Erwartungen haben Sie an die Spiele in Peking?
Marc Hagener: „Erwartungen habe ich fast keine, obwohl ich davon ausgehe, schon die eine oder andere wichtige Partie zu pfeifen. In erster Linie bin ich einfach nur glücklich, daran teilnehmen zu dürfen und ein Teil der Olympischen Familie zu sein. Mit der Teilnahme habe ich das höchste Ziel eines Sportlers bzw. Schiedsrichters erreicht.“
Frank Leuthäußer: „Peking sind für mich, nach Atlanta 1996 und Athen 2004, die dritten Olympischen Spiele. Ich denke, es werden gigantische und erlebnisreiche Tage. Ich hoffe nur, dass ich auch von anderen Sportarten einmal etwas sehen kann.“

Momentan wird bezüglich der Olympischen Spiele in Peking fast ausschließlich über den Tibet-Konflikt gesprochen. Das Wort Boykott macht die Runde. Wie stehen Sie zu einem Boykott?
Marc Hagener: „Bezüglich eines Boykotts bin ich der Meinung, dass die Politik dies nicht auf dem Rücken der Sportler austragen darf. Da Sport doch viel eher verbindet und Gemeinsamkeiten weckt, bin ich hier ganz bewusst gegen einen Boykott und für einen Aufruf von Dialog. Generell bin ich auch nicht dagegen, dass Spieler oder Mannschaften vor Ort Meinungsbekundungen durchführen oder Sympathien für Tibet bekunden, da wir in der zivilisierten Welt ein Recht auf Meinungsäußerungen haben sollten. Ich als Schiedsrichter bin hier aber zur Neutralität verpflichtet und werde mich daher auch nur neutral zu diesem Thema äußern. Da ich über den Weltverband nominiert wurde, gehe ich davon aus, dass mich ein Boykott der deutschen Mannschaft auch nicht betreffen würde. Dies wünsche ich natürlich nicht und halte es auch nicht für erstrebenswert, weil es damals (Moskau und Los Angeles) auch nichts gebracht hat.“
Frank Leuthäußer: „Die politischen Verhältnisse beobachte ich sehr kritisch, jedoch sehe ich im Moment keinen plausiblen Grund, die Spiele zu boykottieren. Hier ist in erster Linie die Politik gefragt. Den Konflikt auf den Schultern der Sportler austragen zu wollen, sehe ich nicht als sinnvoll. Die politischen Verhältnisse in China waren, unabhängig vom derzeitigen Konflikt im Tibet, allen Entscheidungsträgern zur Vergabe bekannt.“

Die beiden Olympia-Schiedsrichter im Portrait

Frank Leuthäußer
50 Jahre, verheiratet, 2 Töchter, wohnhaft in Gotha

Schiedsrichter-Karriere- seit 1971 nationaler Schiedsrichter
- seit 1985 internationaler Schiedsrichter
- seit 1984 im Europapokal eingesetzt
- seit 1991 in der Weltliga eingesetzt

Bisherige Höhepunkte
- 2x Olympische Spiele
- 5x Weltmeisterschaften (1998: 1. Schiedsrichter im Frauen Finale)
- 3x Weltcup
- 2x Europameisterschaften

Marc Hagener
40 Jahre, verheiratet, 2 Kinder (Sohn u. Tochter), wohnhaft in Fellbach

Schiedsrichter-Karriere
- von 1981-2001 nationaler Hallen-Schiedsrichter
- seit 1996 nationaler Beach-Volleyball-Schiedsrichter
- seit 1999 auf der Worldtour eingesetzt
- seit 2004 internationaler Beach-Volleyball-Schiedsrichter

Bisherige Höhepunkte- 2x Weltmeisterschaften (2007: Schiedsrichter im Männer-Halbfinale)
- 14x Worldtour (2007: 1.Schiedsrichter im Männer-Finale in Roseto/ITA)
- 3x Europameisterschaften (2007: 1. Schiedsrichter im Männer-Finale)

(Quelle: DVV)



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